interaktiv

100 erste Tage an der Uni

Was sonst so läuft

Autor:
Bo

Rubrik:
studium

09.03.2016

Es sind so einige Dinge in den vergangenen Wochen passiert. Entgegen aller Vernunft habe ich mich in einen ICE gesetzt und bin nach Berlin gedüst. Eigentlich wollte ich nur übers Wochenende bleiben, da ich zu einer Preisverleihung eingeladen war. Spontan entschied ich mich dann doch eine ganze Woche zu bleiben. Ich habe im Büro meiner Stiftung gearbeitet und meine Stadtsehnsucht ein wenig gestillt. Obwohl ich Heidelberg liebe, bin ich doch ein Großstadtmensch und brauche den Lärm, die Autos, die Schnelligkeit und Anonymität. In Berlin habe ich viel unternommen: Ich war im Restaurant essen, im Theater, im Kabarett, tanzen und habe alte Freunde wiedergesehen. Am zweiten Abend wurde ganz klassisch mein Handy geklaut. Der Verlust war die eine Sache, aber es war vor allem hart, nicht erreichbar zu sein. Wie soll man sich in einer Metropole wie Berlin treffen, ohne über WhatsApp zu kommunizieren? Ich musste mit Leuten einen wirklich genauen Treffpunkt und Zeitpunkt ausmachen, damit man sich findet. Was mich wirklich erstaunt hat ist, dass ich mich nach dieser Woche in Berlin unglaublich gefreut habe, wieder nach Heidelberg zu fahren. Könnte es sein, dass ich so etwas wie Heimweh empfinde? Oder etwa Sehnsucht in die eigenen vier Wände und in den Trott des Alltags? Werde ich einfach nur alt oder bin ich momentan dabei, mich wirklich an einen Ort zu binden? Zurück in Heidelberg saß ich dann aber die meiste Zeit nur in der Bibliothek und habe an meiner Hausarbeit gearbeitet, die nun, da ich wirklich angefangen habe zu schreiben, auch ganz gut läuft.

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