interaktiv

100 erste Tage an der Uni

Der vierte Mitbewohner

Autor:
Ferdinand

Rubrik:
studium

24.03.2016

Lieber vierter Mitbewohner,

ich finde, manchmal schenken wir dir in der WG zu wenig Beachtung. Deshalb widme ich dir nun dieser Blogbeitrag.

Du bist wirklich ein super Typ und ich bin froh, dass es dich gibt! Diese Wohnung wäre so leer ohne dich und wenn ich heimkomme und du, egal ob Tag oder Nacht, auf mich wartest, freue ich mich sehr. Sicherlich hast du es nicht immer leicht mit uns. Wir sind manchmal ziemlich laut, die Bude riecht nach Rauch und es ist dir entweder zu warm oder zu kalt. Ab und zu bist du vielleicht auch ziemlich hungrig und wieder einmal hat keiner deiner Mitbewohner für dich gekocht. Ab und an wirkst du richtig traurig, wenn du auf dem Fensterbrett sitzt und auf die Straße vor unserem Haus blickst. Häufig kommt es vor, dass du mit uns chillen möchtest, aber wir gerade keinen Bock auf dich haben und dich ausgrenzen. Für all das möchte ich mich entschuldigen. Du musst wissen, dass es auch nicht immer leicht mit dir ist! Vor allem, wenn du einfach so aus heiterem Himmel dein Geschäft im Flur erledigst. Das ist echt nicht so cool und für alle Anwesenden eine wahre Herausforderung. Oder wenn du im Morgengrauen anfängst, an meinen Zehen zu knabbern. Kommt das vielleicht noch daher, dass du früher nicht so viel zu Essen hattest? Ich frage mich, ob du manchmal deine alte Heimat vermisst? Die Straße? Den Regen? Die Sonne? Die Kälte?

Lieber Kater Mamali, du sollst wissen, dass wir dich genau so mögen, wie du bist und froh sind, dass du hier bist. Ich hoffe, du siehst das genauso und ziehst noch nicht so bald aus.

dein Mitbewohner Ferdinand

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