Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

100 erste Tage an der Uni

Lieferschwierigkeiten

Dass ein Umzug nicht in zwei Tagen erledigt ist, war mir durchaus bewusst bevor ich den Mietvertrag für meine neue WG unterschrieb. Dass er sich aber über Monate hinweg ziehen kann, hatte ich jedoch nicht eingeplant. In den ersten zwei Wochen in Aachen schlief ich auf einem noch knarzenden Bett und lebte dank der fehlenden Einlegeböden meines Schrankes aus dem Koffer. Bis ich eine Gardinenstange hatte, dauerte es noch einmal so lang, die Gardinen selber schafften es etwa einen Monat später in mein Zimmer. Mittlerweile hatte ich immerhin schon einen Teil meines Schreibtischs und das Bett knarzte nicht mehr. Von den Einlegeböden, die aufgrund wochenlanger Lieferschwierigkeiten immer noch nicht eingetroffen waren, einmal abgesehen, war ich knappe drei Monate später endlich vollständig eingerichtet. Seit letzter Woche hängen auch die obligatorischen Poster, Collagen und Fotos wieder überall im Zimmer und ich bin sehr zufrieden mit meinem Werk.

Trotzdem hätte ich nie gedacht, dass mir die Werkstatt meines Vaters so fehlen würde, wenn ich sie nicht mehr direkt unterhalb der Wohnung hätte. Denn obwohl ich die nötigen Umzugsutensilien ordentlich zusammengepackt hatte, fehlte am Ende doch immer irgendeine Kleinigkeit. Wer denkt schon an so etwas wie eine Schere oder ein Messer? In diesem speziellen Fall hatte ich das Glück, dass ich in eine bereits voll eingerichtete WG zog, trotzdem musste ich erstmal ein wenig suchen, bis ich das benötigte Objekt in der Küche fand. Letztendlich habe ich es aber doch noch geschafft komplett umzuziehen.

Das Einleben in der WG ging dagegen sehr schnell. Mit zwei netten Jungs lebt es sich sehr angenehm, mitunter lustig und vor allem unkompliziert. Vorausgesetzt, dass ich abends mal nicht für irgendein Treffen unterwegs bin, kochen wir sogar ab und zu ziemlich gesund und lecker. Unabgesprochen finden wir uns auch regelmäßig zur geselligen Lernpause in der Küche ein, um den ein oder anderen Tee zu schlürfen. Schließlich muss man gerade ein lernendes Hirn mit ausreichend Flüssigkeit versorgen!

Ich bin also rundum zufrieden mit meiner neuen Wohnsituation. Und wenn ich das Selberkochen irgendwann doch mal leid bin, gibt es immer noch Hotel Mama, das mich – bisher zumindest – immer wieder liebevoll aufnimmt und durchfüttert.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Feb 15, 2016
Autor: Katha
Rubrik: studium
Feb 15, 2016

100 erste Tage an der Uni

Semester geschafft!

Mit stolzgeschwellter Brust konnte ich am vergangenen Freitag nun offiziell verkünden: Juhu ich bin kein Ersti mehr! Nach den Semesterferien kann ich gemeinsam mit meinen Kommilitonen die neuen Studienanfänger nostalgisch betrachten und an unsere eigenen ersten Schritte denken.

Trotzdem hält das Studium mich auch weiterhin auf Trab. Die Klausur in Rechtsphilosophie habe ich zwar hinter mich gebracht, aber die Tage, die ich in der Bibliothek verbringen muss, sind noch trotzdem noch nicht vorbei. Es stehen zwei Hausarbeiten an, für die ich wohl jeweils vier Wochen brauche. Das finde ich ziemlich viel. Ältere Kommilitonen sagen, dass man während der Hausarbeitenphase als Gruppe noch einmal stärker zusammenwächst, aber ich kann mir wirklich gut vorstellen, dass wir das auch ohne Hausarbeit hinbekommen hätten. Aber da müssen wir wohl durch.

Heute wurde der dreiseitige Sachverhalt für Zivilrecht auf die Online-Plattform für Studierende hochgeladen und meine Reaktion war erst einmal pure Verzweiflung. Nach der Verzweiflung kam die Resignation und danach schrieb ich ein paar lustige Nachrichten an eine meiner besten Freundinnen in Heidelberg, ob wir denn nicht einfach in den Regenwald auswandern könnten. Wir haben aber recht schnell erkannt, dass uns das Geld für den Flug nicht ausreichen würde und da wir in Europa auf die Schnelle keinen Dschungel gefunden haben, akzeptieren wir unser Schicksal.

Ich hätte nie gedacht, dass mir Unterrichtsphasen beziehungsweise Vorlesungszeiten mal mehr gefallen würden als die Semesterferien. Momentan bin ich jedenfalls dabei den Sachverhalt für Zivilrecht zu verstehen und in verständlichere Happen zu teilen. Die Bibliothek wartet also auf mich…

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Feb 10, 2016
Autor: Bo
Rubrik: studium
Feb 10, 2016

100 erste Tage an der Uni

Guten Tag, Berta!

Die zentrale Unibibliothek in Leipzig hat viele Namen. „Bib“, „Albi“ oder „Berta“ wird die Bibliotheca Albertina meistens genannt. Zunächst traute ich mich gar nicht so recht in dieses ehrwürdige Gebäude hinein. Der Bau stammt aus dem Jahre 1891 und erinnert an prunkvolle Opernhäuser mit all dem Marmor und den steinernen Treppen.

Gerade in der Prüfungszeit sind vor allem die Arbeitsbereiche der „Berta“ gut belegt. Zunächst war es für mich komisch, mich in einen Raum mit hundert anderen Studierenden zu setzen, vor mich hin zu schweigen und zu arbeiten – nun verstehe ich es. In die „Berta“ geht man, um zu studieren. Und wenn man sich wieder auf den Heimweg macht, hat man Feierabend. Ein schönes Gefühl. Die Tische und Stühle sind aus tollem Holz, es gibt viel Tageslicht und überall stehen Bücherregale. Manchmal fühle ich mich als Ersti aber noch nicht so recht wohl in den Räumen.

Wenn man eine Pause vom Lernen braucht, dann wartet das Bistro mit Kaffespezialitäten zum Wachwerden auf. Und die „Kar-Li“, eine der bekanntesten Straßen Leipzigs, mit all ihren Dönerläden, ist auch nicht weit entfernt. Aber das Beste an der Bibliothek ist, dass man überall auf Gesichter trifft, die einem in der neuen Stadt schon bekannt sind.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Feb 9, 2016
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Feb 9, 2016