interaktiv

100 erste Tage an der Uni

Gruppenarbeiten

Autor:
Franziska

Rubrik:
studium

13.01.2017

Während der Schulzeit hatte ich sehr gerne Referate in einer Kleingruppe gehalten, weil ich damit oft meine Note verbessern konnte. Doch dass Gruppenarbeit in der Schule etwas anderes bedeutet als im Studium, musste ich feststellen, als ich zuletzt in einigen Modulen in verschiedene Gruppen eingeteilt wurde.
In meiner ersten Referatsgruppe kannte ich die anderen Studierenden gar nicht. Hinzu kam, dass viele von ihnen schon in einem höheren Semester oder ein ganz anderes Fach studierten, sodass unsere Wissensstände sehr unterschiedlich waren. Dafür war der Großteil dieser Gruppe sehr motiviert – weswegen ich mich nicht nur einmal am Wochenende morgens um acht Uhr in der Bibliothek wiederfand, um mit allen an unserer Präsentation zu feilen. Ganz anders lief es mit einer Gruppe in einem anderen Modul ab. Zwar studierten wir alle Sozialwissenschaften im ersten Semester, doch dafür hielten sich Engagement und Motivation einiger Gruppenmitglieder sehr stark in Grenzen. Zu verabredeten Treffen erschien oft, wenn überhaupt, nur die Hälfte aller Beteiligten. Aus diesem Grund waren wir auch wenige Tage vor dem Referatstermin kaum einen Schritt weiter gekommen und ziemlich planlos – kurz vor knapp wurde es richtig stressig. Am Ende klappte zwar trotzdem alles irgendwie, aber ich war sehr froh, als ich dieses Referat hinter mir hatte. Dass nicht alle die Definition von einer Gruppenarbeit begriffen hatten, bewies mir eine dritte Referatsgruppe. Wir trafen uns nur ein einziges Mal alle zusammen, da sich weitere Treffen erübrigten. Ein Kommilitone aus dieser Gruppe nahm ungefragt die gesamte Arbeit auf sich, erstellte Handout und Präsentation alleine und teilte eigenmächtig ein, wer welchen Teil übernahm. Eigentlich will ich mich gar nicht darüber beschweren, weil es mir sehr viel Zeit sparte. Aber den Sinn einer Gruppenarbeit erfüllte es trotzdem nicht.
Nach diesen drei Präsentationen bin ich mir nicht mehr sicher, ob mir engagierte oder faule Gruppenmitglieder lieber sind. Ideal wäre wohl irgendetwas dazwischen.

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