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100 erste Tage an der Uni

Neue Pläne für 2016

Kann das wahr sein? Schon wieder ist ein Jahr vergangen? Was wird mir das neue Jahr bringen? Neben den guten Vorsätzen wie abnehmen, mit dem Lernen rechtzeitig zu beginnen, Sport zu machen und mich gesünder zu ernähren habe ich einen ganz speziellen Plan: Ich will dieses Jahr einen passenden Studiengang für mich finden. Dass Jura wahrscheinlich nicht das Richtige für mich ist, habe ich bereits erkannt, jetzt müssen auch Taten folgen und ich muss mir klar machen, was ich will. Das Leben als Studentin gefällt mir sehr und dass ich studieren will, steht außer Frage.

In den letzten Tagen zu Hause habe ich mich zurückgelehnt, entspannt und Zeit mit Freunden und meiner Familie verbracht. Einfach mal nichts tun, kann sehr erholsam sein. Freunde erzählten mir, dass sie bis jetzt auch nicht in ihrem Studium angekommen sind und sich ebenfalls umorientierten. Keiner nahm es als Versagen auf, sondern einfach als Station auf dem Weg ins Berufsleben.

Natürlich habe ich aber auch in die Bücher geguckt, schließlich stehen diesen Monat vier Klausuren an. Mittlerweile bin ich auch wieder zurück in meinem „Heideldörfchen“ und muss zugeben: Ich habe mich sehr darauf gefreut. Es ist schon seltsam, wie schnell ich mich in der neuen Stadt eingelebt habe. Ich würde Heidelberg sogar schon als meine Heimat bezeichnen. Da am vergangenen Donnerstag die Uni wieder losging, habe ich mich am Mittwoch nochmal in die Bibliothek gesetzt und eine To-Do-Liste geschrieben Außerdem habe ich noch an meinem Essay für die Vorlesung „Einführung in die deutsche Rechtssprache“ gearbeitet und mich auf die Gruppendiskussion vorbereitet, die in die Bewertung einfließt. Gruppen, aus drei Personen, stellen dabei ein Thema vor und diskutieren es dann vor den anderen Kommilitonen. Meine Gruppe entschied sich für das Thema „Abtreibung mit Blick auf die Fristenregel“ und da ich mich für das Thema interessiere, freue ich mich schon sehr darauf. Die Diskussion ist schon bald, weshalb ich mich auch noch mit meiner Gruppe absprechen und wir die Endversion unseres Skriptes überarbeiten mussten.

Doch am meisten habe ich mich darauf gefreut, die Menschen wieder zu sehen, die mir in der kurzen Zeit so ans Herz gewachsen sind. Wir sind als Gruppe schnell zusammengewachsen und sind füreinander da – wie eine Familie, da die eigene meist weit weg ist.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Jan 11, 2016
Autor: Bo
Rubrik: studium
Jan 11, 2016

100 erste Tage an der Uni

Weihnachten International - Teil 2

Eine Woche vor Weihnachten hatte sich gefühlt halb Aachen über „RudiRockt“ zum gegenseitigen Kochen verabredet. „RudiRockt“ ist eine Veranstaltung, bei der in Zweierteams für je zwei andere Teams gekocht wird. Man bereitet mit dem Kochpartner also entweder Vorspeise, Hauptgang, oder Nachspeise vor und kredenzt seinen Gang, sobald die beiden anderen Teams eintreffen. Dabei ist es dem Zufall überlassen, ob man Vegetarier, Laktoseintoleranz, oder noch seltenere Unverträglichkeiten beachten muss, weil die Leute, die man bekocht im Normalfall völlig fremd sind. Im Anschluss, oder eben vor dem Gang, den man selbst zubereitet, geht man zu einem anderen Team, dass einen der beiden anderen Gänge kocht. So gilt es an diesem Abend nicht nur die Herausforderung zu meistern eine sternereife Speise aufzutischen, sondern man lernt auch in toller Atmosphäre bei viel zu leckerem Essen wahnsinnig viele nette und interessante Leute kennen.

Nachdem mein Teampartner und ich also eine grandiose Vorspeisenrunde gemeistert hatten, waren wir für den restlichen Abend nur noch Gäste und konnten uns entspannt auf die noch ausstehenden Gänge freuen. In der kleinen Wohnung des Teams für die Hauptspeise trafen wir auf einen Maschinenbauer, eine Lehramtsstudentin und zwei Wirtschaftsingenieure. Das Besondere an dieser Gruppe von Studierenden war dabei aber nicht nur die fantastische Männer-Frauen-Quote von 1:1, sondern vielmehr ein Ägypter, der erst seit ein paar Monaten in Deutschland lebt und einen der internationalen Abschlüsse an der RWTH anstrebt. Dementsprechend spielten sich sämtliche Gespräche beim zweiten Gang auf Englisch ab.

Genau wie auf dem Weihnachtsmarkt freute ich mich auch in diesem Moment wieder unglaublich darüber, dass es einem Ägypter erlaubt ist, in Deutschland zu studieren und ganz normal an solchen sozialen Events teilzunehmen, weil eben Sprachen keinerlei Barrieren mehr darstellen.

Autor: Katha  |  Rubrik: orientieren  |  Jan 4, 2016
Autor: Katha
Rubrik: orientieren
Jan 4, 2016

100 erste Tage an der Uni

Weihnachten International

Aachen ist ein wunderschönes Städtchen mit erstklassig erhaltenem Stadtkern und einem kleinen, aber durchaus beeindruckenden Dom und dem ihm in Sehenswürdigkeit fast ebenbürtigen Rathaus im Herzen der Stadt. Genau dort, wo sich für einige Wochen der Aachener Weihnachtsmarkt von Domplatz über den großen Katschhof bis hin zum Marktplatz vor dem Rathaus erstreckte. Ein wirklich schöner Anblick, den man, wie ich finde, gerade bei Dunkelheit einmal im Leben gesehen haben sollte. Mit seiner eher zurückhaltenden Beleuchtung zwischen den engen Gassen ringsum, auf dem alten Kopfsteinpflaster des Rathausplatzes hat der Aachener Weihnachtsmarkt eine ganz besondere, gemütliche Stimmung zu bieten, die man zwischen den ähnlich bekannten Straßburger oder Kölner Glühweinständen vergeblich sucht.

Einzig irritierend wirkt von Zeit zu Zeit die weibliche Lautsprecherstimme, die auf vier verschiedenen Sprachen freundlich rät, auf die eigenen Wertgegenstände zu achten. Natürlich auf Deutsch und Englisch, danach auf Französisch, warum auch nicht – und schließlich in einwandfreiem Niederländisch schallt der gleiche Hinweis nochmal über die kleinen Holzdächer. Das mag beim ersten Hören ziemlich komisch wirken, ist in Aachen aber genauso normal wie die niederländische Ansage in der Bahn oder die niederländische Polizeipräsenz auf dem weihnachtlichen Marktplatz. Denn tatsächlich ist es dort im Moment nicht ganz einfach, deutschsprachige Mitbürger zu finden. Französisch, Niederländisch, Englisch – alles kein Problem. Nur Deutsch findet man am Wochenende, sobald es dunkel wird, fast nirgends mehr. Jedes Mal, wenn ich einen fremdsprachigen Wortfetzen aufschnappe, freue ich mich, dass ich in einer Zeit und in einem Land lebe, in denen man sich über die einzelnen Kulturen hinaus problemlos versteht und gegenseitig besucht.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Dec 31, 2015
Autor: Katha
Rubrik: studium
Dec 31, 2015