interaktiv

100 erste Tage an der Uni

Komparsenjob

Autor:
Ferdinand

Rubrik:
studium

05.04.2016

Seit Jahren schon bin ich bei einer großen Komparsenagentur im Internet angemeldet. Eine Anfrage bekam ich bisher noch nie. Doch dann wurde ich von den Mitarbeitern der Agentur angeschrieben. Sie fragten mich, ob ich Zeit und Lust hätte, am Set einer großen Primetime-Krimiserie mitzuwirken. Ich sagte natürlich sofort begeistert zu. Nachdem mein Profil der Regie und den Verantwortlichen des Films vorgelegt wurde, erhielt ich den Job und einige Infos über den Ablauf des Drehs. Zusammen mit anderen Komparsen sollte ich ein Lied singen.

Mit den anderen circa 15 Komparsen, die auch noch beim Dreh in einer Kneipe dabei waren, kam ich recht schnell ins Gespräch. Die meisten waren schon alte Hasen und hatten von der Reality Soap bis zum Blockbuster schon alles durch. Einer erzählte mir zum Beispiel, dass er einmal einen KZ-Häftling spielen musste und dass es in den dünnen Klamotten bitterkalt gewesen war. Eine andere schwärmte von den Dreharbeiten zu der Fernsehserie „Timm Thaler“, wo alle schöne historische Kostüme tragen durften.

Es war eine echte Freude zu sehen, wie gut alles organisiert war und wie alle Räder dieser großen Produktion ineinander griffen. Der Regisseur nahm sich viel Zeit, um vor dem Dreh noch einmal vor allen Komparsen zu sprechen. Ihm wären die Komparsen sehr wichtig, erklärte er uns, und speziell in dieser Szene ging es ihm darum, alle unsere Gesichter auch von Nahem zu filmen. Sehr spannend fand ich es auch, die Schauspieler, deren Gesichter man ja aus dem Fernsehen kennt, einmal im realen Leben zu beobachten. Rauchen sie in einer Drehpause? Wie unterhalten sie sich untereinander? Mir hat es auf jeden Fall viel Spaß gemacht, mal wieder vor einer Kamera zu stehen und ich hoffe schon jetzt auf weitere Drehanfragen.

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