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100 erste Tage an der Uni

Summer University

Vor einiger Zeit überlegte ich mir, dass ich meine Aufmerksamkeit mal wieder einer sinnvollen Sache widmen könnte. Da ich im Flüchtlingsheim aufgrund meiner ungünstig gelegenen Vorlesungen nicht mehr helfen konnte, suchte ich nach einer anderen Aufgabe. Ich erkundigte mich zunächst im Internet über Möglichkeiten, sich in Aachen zu engagieren und stieß auf AEGEE, einen Verein, der in fast allen größeren Städten Europas verteten ist und dessen Mitglieder (überwiegend Studierende) sich für kulturellen Austausch einsetzen und für gemeinsame Events mit anderen Europäern zusammentun.
Um mir das genauer anzuschauen, ging ich zum wöchentliches Stammtisch, bei dem ich einen Überblick über aktuelle Aktivitäten gewann. Der Verein suchte gerade nach Leuten, die Lust hatten, die diesjährige Summer University, ein zweiwöchiges Event in Aachen zu organisieren. Weil ich voller Tatendrang war, ließ ich mich als Hauptorganisator eintragen.
Anfang Juni hatten wir 20 Studierende aus der Ukraine, aus Spanien, aus Lettland und noch circa 15 anderen Ländern zu Besuch, denen wir Deutschland näher brachten.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Jul 4, 2016
Autor: Katha
Rubrik: studium
Jul 4, 2016

100 erste Tage an der Uni

Willkommen im FSR!

In meinen ersten paar Monaten an der Uni habe ich schon viel von den ominösen Buchstaben FSR gehört: dem Fachschaftsrat. Und bald bin ich selbst ein Mitglied des Rates.
Der FSR Slawistik an der Uni Leipzig bestand zuletzt nur noch aus einem Mitglied. Ein Bekannter schlug mir vor, mich zur Wahl aufstellen zu lassen, schließlich wäre das etwas für mich. Da der Fachschaftsrat der Slawistik nicht sonderlich groß ist und es auch nicht allzu viele Kandidaten gab, ist es nach der Auszählung nun offiziell: ab kommendem Oktober bin ich dabei.
Dann muss ich mich nicht nur um die Umsetzung der alljährlichen Slawisten-Weihnachtsfeier kümmern, sondern sitze auch in Gremien mit den Professoren und kann zum Beispiel die Prüfungsordnung bearbeiten. Insgesamt ist der Fachschaftsrat also durchaus einflussreich. Es geht im Allgemeinen darum, als Schnittstelle zwischen Studierenden und Dozierenden aufzutreten und die Interessen der Kommilitonen zu vertreten. Spannend ist, dass das Engagement in der Regel nicht nur Spaß macht, sondern sich auch lohnt: Nach einem Jahr hat man Anspruch auf ein halbes Jahr länger BAFöG.
Ich bin sehr glücklich über meine Wahl und gespannt, wie die Zusammenarbeit mit den anderen wohl wird – auch wenn ich etwas Angst habe, dass es doch zu anstrengend wird. Demnächst werde ich auf jeden Fall meinen ersten Einsatz als zukünftiger FSR haben und beim Sommerfest der Slawistik und einiger anderer Geisteswissenschaften beim Aufbau helfen.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Jun 30, 2016
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Jun 30, 2016

100 erste Tage an der Uni

Tagaktiv

Manchmal werde ich von meinen Kommilitonen oder Freunden dafür beneidet, dass ich offensichtlich morgens der fitteste Mensch der Welt bin und kaum Stress mit dem Aufstehen habe. Dafür bin ich auch sehr dankbar. Damit einher geht allerdings auch, dass ich abends immer müde bin. Sobald es auf 20 oder 21 Uhr zugeht, kann ich einfach nicht mehr produktiv arbeiten. Im Gengensatz zu meinem Mitbewohner, der sich völlig entspannt die ganze Nacht um die Ohren schlagen kann, wenn Klausuren oder Präsentationen anstehen, und dabei auch noch wirklich effizient ist.

Praktisch sind diese Eigenheiten für den Tagesablauf in unserer WG auf jeden Fall. Denn obwohl wir uns zu dritt eine Dusche teilen, hatte ich noch nie das Problem, dass das Bad morgens besetzt war als ich gerade rein wollte. Auf der anderen Seite ist es aber relativ schwierig, spontan mit meinen Mitbewohnern ins Quatschen zu geraten, weil ich sie schlicht nicht sehe. Morgens schlafen sie noch, dann bin ich bis abends in der Uni und habe danach meistens noch etwas vor. Wenn ich dann heim komme, falle ich direkt ins Bett. Und am Wochenende sind wir alle drei fast nie in Aachen. Trotzdem schaffen wir es ab und an, gemeinsam zu kochen oder einen Film zu schauen, wobei ich immer wieder merke, wie viel Glück ich hatte, in diese WG einziehen zu können. Wir verstehen uns nach wie vor richtig gut und das, obwohl wir vor meinem Einzug nur einmal geskypet haben. Damals war ich noch bei meinem Freiwilligendienst in Frankreich und hatte kein Internet in meinem Zimmer. Ich saß deshalb in der Sakristei des angeschlossenen Klosters, durch die in unregelmäßigen Abständen Nonnen liefen, während ich mehr oder weniger vergeblich versuchte, weder das große Holzkreuz auf der einen, noch das bereitliegende Priestergenwand auf der anderen Seite im Bildschirm erscheinen zu lassen.

Ich glaubte damals aufgrund der kuriosen Situation nicht an einen Erfolg. Im Endeffekt fanden wir uns aber dann doch sympathisch und nun leben wir inzwischen seit sieben Monaten in einer wirklich angenehmen WG zusammen.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Jun 28, 2016
Autor: Katha
Rubrik: studium
Jun 28, 2016