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100 erste Tage an der Uni

Plötzlich Urgreisin

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

31.10.2015

Als ich am 3. August 1999 eingeschult wurde, war ich noch nicht ganz sechs Jahr alt und die Jüngste in meiner ersten Klasse. Dieser Umstand zog sich durch die gesamte Schulzeit, es gab nie mehr als zwei oder drei Leute in meiner Klassenstufe, die noch jünger waren als ich. Im Studium war ich weiterhin das Küken, weil ich direkt nach dem Abitur angefangen hatte zu studieren, und die Studentenschaft sich auch aus Leuten, die ein Jahr oder mehr Auszeit genommen hatten, zusammensetzte.

Die Umstellung könnte nicht extremer sein. In Bonn habe ich bislang erst zwei Erstis getroffen, die älter sind als ich, und meine neuen Unifreunde sind im Schnitt knapp drei Jahre jünger als ich, weil sie fast alle durch die G8-Schulreform ein Jahr weniger als ich bis zum Abitur brauchten. So ganz eingefunden habe ich mich noch nicht in der Rolle der Älteren. Trotzdem fühle ich mich unter den Leuten, die ich bislang kennengelernt habe, ziemlich wohl.

Der Kreis meiner engeren Freundinnen, die ich zum Großteil über eine Schreib-Community kennengelernt habe, besteht auch fast nur aus Jüngeren. Ob man jetzt 17, 18, 19 oder 21 ist, macht einen relativ geringen Unterschied, wenn wir zusammen sitzen und uns unterhalten oder etwas spielen.

Nächste Woche feiere ich meinen 22. Geburtstag, davor habe ich schon ein bisschen Angst, weil sich 22 so viel älter anhört als 21. Aber solange ich mit Menschen, die ich mag, zusammen sein kann, ist das Alter gar nicht so wichtig, wie es mir momentan vorkommt.

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