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100 erste Tage an der Uni

Traditionen

Jedes Jahr zu Ostern hat meine Mutter bisher den Osterhasen gespielt. Selbst als meine Geschwister und ich älter wurden, hielt sie daran fest. Selbst als ich das erste Mal über Ostern nicht mit meiner Familie zusammen war, hatte der Osterhase ein kleines Nest für mich versteckt.

Dieses Jahr war der Osterhase allerdings das erste Mal krank, sodass wir morgens nach dem Aufstehen zunächst weniger zu tun hatten, als gedacht. Mir fiel zum ersten Mal an dieser Stelle auf, dass wir wirklich Familientraditionen haben. Bisher hatte ich gedacht, dass wir abgesehen vom Weihnachtsabend wenige wiederkehrende regelmäßige Rituale haben. Doch plötzlich fielen mir auch ein paar andere Dinge ein – wie das morgendliche Brötchenholen im Urlaub, das bei uns schon fast unverzichtbar geworden ist, das ungeschriebene Gesetz, während der Tagesschau nicht zu quatschen oder der Abschiedsgruß ‚Schlaf gut‘, der, seit ich meiner Mutter eines morgens anstatt mit ‚Danke, Tschüss!‘ eben mit ‚Schlaf gut‘, antwortete, als sie mir viel Spaß in der Schule wünschte.

Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier. Gerade in meiner Familie, die dazu neigt sich erst dann festzulegen, wenn es um Leib und Leben geht, sind mir diese Rituale wichtig. Denn Gewohnheiten bringen ein wenig Ruhe in unser sonst so spontanes Leben. Und weil es eben ein Ritual ist, gab es am Ostersonntag natürlich doch noch Ostereier. Zwar etwas später als sonst, aber der Osterhase hat an dem Tag ja auch wahnsinnig viel zu tun.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Apr 5, 2016
Autor: Katha
Rubrik: studium
Apr 5, 2016

100 erste Tage an der Uni

From Rome with love

Wenn ich aus dem Fenster blicke, sehe ich ein tiefes, klares Maar, das ist eine trichterförmige Mulde, die durch vulkanische Gasexplosion entsteht, und einen wunderschönen blauen Himmel. Wo ich mich gerade befinde? In der Stadt Rocco di Papa in der Nähe von Rom. Ich nehme hier an einer einwöchigen Latein-Akademie teil und konnte so dem grauen deutschen Frühlingswetter entfliehen. Neben lateinischen Texten geht es hier auch um philosophische Themen wie die Ansichten des Philosophen Thomas von Aquin über das menschliche Handeln.

Nicht nur das Wetter und die italienische Hausmannskost gefallen mir hier also, sondern vor allem die interessanten Vorträge der überaus brillanten Referenten, die Diskussionen mit den anderen Teilnehmern und die spannenden Exkursionen. So werden wir in den kommenden Tagen die historische Stadt Ostia besuchen, einen Blick hinter die Mauern des Vatikans werfen können und Rom besichtigen. Da zu dieser Jahreszeit noch nicht allzu viele Touristen in der Hauptstadt Italiens sind, wird das hoffentlich relativ entspannt.

Alle Sorgen und Probleme, die ich mit meinem Jurastudium habe, rücken in den Hintergrund und, obwohl ich gerade einmal die Hälfte von dem verstehe, was referiert wird, fühle ich mich abends mental völlig zerschlagen. Ich merke einfach, dass mein Kopf hier zum Denken gezwungen wird. Ganz im Gegenteil zu meinem Studium, bei dem es mir häufig so vorkommt, als müsste ich nur stupide Dinge abarbeiten.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Apr 4, 2016
Autor: Bo
Rubrik: studium
Apr 4, 2016

100 erste Tage an der Uni

Urlaubslust

Nach sechs scheinbar endlosen Wochen ist die Klausurenphase endlich vorbei. Das Gefühl, mit ruhigem Gewissen lesen, fernsehen und ausgiebig kochen zu können ist einfach überwältigend, wenn man eineinhalb Monate nur davon träumen konnte. Und schon jetzt bin ich überzeugt, im für mich am besten passenden Studiengang gelandet zu sein. Denn schon nach dieser ersten Klausurenphase zeigt sich deutlich, dass es einigen meiner Kommilitonen etwas schwerer fiel, das verlangte Pensum zu bewältigen. Ich habe mich zwar auch alles andere als bravourös oder gar musterschülermäßig geschlagen, bin aber trotzdem relativ zufrieden mit meinen Ergebnissen.

Sechs von sieben Klausuren habe ich bestanden. In Höherer Mathematik durchzufallen, gehört ja schon fast zum guten Ton an der RWTH – rede ich mir zumindest ein. Doch genug von den Klausuren: Ein Blick in meinen Kalender für die nächsten drei Wochen zeigt mir, dass ich ziemlich viel geplant habe. Ich habe allen Urlaubs- und Kurztripvorschlägen von Familie und Freunden begeistert zugestimmt und nun ist dabei ein mehr oder weniger lückenlos verplanter Zeitraum zustande gekommen. Darüber bin ich eigentlich auch ganz froh, denn wenn man nach dem Lernstress auf einmal gar nichts mehr vorhat, kommt schnell Langweile auf – und damit kann ich nicht gut umgehen.

Zum Glück geht es also nach einem dreitägigen Besuch in Heidelberg direkt weiter in den Familienurlaub. Kaum von da zurück darf ich auch schon mit meinem Freund nach Rom fliegen: Ich freue mich unglaublich auf die nächsten Wochen!

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Mar 30, 2016
Autor: Katha
Rubrik: studium
Mar 30, 2016