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100 erste Tage an der Uni

Floskelrebellen

„Wir sehen uns auf jeden Fall wieder!“, ist wohl eine der am häufigsten gebrochenen Floskeln der Welt. Wie oft hört man diesen Satz oder sagt ihn auch selber und meint ihn dabei mal mehr, mal weniger ernst? Eindeutig zu oft. Denn meistens bleibt man, dank sozialer Medien, zwar noch ein wenig in Kontakt, die Möglichkeit mal eben eine nette Nachricht abzusetzen ist ja immer da. Trotzdem versickert der Austausch meistens schnell irgendwo zwischen Vergesslichkeit, Bequemlichkeit und einem immer leiser rufenden schlechten Gewissen.

Doch diesem ungeschriebenen Gesetz zum Trotz schafft es immer mal wieder eine Gruppe solcher Floskelrebellen, sich nach einem solchen Ausspruch tatsächlich noch einmal zusammenzufinden, ein paar Tage gemeinsam zu verbringen und die alten Zeiten wieder aufleben zu lassen.

Eine dieser Gruppen ist unsere Frankreich-Gemeinschaft, also die Menschen, die ich während meines Freiwilligendienstes kennengelernt habe. Gemeinsam haben wir unglaublich interessante Seminare erlebt, die uns als Gruppe auf bemerkenswerte Weise zusammengeschweißt haben – und das, obwohl wir uns in dem gesamten Jahr nur drei Mal gesehen haben und inzwischen über ganz Deutschland verteilt leben. Voller Optimismus, dass das auch weiterhin so bleibt, schreibe ich diesen Text gerade von einem dieser Treffen aus, das in einem Vorort von Heidelberg stattfindet. Mit den gemeinsamen Kochaktionen, Lagerfeuermusik und den französischen Sprüchen, die zu so etwas wie einer Tradition in unserer Gruppe geworden sind, fühlt es sich schon wieder ziemlich vertraut an. Der einzige gravierende Unterschied ist eigentlich, dass wir zum Draußenschlafen diesmal ein Zelt haben …

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Apr 6, 2016
Autor: Katha
Rubrik: studium
Apr 6, 2016

100 erste Tage an der Uni

Komparsenjob

Seit Jahren schon bin ich bei einer großen Komparsenagentur im Internet angemeldet. Eine Anfrage bekam ich bisher noch nie. Doch dann wurde ich von den Mitarbeitern der Agentur angeschrieben. Sie fragten mich, ob ich Zeit und Lust hätte, am Set einer großen Primetime-Krimiserie mitzuwirken. Ich sagte natürlich sofort begeistert zu. Nachdem mein Profil der Regie und den Verantwortlichen des Films vorgelegt wurde, erhielt ich den Job und einige Infos über den Ablauf des Drehs. Zusammen mit anderen Komparsen sollte ich ein Lied singen.

Mit den anderen circa 15 Komparsen, die auch noch beim Dreh in einer Kneipe dabei waren, kam ich recht schnell ins Gespräch. Die meisten waren schon alte Hasen und hatten von der Reality Soap bis zum Blockbuster schon alles durch. Einer erzählte mir zum Beispiel, dass er einmal einen KZ-Häftling spielen musste und dass es in den dünnen Klamotten bitterkalt gewesen war. Eine andere schwärmte von den Dreharbeiten zu der Fernsehserie „Timm Thaler“, wo alle schöne historische Kostüme tragen durften.

Es war eine echte Freude zu sehen, wie gut alles organisiert war und wie alle Räder dieser großen Produktion ineinander griffen. Der Regisseur nahm sich viel Zeit, um vor dem Dreh noch einmal vor allen Komparsen zu sprechen. Ihm wären die Komparsen sehr wichtig, erklärte er uns, und speziell in dieser Szene ging es ihm darum, alle unsere Gesichter auch von Nahem zu filmen. Sehr spannend fand ich es auch, die Schauspieler, deren Gesichter man ja aus dem Fernsehen kennt, einmal im realen Leben zu beobachten. Rauchen sie in einer Drehpause? Wie unterhalten sie sich untereinander? Mir hat es auf jeden Fall viel Spaß gemacht, mal wieder vor einer Kamera zu stehen und ich hoffe schon jetzt auf weitere Drehanfragen.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Apr 5, 2016
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Apr 5, 2016

100 erste Tage an der Uni

Traditionen

Jedes Jahr zu Ostern hat meine Mutter bisher den Osterhasen gespielt. Selbst als meine Geschwister und ich älter wurden, hielt sie daran fest. Selbst als ich das erste Mal über Ostern nicht mit meiner Familie zusammen war, hatte der Osterhase ein kleines Nest für mich versteckt.

Dieses Jahr war der Osterhase allerdings das erste Mal krank, sodass wir morgens nach dem Aufstehen zunächst weniger zu tun hatten, als gedacht. Mir fiel zum ersten Mal an dieser Stelle auf, dass wir wirklich Familientraditionen haben. Bisher hatte ich gedacht, dass wir abgesehen vom Weihnachtsabend wenige wiederkehrende regelmäßige Rituale haben. Doch plötzlich fielen mir auch ein paar andere Dinge ein – wie das morgendliche Brötchenholen im Urlaub, das bei uns schon fast unverzichtbar geworden ist, das ungeschriebene Gesetz, während der Tagesschau nicht zu quatschen oder der Abschiedsgruß ‚Schlaf gut‘, der, seit ich meiner Mutter eines morgens anstatt mit ‚Danke, Tschüss!‘ eben mit ‚Schlaf gut‘, antwortete, als sie mir viel Spaß in der Schule wünschte.

Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier. Gerade in meiner Familie, die dazu neigt sich erst dann festzulegen, wenn es um Leib und Leben geht, sind mir diese Rituale wichtig. Denn Gewohnheiten bringen ein wenig Ruhe in unser sonst so spontanes Leben. Und weil es eben ein Ritual ist, gab es am Ostersonntag natürlich doch noch Ostereier. Zwar etwas später als sonst, aber der Osterhase hat an dem Tag ja auch wahnsinnig viel zu tun.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Apr 5, 2016
Autor: Katha
Rubrik: studium
Apr 5, 2016