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100 erste Tage an der Uni

From Rome with love

Wenn ich aus dem Fenster blicke, sehe ich ein tiefes, klares Maar, das ist eine trichterförmige Mulde, die durch vulkanische Gasexplosion entsteht, und einen wunderschönen blauen Himmel. Wo ich mich gerade befinde? In der Stadt Rocco di Papa in der Nähe von Rom. Ich nehme hier an einer einwöchigen Latein-Akademie teil und konnte so dem grauen deutschen Frühlingswetter entfliehen. Neben lateinischen Texten geht es hier auch um philosophische Themen wie die Ansichten des Philosophen Thomas von Aquin über das menschliche Handeln.

Nicht nur das Wetter und die italienische Hausmannskost gefallen mir hier also, sondern vor allem die interessanten Vorträge der überaus brillanten Referenten, die Diskussionen mit den anderen Teilnehmern und die spannenden Exkursionen. So werden wir in den kommenden Tagen die historische Stadt Ostia besuchen, einen Blick hinter die Mauern des Vatikans werfen können und Rom besichtigen. Da zu dieser Jahreszeit noch nicht allzu viele Touristen in der Hauptstadt Italiens sind, wird das hoffentlich relativ entspannt.

Alle Sorgen und Probleme, die ich mit meinem Jurastudium habe, rücken in den Hintergrund und, obwohl ich gerade einmal die Hälfte von dem verstehe, was referiert wird, fühle ich mich abends mental völlig zerschlagen. Ich merke einfach, dass mein Kopf hier zum Denken gezwungen wird. Ganz im Gegenteil zu meinem Studium, bei dem es mir häufig so vorkommt, als müsste ich nur stupide Dinge abarbeiten.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Apr 4, 2016
Autor: Bo
Rubrik: studium
Apr 4, 2016

100 erste Tage an der Uni

Urlaubslust

Nach sechs scheinbar endlosen Wochen ist die Klausurenphase endlich vorbei. Das Gefühl, mit ruhigem Gewissen lesen, fernsehen und ausgiebig kochen zu können ist einfach überwältigend, wenn man eineinhalb Monate nur davon träumen konnte. Und schon jetzt bin ich überzeugt, im für mich am besten passenden Studiengang gelandet zu sein. Denn schon nach dieser ersten Klausurenphase zeigt sich deutlich, dass es einigen meiner Kommilitonen etwas schwerer fiel, das verlangte Pensum zu bewältigen. Ich habe mich zwar auch alles andere als bravourös oder gar musterschülermäßig geschlagen, bin aber trotzdem relativ zufrieden mit meinen Ergebnissen.

Sechs von sieben Klausuren habe ich bestanden. In Höherer Mathematik durchzufallen, gehört ja schon fast zum guten Ton an der RWTH – rede ich mir zumindest ein. Doch genug von den Klausuren: Ein Blick in meinen Kalender für die nächsten drei Wochen zeigt mir, dass ich ziemlich viel geplant habe. Ich habe allen Urlaubs- und Kurztripvorschlägen von Familie und Freunden begeistert zugestimmt und nun ist dabei ein mehr oder weniger lückenlos verplanter Zeitraum zustande gekommen. Darüber bin ich eigentlich auch ganz froh, denn wenn man nach dem Lernstress auf einmal gar nichts mehr vorhat, kommt schnell Langweile auf – und damit kann ich nicht gut umgehen.

Zum Glück geht es also nach einem dreitägigen Besuch in Heidelberg direkt weiter in den Familienurlaub. Kaum von da zurück darf ich auch schon mit meinem Freund nach Rom fliegen: Ich freue mich unglaublich auf die nächsten Wochen!

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Mar 30, 2016
Autor: Katha
Rubrik: studium
Mar 30, 2016

100 erste Tage an der Uni

Der vierte Mitbewohner

Lieber vierter Mitbewohner,

ich finde, manchmal schenken wir dir in der WG zu wenig Beachtung. Deshalb widme ich dir nun dieser Blogbeitrag.

Du bist wirklich ein super Typ und ich bin froh, dass es dich gibt! Diese Wohnung wäre so leer ohne dich und wenn ich heimkomme und du, egal ob Tag oder Nacht, auf mich wartest, freue ich mich sehr. Sicherlich hast du es nicht immer leicht mit uns. Wir sind manchmal ziemlich laut, die Bude riecht nach Rauch und es ist dir entweder zu warm oder zu kalt. Ab und zu bist du vielleicht auch ziemlich hungrig und wieder einmal hat keiner deiner Mitbewohner für dich gekocht. Ab und an wirkst du richtig traurig, wenn du auf dem Fensterbrett sitzt und auf die Straße vor unserem Haus blickst. Häufig kommt es vor, dass du mit uns chillen möchtest, aber wir gerade keinen Bock auf dich haben und dich ausgrenzen. Für all das möchte ich mich entschuldigen. Du musst wissen, dass es auch nicht immer leicht mit dir ist! Vor allem, wenn du einfach so aus heiterem Himmel dein Geschäft im Flur erledigst. Das ist echt nicht so cool und für alle Anwesenden eine wahre Herausforderung. Oder wenn du im Morgengrauen anfängst, an meinen Zehen zu knabbern. Kommt das vielleicht noch daher, dass du früher nicht so viel zu Essen hattest? Ich frage mich, ob du manchmal deine alte Heimat vermisst? Die Straße? Den Regen? Die Sonne? Die Kälte?

Lieber Kater Mamali, du sollst wissen, dass wir dich genau so mögen, wie du bist und froh sind, dass du hier bist. Ich hoffe, du siehst das genauso und ziehst noch nicht so bald aus.

dein Mitbewohner Ferdinand

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Mar 24, 2016
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Mar 24, 2016