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100 erste Tage an der Uni

Ein neuer Blick

Durch mein Seminar „Einführung in die Architektur und Urbanistik“ nehme ich die Gebäude in Leipzig mittlerweile ganz anders wahr. Vor allem die zwei Exkursionen, die wir bislang gemacht haben, halfen mir dabei, meinen Blick zu verändern.
Einmal beschäftigten wir uns mit der Alten Handelsbörse – natürlich direkt vor Ort. Es war spannend zu erfahren, welchen Wandel das Gebäude durchlebt hat: Es ist eines der ältesten Barockbauwerke der Stadt und diente früher als Versammlungsraum für Kaufleute. Im zweiten Weltkrieg brannte es komplett ab und wurde schließlich neu aufgebaut. Auch der Großteil der anderen vermeintlich alten Gebäude ist allem Anschein nach nur ein Nachbau. Doch ist das verwerflich? Muss diese Tatsache kenntlich gemacht werden, mit einem Schild oder im Baustil? Hier spalteten sich die Meinungen.
Ich sah an diesem Tag den Marktplatz, wie noch nie zuvor: diese alten, wiederaufgebauten Gebäude, das total zusammengestückelte Rathaus, der DDR-Plattenbau und die modernen Glasfronten der heutigen Kaufhäuser – all das ein wahrer Spiegel der Geschichte!
Ein anderes Mal besuchten wir die Thomaskirche und wandten dort vor allem die bereits gelernten Fachbegriffe an. Pilaster, Maßwerk, Thympanon und so weiter. Es war sehr schön, das erlernte Wissen tatsächlich auch mal anzuwenden.
Nun freue ich mich auf die nächste Sitzung, wo wir die Alte Messe besuchen werden. Ich bin gespannt, was mich erwartet und darauf, noch mehr von meiner Stadt in einem neuen Blickwinkel zu sehen.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Jul 11, 2016
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Jul 11, 2016

100 erste Tage an der Uni

Die Sorben an der Uni Leipzig

In meinem Auslandsjahr in Prag traf ich das erste Mal eine Sorbin. Aber was genau zeichnet eigentlich dieses Völkchen aus, von dem viele Deutsche kaum etwas mitbekommen?
Die Sorben sind eine nationale Minderheit in Deutschland. Sie leben im östlichen Sachsen in der Lausitz, an den Grenzen zu Tschechien und Polen, und gelten als das westlichste slawische Volk. Auch Leipzig war einmal von Sorben bewohnt. Die Muttersprache vieler Kinder in der Lausitz ist bis heute tatsächlich Sorbisch, wobei es ein Unter- und ein Niedersorbisch gibt. Es gibt natürlich einige deutsche Einflüsse auf die Sprache, aber ohne Kenntnisse einer slawischen Sprache ist sie trotzdem nicht zu verstehen.
Da die rund 60.000 Sorben unter das Minderheitenschutzgesetz fallen, gibt es zudem verschiedene Sonderregelungen: So sind etwas die Straßenschilder in der Region von Bautzen und Cottbus zweisprachig und vor Gericht oder auf dem Standesamt darf auch Sorbisch gesprochen werden. Und an der Uni Leipzig gibt es das Institut für Sorabistik. Hier werden vor allem junge Lehrer für die Sprache ausgebildet.
Soweit ich mitbekommen habe, sind die Sorben sehr stolz auf ihre Herkunft. Es gibt sorbische Schulen, Zeitungen und Fernsehsendungen. Und in der Regel sprechen sie auch untereinander sorbisch, obwohl sie natürlich auch fließend deutsch können. Ich genieße es, manchmal in der Mensa den Sorben zu lauschen und zu merken, dass ich mit meinen Tschechisch-Kenntnissen doch einiges verstehe. Demnächst werde ich wohl auch einmal einen Ausflug in die Lausitz unternehmen.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Jul 5, 2016
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Jul 5, 2016

100 erste Tage an der Uni

Summer University

Vor einiger Zeit überlegte ich mir, dass ich meine Aufmerksamkeit mal wieder einer sinnvollen Sache widmen könnte. Da ich im Flüchtlingsheim aufgrund meiner ungünstig gelegenen Vorlesungen nicht mehr helfen konnte, suchte ich nach einer anderen Aufgabe. Ich erkundigte mich zunächst im Internet über Möglichkeiten, sich in Aachen zu engagieren und stieß auf AEGEE, einen Verein, der in fast allen größeren Städten Europas verteten ist und dessen Mitglieder (überwiegend Studierende) sich für kulturellen Austausch einsetzen und für gemeinsame Events mit anderen Europäern zusammentun.
Um mir das genauer anzuschauen, ging ich zum wöchentliches Stammtisch, bei dem ich einen Überblick über aktuelle Aktivitäten gewann. Der Verein suchte gerade nach Leuten, die Lust hatten, die diesjährige Summer University, ein zweiwöchiges Event in Aachen zu organisieren. Weil ich voller Tatendrang war, ließ ich mich als Hauptorganisator eintragen.
Anfang Juni hatten wir 20 Studierende aus der Ukraine, aus Spanien, aus Lettland und noch circa 15 anderen Ländern zu Besuch, denen wir Deutschland näher brachten.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Jul 4, 2016
Autor: Katha
Rubrik: studium
Jul 4, 2016