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100 erste Tage an der Uni

Fahrradfahren

Autor:
Ferdinand

Rubrik:
studium

02.12.2015

„I want to ride my bicycle, I want to ride my bike. I want to ride my bicycle, I want to ride it where I like“, sangen Queen 1978 in „Bicycle Race“ und nichts drückt wohl besser aus, was in Leipzig fahrradtechnisch abgeht.

Fahrradfahren ist in! Ja, und auch ich gehöre zu denen, die ihr Fahrrad lieben. Mit meinem chiliroten Damentrekkingrad mache ich die Stadt unsicher. Das Rad ist für die Leipziger aus verschiedenen Gründen das Transportmittel der ersten Wahl:

  1. Fahrradfahren ist flexibel! Auf die Tram muss man warten, mit dem Rad hingegen kann man losfahren, wann man will. Und wenn spätabends am Wochenende gerade kein Nachtbus fährt, ist das Fahrrad ein treuer Begleiter.
  2. Fahrradfahren ist abwechslungsreich! Heute mal keine Lust auf die stets selbe Route zur Uni? Bisher unentdeckte Parks, Parallelstraßen und Stadtviertel warten!
  3. Fahrradfahren ist schnell! Mit dem Fahrrad ist man in Leipzig in den meisten Fällen schneller als mit der Straßenbahn oder dem Auto. Wenn man sich an der roten Ampel an den glänzenden Karossen vorbei nach vorne schlängelt, ist das jedes Mal ein kleines Glücksgefühl. Außerdem kommt man mit dem Fahrrad dorthin, wo man mit dem Auto nicht hinkann oder -darf. Zudem entfallen die Parkplatzsuche oder der Weg von der Haltestelle zum Zielpunkt – mit dem Fahrrad kann man seine Destination direkt ansteuern.
  4. Fahrradfahren macht wach! Wenn man morgens allzu harsch vom Wecker geweckt wird und einen nichts so recht in die Uni zieht, ist das Rad genau das Richtige. Man bewegt sich, ist an der frischen Luft und irgendwann fangen die meisten unweigerlich an, ein Guten-Morgen-Liedchen zu singen. Kommt man dann an der Uni an, ist man wach und bereit für den Tag.
  5. Leipzig ist fahrradfreundlich! Es ist eine wahre Freude, in so einer Stadt zu radeln. Statt Radwegen gibt es überall in der Stadt Radfahrerstreifen auf den Straßen. Man fährt mit den Autos (denen also ein wenig Platz weggenommen wird) auf einer Fahrbahn und ist dank des guten Asphalts und der Verkehrsführung ziemlich schnell unterwegs.

Durch die Menge an Fahrrädern gibt es am Campus nun auch schon kuriose Auswüchse: Meine Universität bietet zwei riesige Fahrradgaragen an, da die Räder sonst die umliegenden Straßen verstopfen würden. Dort stehen die Studentenschätze regengeschützt und – so zumindest das Gefühl – auch halbwegs sicher vor Fahrraddieben. Denn die gibt es leider auch in Leipzig.

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