interaktiv

100 erste Tage an der Uni

Hin und Her

Autor:
Franziska

Rubrik:
studium

18.10.2016

Kaum habe ich mich in meinem WG-Zimmer in Marburg richtig eingerichtet und die Stadt ein bisschen kennengelernt, musste ich schon wieder meine Tasche packen und mich in den Zug Richtung Heimat setzen. Grund dafür waren ein paar Termine und Verabredungen mit Freunden und ehemaligen Kollegen. Knapp eine Woche später ging es dann wieder zurück nach Marburg. Ich lernte endlich meine neue Mitbewohnerin kennen, die kurz nach mir eingezogen ist, und wurde zu einer WG-Party eingeladen, die ich nicht verpassen wollte. Außerdem musste ich mich dringend mit dem Marburger Busfahrplan vertraut machen, bevor das Semester startet. Für mich als Landei ist es nämlich eine komplett neue Erfahrung, dass mehrmals stündlich verschiedene Linienbusse fahren, was anfangs ganz schön verwirrend sein kann. Trotzdem dauerte mein Aufenthalt in Marburg wieder nur eine Woche, bevor ich erneut zurück zu meinen Eltern gefahren bin. Diesmal wegen des jährlichen Weinfestes in meinem Heimatort. Als Kontrastprogramm zu Marburg, wo ich bisher nur eine paar wenige Leute kenne, habe ich dort gefühlt alle meine Freunde und Bekannte getroffen.
Aktuell befinde ich mich wieder in Marburg. Das ganze Hin und Her in den vergangenen Wochen war ziemlich anstrengend. Ständig musste ich meine Tasche packen, fast so, als würde ich irgendwohin zu Besuch kommen. Es ist ein komisches Gefühl, an zwei Orten zu wohnen, aber nirgends richtig zu leben. Mein altes Zimmer im Haus meiner Eltern sieht nicht mehr richtig bewohnt aus, weil ich einige meiner Möbel sowie den Großteil meiner Sachen beim Umzug mitgenommen habe. Und mein WG-Zimmer in Marburg sowie die Stadt selbst sind mir noch nicht vertraut genug, um mich dort richtig zu Hause zu fühlen. Da das Semester nun angefangen hat, werde ich jetzt aber erst einmal in Marburg bleiben – und mich hoffentlich richtig einleben.

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