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100 erste Tage an der Uni

Lieferschwierigkeiten

Autor:
Katha

Rubrik:
studium

15.02.2016

Dass ein Umzug nicht in zwei Tagen erledigt ist, war mir durchaus bewusst bevor ich den Mietvertrag für meine neue WG unterschrieb. Dass er sich aber über Monate hinweg ziehen kann, hatte ich jedoch nicht eingeplant. In den ersten zwei Wochen in Aachen schlief ich auf einem noch knarzenden Bett und lebte dank der fehlenden Einlegeböden meines Schrankes aus dem Koffer. Bis ich eine Gardinenstange hatte, dauerte es noch einmal so lang, die Gardinen selber schafften es etwa einen Monat später in mein Zimmer. Mittlerweile hatte ich immerhin schon einen Teil meines Schreibtischs und das Bett knarzte nicht mehr. Von den Einlegeböden, die aufgrund wochenlanger Lieferschwierigkeiten immer noch nicht eingetroffen waren, einmal abgesehen, war ich knappe drei Monate später endlich vollständig eingerichtet. Seit letzter Woche hängen auch die obligatorischen Poster, Collagen und Fotos wieder überall im Zimmer und ich bin sehr zufrieden mit meinem Werk.

Trotzdem hätte ich nie gedacht, dass mir die Werkstatt meines Vaters so fehlen würde, wenn ich sie nicht mehr direkt unterhalb der Wohnung hätte. Denn obwohl ich die nötigen Umzugsutensilien ordentlich zusammengepackt hatte, fehlte am Ende doch immer irgendeine Kleinigkeit. Wer denkt schon an so etwas wie eine Schere oder ein Messer? In diesem speziellen Fall hatte ich das Glück, dass ich in eine bereits voll eingerichtete WG zog, trotzdem musste ich erstmal ein wenig suchen, bis ich das benötigte Objekt in der Küche fand. Letztendlich habe ich es aber doch noch geschafft komplett umzuziehen.

Das Einleben in der WG ging dagegen sehr schnell. Mit zwei netten Jungs lebt es sich sehr angenehm, mitunter lustig und vor allem unkompliziert. Vorausgesetzt, dass ich abends mal nicht für irgendein Treffen unterwegs bin, kochen wir sogar ab und zu ziemlich gesund und lecker. Unabgesprochen finden wir uns auch regelmäßig zur geselligen Lernpause in der Küche ein, um den ein oder anderen Tee zu schlürfen. Schließlich muss man gerade ein lernendes Hirn mit ausreichend Flüssigkeit versorgen!

Ich bin also rundum zufrieden mit meiner neuen Wohnsituation. Und wenn ich das Selberkochen irgendwann doch mal leid bin, gibt es immer noch Hotel Mama, das mich – bisher zumindest – immer wieder liebevoll aufnimmt und durchfüttert.

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