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100 erste Tage an der Uni

Plötzlich Urgreisin

Als ich am 3. August 1999 eingeschult wurde, war ich noch nicht ganz sechs Jahr alt und die Jüngste in meiner ersten Klasse. Dieser Umstand zog sich durch die gesamte Schulzeit, es gab nie mehr als zwei oder drei Leute in meiner Klassenstufe, die noch jünger waren als ich. Im Studium war ich weiterhin das Küken, weil ich direkt nach dem Abitur angefangen hatte zu studieren, und die Studentenschaft sich auch aus Leuten, die ein Jahr oder mehr Auszeit genommen hatten, zusammensetzte.

Die Umstellung könnte nicht extremer sein. In Bonn habe ich bislang erst zwei Erstis getroffen, die älter sind als ich, und meine neuen Unifreunde sind im Schnitt knapp drei Jahre jünger als ich, weil sie fast alle durch die G8-Schulreform ein Jahr weniger als ich bis zum Abitur brauchten. So ganz eingefunden habe ich mich noch nicht in der Rolle der Älteren. Trotzdem fühle ich mich unter den Leuten, die ich bislang kennengelernt habe, ziemlich wohl.

Der Kreis meiner engeren Freundinnen, die ich zum Großteil über eine Schreib-Community kennengelernt habe, besteht auch fast nur aus Jüngeren. Ob man jetzt 17, 18, 19 oder 21 ist, macht einen relativ geringen Unterschied, wenn wir zusammen sitzen und uns unterhalten oder etwas spielen.

Nächste Woche feiere ich meinen 22. Geburtstag, davor habe ich schon ein bisschen Angst, weil sich 22 so viel älter anhört als 21. Aber solange ich mit Menschen, die ich mag, zusammen sein kann, ist das Alter gar nicht so wichtig, wie es mir momentan vorkommt.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Oct 31, 2015
Autor: Janna
Rubrik: studium
Oct 31, 2015

100 erste Tage an der Uni

Die ersten Herausforderungen an der Uni

Mittlerweile kenne ich mich in der neuen Uni, in der Bibliothek, im Hörsaal und in den Cafeterien der Mensa schon ganz gut aus. Auch die Fachschaft, die ich schon in meinem letzten Blogeintrag erwähnt habe, ist eine große Hilfe. Unabhängig von den Vorlesungen bieten sie ein Tutorium für alle Studenten an. Dort bekommen wir die Möglichkeit, zu fragen, wie man Klausuren schreibt, wie eine Hausarbeit verfasst wird und wie man sich in der Bibliothek zurechtfindet. Die große Frage, mit der sich jede Jurastudentin und jeder Jurastudent beschäftigt, ist die nach den besten Lehrbüchern. Zwar haben wir in Heidelberg eine wunderschöne Bibliothek, aber zu wenige Bücher für alle Jurastudenten. Wenn ein paar Bücher dann da sind, sind sie meist nicht aktuell. Sich alle Bücher käuflich zu erwerben ist auch nicht einfach, denn ein Lehrbuch kostet 30 Euro. Davon brauche ich jeweils mindestens eins für Strafrecht, Zivilrecht und Verfassungsrecht. Die meisten Professoren haben für ihr Fach auch ein eigenes Buch geschrieben, das ich mir besorgen müsste, denn darauf basieren meist ihre Vorlesungen. Aber das wichtigste ist, dass ich selbst zur Bibliothek gehe, mir die Bücher anschaue und mir klar werden muss, mit welchem Buch ich am besten arbeiten kann. Ich finde, das hört sich zwar absolut paradox an, aber die Chemie zwischen Buch und Leser muss stimmen.

Beunruhigend finde ich es auch, dass ich nach der zweiten Vorlesung nur 30 Prozent davon im Gedächtnis behalten habe. Die Professoren meinten, das wäre normal, aber gleichzeitig müsste man die Vorlesung eine Stunde vor- und eine Stunde nachbereiten. In den ersten Wochen ist es wahrscheinlich noch nicht ganz so schlimm, da der größte Teil noch aus der Einführung ins Fach besteht. Hilfreich sind auch die angebotenen Arbeitsgruppen. Dort wird mit Examinierten, Promovierenden und wissenschaftlichen Hilfskräften in einer kleinen Gruppe der Stoff noch einmal aufbereitet und es werden gemeinsam Fälle gelöst. Für die jungen Studentinnen und Studenten wird also bestens gesorgt.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Oct 30, 2015
Autor: Bo
Rubrik: studium
Oct 30, 2015

100 erste Tage an der Uni

Ersti-Woche

Seit einer Woche kann ich mich endlich stolze Heidelberger Jura-Studentin nennen. Zur Orientierung und zum Kennenlernen der Kommilitonen haben wir in der Ersti-Woche bei eisigen Temperaturen eine Stadtrallye gemacht und auf dem Universitätsplatz gegen ein Gesetzbuch geboxt. Natürlich habe ich auch in der ersten Woche schon vierstündige Vorlesungen und Einführungen hinter mich gebracht und werde oftmals von der schieren Masse der neuen Informationen erschlagen.

Mit fast 300 neuen Menschen diese Zeit zu erleben ist eine sehr intensive und spannende Erfahrung, denn noch sind alle hochgradig motiviert und aufgeregt. Die Professoren bringen keine große Erleichterung, wenn sie in absoluter Ehrlichkeit die nächsten Jahre aufzeichnen und auch die hohen Anforderungen dieses Studiums nennen. Als ein Professor in einem Nebensatz seiner Vorlesung erwähnte, dass wir in der zwölfwöchigen vorlesungsfreien Zeit zwei Hausarbeiten mit einem Aufwand von je vier Wochen bewältigen müssten, mussten erst einmal alle tief schlucken.

Nach diesen harten Brocken war es einfach nur toll, von der Fachschaft liebevoll bemuttert zu werden. Es gab Frühstück, ein Info-Programm und ermunternde Gespräche. Den Anschluss zu finden, wurde uns immer wieder gesagt, sei insbesondere im Jurastudium wichtig, da man sonst sehr schnell vereinsamen könne. Aber recht schnell bildeten sich Grüppchen zwischen Leuten, die gut zusammenpassten. Ich bin total froh, alle diese neuen Dinge zu erleben und so mache ich mich auch auf zu nächsten Veranstaltung!

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Oct 27, 2015
Autor: Bo
Rubrik: studium
Oct 27, 2015