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100 erste Tage an der Uni

Modernes Prüfsystem

Das Mechanik-Institut hat sich für die Klausuren etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Man hat sich überlegt, dass es doch viel einfacher wäre, wenn man die Klausuren von Computern korrigieren lassen würde. Dafür wurde extra ein kompliziertes neues Prüfsystem entwickelt. So können sich die Mitarbeiter des Instituts ganz entspannt zurücklehnen, während eine Software für sie die Klausuren korrigiert. Und auch die Studierenden müssen in der Klausur nur noch einen Wert in ein dafür vorgesehenes Feld am Computer eintippen und nicht einmal mehr einen Taschenrechner mit zur Klausur nehmen, da sie den vorinstallierten Taschenrechner am Computer benutzen dürfen. Das klingt toll, das klingt modern, dieses neue System!
Ist es auch – so lange man als Studierender dazu in der Lage ist, ein Gleichungssystem mit neun Unbekannten garantiert fehlerfrei zu lösen und das Ergebnis, bestehend aus etwa zwölf Variablen, sicher und schnell in einen völlig ungeeigneten Taschenrechner einzutippen. Ansonsten gibt es leider null Punkte – und man hat etwa 25 Prozent seiner Zeit auf diese Aufgabe verschwendet. Aber solange die Studierenden keine Fehler machen, ist das Prüfsystem wirklich ein Traum.
Blöderweise kann ich das besagte Gleichungssystem häufig nicht fehlerfrei lösen. Ich gehöre eher zu der Kategorie, die garantiert irgendwo einen Vorzeichendreher reinbringen oder aus Zeitdruck ein Komma falsch abschreiben. So kann die Aufgabe aus mechanischer Sicht völlig richtig gelöst worden sein – und trotzdem mit null Punkten bewertet werden. Ich bin also schon sehr auf diese moderne Prüfung gespannt.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Aug 29, 2016
Autor: Katha
Rubrik: studium
Aug 29, 2016

100 erste Tage an der Uni

Start der Sommerschule in Prag

Eine Woche bin ich nun schon wieder in Prag und genieße es sehr: Endlich kann ich wieder über die Karlsbrücke laufen, in der Metro sitzen und in meiner Stammkneipe ein Bier trinken.
Die Sommerschule slawischer Studien hat begonnen – und es gibt ein straffes Programm. Den Einstufungstest habe ich überraschend gut abgeschlossen, weshalb ich nun im höchstmöglichen Level bin. Das bedeutet täglich zweimal eine Dreiviertelstunde Sprachkurs für das Level B2+, eine Stunde Seminar und eine Vorlesung. Jeden Tag kann man aus zwei Vorlesungen wählen. Dadurch habe ich nun schon viel Neues über Themen aus Politik und Kultur in Tschechien gelernt, wenn es mir auch oft schwerfällt, den tschechischen Vorlesungen zu folgen. Wie früher in der Schule heißt es nach dem Unterricht: Hausaufgaben machen.
Zudem gibt es immer ein reiches Nachmittags- und Abendprogramm, zum Beispiel Sing- und Filmabende oder wir besuchen aktuelle Ausstellungen in den zahlreichen Museen.
Das Beste an der Sommerschule ist aber ihre Internationalität. Wir sind 142 Teilnehmer von allen Kontinenten der Welt. Ich teile mir mein Zimmer im Studentenwohnheim mit einem Ungarn. Gleich nebenan wohnt ein US-Amerikaner. Am Mittagstisch sitzt man mit Finnen und Franzosen an einem Tisch, im Sprachkurs neben Ägyptern, Ukrainern, Japanern, Polen, Israeilis und Lichtensteinern.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Aug 22, 2016
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Aug 22, 2016

100 erste Tage an der Uni

Klischeestudent

Vor kurzem fand die Summer University (SU) statt, von deren Verlauf ich schon in meinem letzten Blogeintrag erzählt habe. Als Mitorganisatorin war ich fast jeden Tag eingespannt und sorgte unter anderem dafür, dass das Abendprogramm reibungslos ablief. Dadurch, dass ich auch für einige Programmpunkte außerhalb Aachens zuständig war, war ich gefühlt durchgehend auf Achse. Meine Vorlesungszeiten nahm ich nur noch als flexiblen Richtwert wahr. Ich muss zugeben, dass ich mehrmals pro Veranstaltung das ein oder andere Auge schloss.
Zumindest nach meinem Ermessen hatte ich aber auch jeden Grund dazu. Eine SU ist schon als Teilnehmer eine ernst zu nehmende Veranstaltung. Für das Orga-Team ist der Spaßfaktor zwar genauso hoch, kostet aber auch deutlich mehr Nerven. Insbesondere, wenn man gerade nicht vor Ort ist, aber über Telefon darüber informiert wird, dass zwei Teilnehmer in einem nicht definierbaren Radius abhandengekommen sind oder wenn man tonnenweise an Grillfleisch kauft und beim Einräumen dann bemerkt, dass der Kühlschrank kaputt ist. Aber zum Glück ließ sich meistens alles schnell klären. Für das Grillfleisch gaben am Ende sogar zwei Kühlschränke ihr Bestes – es gibt eben wenig, was sich nicht mit einem Verein wie AEGEE und so vielen freiwilligen Helfern regeln ließe.
Zu meiner großen Erleichterung hatten wir über die gesamten zwei Wochen also eher mit unserem persönlichen Schlafdefizit, als mit den vergleichsweise kleinen Katastrophen im Ablauf zu kämpfen.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Aug 17, 2016
Autor: Katha
Rubrik: studium
Aug 17, 2016