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100 erste Tage an der Uni

Im Gespräch mit Béla Réthy

Angesichts des Leipziger Journalistenforums kam der berühmte ZDF-Fußballkommentator Béla Réthy an die Universität. Der Hörsaal war natürlich bis zum Bersten gefüllt. Im Gespräch mit Béla Réthy, das von zwei jungen Studentinnen moderiert wurde, ging es selbstverständlich ganz viel um Fußball. Es war großartig, den Humor des Star-Journalisten einmal live zu erleben. Er sagte Sätze wie: „Das ist undankbar, Jürgen [Klopp] nach einer Niederlage zu begegnen, dann sieht er aus wie ein Alligator, der nicht gegessen hat“ oder „Ja, in Mathe hatte ich ne 5 im Abi und trotzdem habe ich Karriere gemacht.“

Auf die Frage, warum Menschen immer noch Fußball gucken würden, antwortete er, dass es nach wie vor der Reiz des Augenblicks sei, der den Sport ausmache, auch wenn die Sportart sich mit der Zeit natürlich verändert habe und schneller und athletischer geworden sei. Dennoch gab es auch Kritik von Béla Réthy, der seit 45 Jahren in Deutschland lebt, aber in Ungarn geboren wurde, und die ersten Jahre seines Lebens in Brasilien verbrachte. So drückte er zwar seine Freude darüber aus, dass Leipzig mit Red Bull Leipzig nun einen Verein hat, der in die erste Liga aufsteigen wird, kritisierte jedoch auch, dass der Fußball immer kapitalistischer werde.

Er erzählte zudem einige lustige Anekdoten aus seinem Job: Zum Beispiel über den Bildausfall bei der EM 2008 oder die verlorenen Notizen beim EM-Endspiel Deutschland gegen Tschechien 1996, die er in der Not spontan aus dem Kopf auf einen fettigen Pizzakarton niederschrieb.

Auf die Frage, wer denn wohl Europameister 2016 wird, musste er nicht lange überlegen. Und vielleicht kommt es ja wirklich so und in einem Monat wird aus Millionen von Fernsehern in Biergärten, auf Balkonen und in Wohnzimmern die Stimme eines gewissen ungarisch-brasilianisch-deutschen Sportjournalisten rufen: „Das ist es! Das ist es! Deutschland ist Europameister 2016!“

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  May 27, 2016
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
May 27, 2016

100 erste Tage an der Uni

Öffentlicher Nahverkehr in Rom

Rom hat im öffentlichen Nahverkehr viel zu bieten. Es fahren eine U-Bahn, eine Straßenbahn, die ganz normale Bahn und jede Menge Busse.

Der Haken an der Sache ist jedoch, dass die römischen Verkehrsbetriebe mit der Bereitstellung all dieser Transportmittel offensichtlich so viel zu tun haben, dass keine Zeit mehr für die Fahrpläne ist, es gibt nämlich keine. Das erfuhren wir allerdings erst, als wir in unserem festen deutschen Glauben an Plan und Ordnung mehrfach bei der Touristeninformation nachfragten, wo man denn einen Fahrplan bekäme. Immerhin gibt es Linienpläne für die U-Bahn und vereinzelt Karten für die Straßenbahnen – obwohl ich den Eindruck hatte, dass längst nicht alle Straßenbahnen auf den Karten verzeichnet sind.

Sollte man per Zufall mal eine Bushaltestelle finden, den Tafeln eine hilfreiche Buslinie entnehmen können und dann auch noch so lange ungewiss ausharren, bis das Gefährt tatsächlich kommt, muss man sich obendrein in einen bereits überfüllten Bus quetschen, der an jeder Haltestelle noch voller wird. Also haben wir in Rom so viel wie möglich zu Fuß besucht und für unsere Fahrt zum Flughafen genügend Zeit eingerechnet.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  May 18, 2016
Autor: Katha
Rubrik: studium
May 18, 2016

100 erste Tage an der Uni

Klischees

Es gibt zahlreiche Klischees gerade über Jurastudierende: Äußerlich besticht der angehende Jurist angeblich durch eine Auswahl an exakt gleichen Pullovern und Hemden in verschiedensten Farben. Dabei ist wichtig, dass alle Modelle von der gleichen Marke hergestellt werden. Diese Marke, die auch liebevoll Grundausstatter genannt wird, ist meist durch einen kleinen Reiter an der linken Brust zu erkennen. Die Beine werden entweder von einer dunklen Jeans oder einer roten, grünen oder beigen Chino-Hose verdeckt. An den Füßen trägt der „typische Jurist“ entweder Leder-Segelschuhe oder Ballerinas. Schmuck ist dezent gewählt: Die Studentinnen tragen Perlen und die Studenten Uhren im Wert eines Gebrauchtwagens. Besonders das hochgeföhnte und mit Gel fixierte Haarkunstwerk bei den männlichen Kommilitonen ist charakterisierend. An Accessoires darf natürlich die große, leicht eckige Brille nicht fehlen und der Schal mit Karomuster. Außerdem haben alle Jurastudierenden natürlich einen höchst wohlklingenden Namen wie zum Beispiel Konstantin, Maximiliane, Alexander-Wilhelm oder Charlotte-Sophie. Etwas anderes würde einfach nicht zu dem späteren Titel passen.

Soviel zu den Klischees. Ich habe in Heidelberg viele Jurastudierende kennengelernt und ja, auf einige trifft die Beschreibung vielleicht zu, aber insgesamt sind die Studierenden meines Fachs auch die nettesten und umgänglichsten Leute, die ich je kennengelernt habe. Man sollte also nicht zu viel auf Klischees und Vorurteile geben.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  May 17, 2016
Autor: Bo
Rubrik: studium
May 17, 2016