interaktiv

100 erste Tage an der Uni

Klischees

Autor:
Bo

Rubrik:
studium

17.05.2016

Es gibt zahlreiche Klischees gerade über Jurastudierende: Äußerlich besticht der angehende Jurist angeblich durch eine Auswahl an exakt gleichen Pullovern und Hemden in verschiedensten Farben. Dabei ist wichtig, dass alle Modelle von der gleichen Marke hergestellt werden. Diese Marke, die auch liebevoll Grundausstatter genannt wird, ist meist durch einen kleinen Reiter an der linken Brust zu erkennen. Die Beine werden entweder von einer dunklen Jeans oder einer roten, grünen oder beigen Chino-Hose verdeckt. An den Füßen trägt der „typische Jurist“ entweder Leder-Segelschuhe oder Ballerinas. Schmuck ist dezent gewählt: Die Studentinnen tragen Perlen und die Studenten Uhren im Wert eines Gebrauchtwagens. Besonders das hochgeföhnte und mit Gel fixierte Haarkunstwerk bei den männlichen Kommilitonen ist charakterisierend. An Accessoires darf natürlich die große, leicht eckige Brille nicht fehlen und der Schal mit Karomuster. Außerdem haben alle Jurastudierenden natürlich einen höchst wohlklingenden Namen wie zum Beispiel Konstantin, Maximiliane, Alexander-Wilhelm oder Charlotte-Sophie. Etwas anderes würde einfach nicht zu dem späteren Titel passen.

Soviel zu den Klischees. Ich habe in Heidelberg viele Jurastudierende kennengelernt und ja, auf einige trifft die Beschreibung vielleicht zu, aber insgesamt sind die Studierenden meines Fachs auch die nettesten und umgänglichsten Leute, die ich je kennengelernt habe. Man sollte also nicht zu viel auf Klischees und Vorurteile geben.

Diesen Artikel teilen

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Das hilft uns, dir ein gutes Nutzungserlebnis zu bieten und unsere Website zu verbessern. Wenn du durch die Seiten surfst, erklärst du dich hiermit einverstanden. Hier erfährst du mehr über die Nutzung deiner Daten und Möglichkeiten zum Widerspruch.