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100 erste Tage an der Uni

Die Wohnungssuche: Eine moderne „Odyssee“

Autor:
Chris

Rubrik:
studium

09.09.2016

Als ich die Zulassung für das BWL-Studium an der Ludwig-Franzens-Universität in Innsbruck erhielt, freute ich mich riesig. Doch was bedeutet es, über 300 Kilometer weg und in ein anderes Land zu ziehen?
Die größte Hürde war zuerst einmal die Wohnungssuche. Aufgrund der Entfernung beschränkte sich meine Wohnungssuche zunächst auf diverse Internetseiten und Facebook-Gruppen. Das hat einige Vor-, aber auch Nachteile. Man hat zwar eine sehr große Auswahl an Wohnungen, doch meist sind die Angebote unsortiert und man verliert schnell den Überblick. Trotz der schwierigen Wohnungssituation, die viele Studierende wahrscheinlich bereits aus deutschen Universitätsstädten kennen, kommt es einem so vor, als würde man von einer „Wohnungsflut“ überrollt. Aber der Anschein trügt. Konkret blieben fast keine Angebote übrig, die ich mir leisten konnte.
Erst die Internetseite „WG-Gesucht“ brachte brauchbare Ergebnisse: Hier kann man mittels eines Filters angeben, welche Anzahl an Mitbewohnern und welche Zimmergröße man möchte oder wieviel Miete man maximal pro Monat ausgeben kann. Auch ist es sehr hilfreich, dass die Angebote nach Datum geordnet sind, denn es macht meist keinen Sinn, eine Anfrage zu versenden, wenn die Anzeige bereits einen Monat lang online ist, da man davon ausgehen kann, dass das Zimmer bereits vergeben ist.
Da ich zuerst keine Vorstellung hatte, welche WG-Größe ich bevorzuge, schrieb ich wahllos E-Mails und Facebook-Nachrichten und suchte einige Tage später in einem Besichtigungsmarathon jede WG, die mir geantwortet hatte. Nach einem Tag Fußmarsch kreuz und quer durch Innsbruck hatte ich acht WGs besichtigt, die unterschiedlicher nicht hätten sein können: Von einer chaotischen Jungs-WG bis hin zur reinen Zweck WG war alles dabei. Am Ende des Tages bekam ich einige Absagen, was mich ein wenig frustrierte. Aber ich wusste jetzt immerhin, dass ich nur in eine Zweier- oder Dreier-WG ziehen will.

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