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100 erste Tage an der Uni

Zeit für eine Onlineübertragung

Manchmal habe ich das Gefühl, dass einige meiner Professoren gar nicht wollen, dass ich die Klausuren bestehe. Insbesondere mein Mechanikprofessor gibt sich meiner Meinung nach nicht besonders viel Mühe bei seinen Vorlesungen. Erklärfaul ersetzt er fast jede Erläuterung durch Wörter wie „eben“, „natürlich“, „dementsprechend“, als wäre die gesamte Vorlesungsreihe selbsterklärend.
Gekrönt wird das nur noch vom E-Technik Institut, das für 1.200 Studierende nur einen Professor bereitstellt, der zweimal in der Woche eine schlecht aufbereitete und fehlerhafte PowerPoint-Präsentation auf eine derart einschläfernde Art vorträgt, dass in seiner Vorlesung im Durchschnitt nur noch etwa 200 Studierende sitzen. Die Studierenden sitzen meiner Einschätzung nach auch nur deshalb in der Vorlesung, weil es am Lehrstuhl ansonsten nur noch eine Veranstaltung gibt. Eine Übung, die nur 800 Plätze bietet – und diese zum Teil in einem zweiten Hörsaal, in dem ein Live-Stream gesendet wird. Ich frage mich, warum man dafür überhaupt noch in die Uni kommen muss. Mit dem heutigen Stand der Technik müsste es doch auch möglich sein, diese Übung online zu übertragen.
Ihr seht, mich konnten einzelne Institute noch nicht gänzlich von ihren Lehrkonzepten überzeugen. Studieren macht trotzdem ziemlich viel Spaß. Und solange die Klausuren noch nicht direkt vor der Tür stehen, habe ich ja auch noch Zeit, mir den Stoff anderweitig anzueignen.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Jul 21, 2016
Autor: Katha
Rubrik: studium
Jul 21, 2016

100 erste Tage an der Uni

Bahnprobleme

Aktuell beschäftige ich mich mit einem höchst komplexen Problem. Es geht darum herauszufinden, wie man zuverlässig mit der Verspätung der deutschen Bahn kalkulieren kann. Wäre im Vorfeld klar, mit welcher Verzögerung man rechnen müsste, wäre mein Problem nämlich erheblich kleiner.
Meine Eltern wohnen auf dem Land, was bedeutet, dass ich nach einem Besuch eine halbe Stunde mit dem Auto zum nächsten Bahnhof gebracht werden muss. Eine halbe Stunde vorher muss ich also wissen, ob und wann der Zug fährt.
Meine Mutter erklärte sich Sonntagabend freundlicherweise bereit, mich zur Bahn zu bringen. Solange ich noch Datenvolumen hatte, konnte ich auf der halbstündigen Fahrt mitansehen, dass der Zug mit jedem Kilometer, den wir zurücklegten, durchschnittlich etwa zwei Minuten Verspätung aufbaute. Als wir am Bahnhof ankamen, war ich also schon bestens darüber informiert, dass ich noch 50 Minuten herumstehen würde. Deshalb blieb ich noch ein bisschen mit meiner Mutter im Auto sitzen. In etwa so lange wie ich brauchte, um festzustellen, dass meine Information inzwischen veraltet war. Nachdem wir nämlich circa 15 Minuten am Bahnhof gewartet hatten, gab die DB-App plötzlich an, dass der Zug nach Aachen ausfällt. Weil ich ihr keinerlei Informationen über einen Schienenersatzverkehr entnehmen konnte, fuhr ich mit meiner Mutter wieder nach Hause. Ich war also insgesamt eine Stunde mit dem Auto unterwegs und hatte zusätzlich noch eine Viertelstunde am Bahnhof gewartet, ohne am Ende meinem Ziel auch nur ein kleines Stückchen näher gekommen zu sein.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Jul 18, 2016
Autor: Katha
Rubrik: studium
Jul 18, 2016

100 erste Tage an der Uni

Prüfungsstress

Das Semester neigt sich dem Ende zu und meine Freude darüber ist gar nicht so groß, denn das bedeutet wieder einmal Prüfungsstress.
Zuerst erwartet mich eine Prüfung in Kunstgeschichte. Zwar bin ich mittlerweile relativ sicher beim Erkennen von Säulenformen und Tempelarten, dennoch werde ich wohl mit einem flauen Gefühl im Magen den Raum betreten. Ich hätte bestimmt noch mehr lernen können.
Daran schließt sich die mündliche Tschechischprüfung an. Auch hier gilt es, noch einiges auszuarbeiten und mir noch mehr Gedanken über mein Thema „In der Stadt und auf dem Land“ zu machen. Eine Mitarbeiterin der Karls-Universität Prag gab mir ziemlich gute Tipps, auf was ich bei dem Vortrag achten sollte. Sie hat nicht nur grammatikalische Fehler ausgemerzt, sondern auch angemerkt, dass ich deutlich langsamer sprechen sollte.
Ist die Prüfungswoche vorbei, werde ich wohl gleich wieder in die Bibliothek steuern, denn dann gilt es, noch eine Hausarbeit zu schreiben. Das Thema ist ein böhmisches Drama aus dem 14. Jahrhundert.
Sind diese zwölf Seiten Text aber erst einmal geschrieben, dann kann der Sommer für mich endlich losgehen!

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Jul 18, 2016
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Jul 18, 2016