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100 erste Tage an der Uni

Affekthandlung

Trotz der wunderbaren Betreuung in der vorangegangenen Woche fiel es mir und den meisten anderen noch immer etwas schwer, sich in den unzähligen Online-Portalen der Uni zurechtzufinden. In den ersten Tagen verpassten wir die eine oder andere organisatorische Information, weil wir schlicht noch nicht auf dem dafür vorgesehenen Portal nachgeschaut hatten oder noch nicht einmal etwas von dessen Existenz wussten. Glücklicherweise funktionierte der Buschfunk unter den Studenten meistens so gut, dass jeder rechtzeitig über Änderungen Bescheid wusste.

Nur einmal hätten uns weder die Online-Portale noch der gute Buschfunk den Weg zur Uni erspart: Natürlich saßen direkt am ersten Tag nach Semesterbeginn pünktlich um 16.15 Uhr zur ersten Vorlesung fast alle Erstis im dementsprechend völlig überfüllten Audimax. Alle, bis auf die Professorin. Knapp eine Stunde später bekamen wir per E-Mail die Information, dass die Vorlesung verschoben werden müsste. Immerhin hatte die ganze Zeit über unverwüstbar gute Stimmung geherrscht, sodass niemand wirklich verärgert nach Hause gehen musste.

Ähnlich entspannt gestalteten sich auch die folgenden Tage. Da man schlecht Übungen ansetzten kann, zu denen die Studierenden noch gar keine Vorlesung gehört haben, fielen auch etwa zwei Drittel der Übungen in dieser Woche aus. Dadurch blieb mir mehr Zeit, um mich mit den Online-Portalen zu befassen, mein neues Zimmer endlich wohnlich einzurichten und den Kleiderschrank einzuräumen.

Nebenbei meldete ich mich noch für einen Hip-Hop-Kurs aus dem Uni-Sportangebot an. Als am Dienstagnachmittag die Angebote online gingen, hatte man exakt zehn Minuten, um sich erfolgreich beim Angebot seiner Wahl anmelden zu können. Danach brach der Server zusammen und zwanzig Minuten später waren nur noch die etwas spezielleren und kostenpflichtigen Angebote noch nicht überlaufen. Aus meiner Befürchtung heraus, ganz Aachen sei mit sportwütigen Studierenden überfüllt, schrieb ich mich schnell beim Fortgeschrittenenkurs Hip-Hop ein – und das als Anfängerin! Diese Affekthandlung bereute ich zumindest teilweise, als ich mit ungeeignetem Schuhwerk und ohne Erfahrung, dafür aber mit rotem Kopf in die Halle spurtete. Glücklicherweise stellte sich heraus, dass ich nicht die einzige im Kurs war, die bei der Anmeldung einfach nicht schnell genug für den Anfängerkurs war.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Nov 9, 2015
Autor: Katha
Rubrik: studium
Nov 9, 2015

100 erste Tage an der Uni

Das Studentenleben

Mittlerweile ist es ganz normal für mich, jeden Morgen zu den Vorlesungen zu gehen, im Hörsaal zu sitzen, stundenlang die Stimme des Professors zu hören und alles auf mich wirken zu lassen. Ja, es stimmt, Uni und Schule sind völlig unterschiedlich.

Momentan sind alle meine Kommilitonen noch so motiviert, dass sie immer anwesend sind. Sie alle schreiben fleißig Notizen und versuchen, so viel wie möglich zu verstehen. Es sieht sehr lustig aus, wenn fast 300 Menschen in einem großen Vorlesungssaal gleichzeitig über ihren Notizen brüten und vorne steht ein einziger Mensch und referiert. Mir gefällt das Studium sehr. Der Plan, Medizin zu studieren, ist mir fremd geworden. Natürlich verstehe ich noch nicht alles, aber es macht mir immer mehr Freude mit der juristischen Sprache umzugehen und Dinge aus anderen Blickwinkeln zu betrachten. Immer mehr Kommilitonen kommen mir nun nicht mehr unbekannt vor.

Bei der Fachschaft habe ich begonnen zu arbeiten. Meine erste Aufgabe ist dort der Bürodienst. Dort im Büro haben andere Studierende die Möglichkeit, sich besonders gelungene Klausuren und Hausarbeiten auszuleihen und zu kopieren. Meine Aufgabe ist es, diese herauszugeben und dafür zu sorgen, sie anschließend wieder richtig abzulegen. Nebenbei beantworte ich allgemeine Fragen oder verweise auf andere Ansprechpartner. Die Fachschaftssitzung ist jeden Mittwoch. Im Anschluss gehen alle noch zusammen Mitternachts-Spaghetti essen.

Ich werde hier sehr an die Hand genommen und bald werde ich auch einen Paten von der Fachschaft bekommen. Darauf freue ich mich schon, denn mein Pate wird mich das ganze erste Semester lang begleiten und mir bestimmt den einen oder anderen Tipp geben können.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Nov 5, 2015
Autor: Bo
Rubrik: studium
Nov 5, 2015

100 erste Tage an der Uni

Ein Handbuch zum Studieren

Meine ersten Wochen in Leipzig und damit auch die ersten Uni-Wochen vergingen wie im Flug. Mittlerweile habe ich nun immerhin einen groben Überblick, wann welche Veranstaltung in welchem Seminargebäude stattfindet und welche Dozenten mich unterrichten. Ich genieße den zerklüfteten Dienstag genauso wie den spät beginnenden Mittwoch oder natürlich den freien Freitag. Einiges läuft bei mir aber gerade auch nicht so perfekt. Deshalb hier nun das ferdinandsche Handbuch für einen erfolgreichen Uni-Start mit Tipps, die ich mal besser schon eher gehört und befolgt hätte: Iss!

Iss, aber tu es nicht um 12.45 Uhr in der Hauptmensa, wenn alle etwas essen wollen und man vor lauter Studierenden die Nudeltheke nicht mehr sieht. Mach das einfach nicht. Verschiebe deinen Hunger, lege dir einen alternativen Essensstundenplan zu oder schmiere dir ein Brot.

Lies!

Gehe in die Bibliothek und leihe dir die Literatur aus, die dir der Professor empfiehlt. Das macht er ja nicht ohne Grund, da wird schon was dran sein!

Lerne Menschen kennen!

Singe im Chor, gehe zur Kneipentour, spreche deinen Sitznachbarn an! Klar, es ist einfacher, dein ganzes Leben nur mit den netten Leuten aus deiner WG zu verbringen. Aber deine Vorlesungen sind voller Menschen, die gerade auch neu in der Stadt sind und jemanden kennenlernen wollen!

Kümmere dich!

Du sitzt in einem Seminar mit Master-Studenten und verstehst kein Wort von dem, was vorne erzählt wird? Da kann doch irgendetwas nicht stimmen! Statt zu schwänzen gehe lieber zur Studienfachberatung und lass dir helfen! Dazu sind diese Stellen schließlich da!

Schlaf!

So gut die lokalen Attraktionen auch sein mögen, achte darauf, genug zu schlafen! Durchhängen in der Uni kommt nicht nur schlecht vor den Professoren, sondern wird irgendwann auch nervig und ungesund.

Genieß es!

Denn studieren ist toll!

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Nov 4, 2015
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Nov 4, 2015