interaktiv

100 erste Tage an der Uni

Totalschaden

Autor:
Katha

Rubrik:
studium

22.02.2016

Am Karnevalssonntag wollten einige meiner Freunde und ich zuerst in der Stadt feiern und anschließend den Superbowl, das Finale des amerikanischen Football, schauen. Wir brachen zu Fuß von der Innenstadt aus auf, um ein paar Stunden vorm „Kiffoff“ vor dem Fernseher zu sein. Wir waren bereits kurz vor unserem Ziel, als plötzlich ein Auto an uns vorbeifuhr. Viel zu schnell und auf der Gegenfahrbahn. Als ihm zwei Autos entgegenkamen, wich der Fahrer gerade noch rechtzeitig aus und wir atmeten alle bereits erleichtert auf, bis wir einige Millisekunden später ein lautes Quietschen, gefolgt von einem ohrenbetäubenden Krachen, hörten.
Nach einer Schrecksekunde sprinteten die Jungs los, während meine Freundin und ich Rettungswagen und Polizei alarmierten. Als wir den Unfallort erreichten, fanden wir eine Frau auf dem Fahrersitz des ramponierten Autos und einen Mann, der es irgendwie geschafft hatte, auszusteigen. Zu zweit kümmerten wir uns darum, den taumelnden Mann auf den Boden zu legen. Während ich bei ihm blieb, um herauszufinden, wie schwer er verletzt war, kümmerten die anderen sich um die Frau. Zum Glück waren schnell weitere Ersthelfer zur Stelle und auch der Krankenwagen kam nach ein paar Minuten. Obwohl der Schock allen spürbar in den Knochen saß, waren wir erleichtert, dass beide Insassen nur „leicht verletzt“ waren.
Auch wenn dieses Erlebnis wirklich schockierend war, mussten wir im Nachhinein darüber schmunzeln, wie witzig die Szene gewirkt haben musste: ein Mann im Cheerleaderkostüm, der dicht gefolgt von einem Mann mit einem Burger auf dem Kopf zur Unfallstelle sprintete. Sekunden später hechteten ein Quarterback und ein Krümelmonster hinterher. Nachdem wir wissen, dass die beiden Unfallopfer keine Folgeschäden davon tragen werden, können wir sogar über das Polizeifoto lachen, auf dem meine Freundin mit ihrem leuchtend blauen Krümelmonsterkostüm hinter dem verunglückten Auto hervorragt.

 

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