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100 erste Tage an der Hochschule

Von Referaten, Protokollen und Rezensionen

Wenn man von der Schule an die Uni wechselt, fällt einem zuerst einmal eines auf: Mündliche Noten gibt es hier nicht. Das bedeutet, dass es in den Vorlesungen nicht erwartet wird, selbst etwas zu sagen, und in den Übungen und Seminaren interessiert es auch niemanden, ob man mitarbeitet oder nicht – soweit zumindest die Theorie. In meinem Studium gibt es außerdem keine Anwesenheitspflicht. Ob wir zu den Veranstaltungen gehen, dürfen wir selbst entscheiden. Jeder Studierende muss allerdings für jede Übung und jedes Seminar, das er belegt, eine Studienleistung erbringen. Meist sind das Referate zu verschiedenen Themen, Protokolle, die den Ablauf der jeweiligen Veranstaltung dokumentieren, und Rezensionen zu Büchern, die zu dem Thema der Übung oder des Seminars passen. In der ersten Veranstaltung einer Übungsreihe wird verteilt, wer welche Studienleistung übernimmt.
Ich dachte mir, es könne nicht schaden, die Studienleistungen so schnell wie möglich hinter mich zu bringen, um am Ende des Semesters Zeit zum Lernen zu haben. Ob das geschickt war, wird sich vor den Klausuren noch zeigen. Für den Moment bedeutete es vor allem Folgendes: Ich hatte noch nie ein Referat in der Uni mitbekommen und keine Idee davon, wie meines, das ich gewählt hatte, aussehen wollte. Ich kannte den Unterschied zwischen Thesenpapier und Handout nicht und befürchtete, mein Referat würde eher eine Zusammenfassung der Pflichtlektüre als ein Überblick über das Thema sein. Studienleistungen haben aber zumindest einen Vorteil: Sie werden nicht benotet – müssen im Zweifelsfall aber erneut geleistet werden.
Im Nachhinein habe ich mir bei meinem ersten Referat viel zu viel Stress gemacht: Ich hätte ruhig auch mit weniger Hintergrundliteratur arbeiten und das Referat kürzer halten können. Aber die gründliche Vorbereitung hat einen Vorteil: Mein Referatsthema muss ich vor den Klausuren garantiert nicht noch einmal lernen!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Apr 28, 2017
Autor: Marie
Rubrik: studium
Apr 28, 2017

100 erste Tage an der Hochschule

Studenteninitiativen, Hochschulsport & Co.

Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich in meiner Schulzeit einmal gemeinsam mit Freunden vor dem Laptop saß und wir uns begeistert angesehen haben, wie unglaublich viele Sportarten beim Unisport angeboten werden – von Basketball über Bachata-Tanz bis Badminton ist alles dabei! Als das Semester anfing, hatte ich allerdings keinen Kopf dafür. Als ich dann von Freunden hörte, dass sie sich längst angemeldet hatten, lag die Anmeldefrist schon einige Tage zurück und die meisten Plätze waren belegt. Ich habe mir den Katalog mit Restplätzen angeschaut und war auf der Suche nach etwas mit Tanzen – was genau war mir egal. Ich fand den Kurs „Tänze der Welt“ und obwohl ich nicht so ganz wusste, was das überhaupt war, habe ich mich kurzerhand angemeldet. Habt ihr schon einmal Volkstanz ausprobiert? Ich habe zwar einige Jahre lang Ballett getanzt, aber bei Volkstänzen dachte ich an Walzer und Discofox, was ich ziemlich langweilig fand. Mein Unisportkurs entpuppte sich aber doch als sehr cool: Es werden Volkstänze aus verschiedenen Kulturen getanzt, mal im Kreis, mal mit Partner, mal jeder für sich. Der einzige Nachteil: Die Unisportstätten liegen so weit außerhalb, dass ich von meiner Wohnung bis zum Tanzraum fast 40 Minuten brauche. Ob ich dazu jede Woche Lust haben werde, bin ich mir noch nicht sicher.
Die Uni bietet aber noch viel mehr als Sport in der Freizeit: Vor allem gibt es tolle Hochschulinitiativen! Von Greenpeace über Amnesty bis zu Unicef – die meisten größeren Nichtregierungsorganisationen haben auch Hochschulgruppen. Außerdem lassen sich viele kleine Initiativen finden, wie Weltläden, Programme zum Unterstützen von internationalen Studierenden und mehr. Ich habe in meinen ersten Wochen an der Uni bei einem Treffen der Hochschulgruppe von Amnesty International vorbeigeschaut und fand es spannend, wie viele engagierte Studierende dort zu finden sind. Hoffentlich werde ich dazu in den nächsten Wochen auch noch Zeit finden.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Apr 13, 2017
Autor: Marie
Rubrik: studium
Apr 13, 2017

100 erste Tage an der Hochschule

Erstiwoche!

Von der berühmt-berüchtigten Erstiwoche hat wohl jeder zukünftige Studienanfänger schon gehört. Ich hatte zuerst einmal ein ganz anderes Problem: Zu Beginn meines Vorkurses war ich in meine neue Wohnung gezogen und hatte gemeinsam mit meinen Eltern Schreibtisch, Kleiderschrank und Deko in meine Wahlheimat gebracht. Was fehlt da noch? Natürlich, ein neues Bett! Aber als es mir geliefert werden sollte, hatte der Lastwagen einen Unfall. Der Fahrer und die darin verwickelten Autofahrer kamen zum Glück mit dem Schrecken davon, nur mein Bett war leider nicht zu retten. In meinem Zimmer habe ich daraufhin kurzerhand Iso- und Turnmatten gestapelt. Gar nicht schlimm, dachte ich mir, fühlte ich mich doch ein wenig an einen Campingurlaub erinnert und war außerdem froh, bei all den Erstsemestern, die Jahr für Jahr an die Uni strömen, überhaupt eine schöne Wohnung gefunden zu haben. Langsam aber sicher wurde mir aber doch klar, wie schön es ist, sich abends in ein Bett legen zu können: Nur mit der Isomatte sieht so ein Zimmer doch immer provisorisch und nicht heimisch aus.
Die Erstiwoche ist in erster Linie dazu gedacht, neue Leute zu treffen: Die Fachschaften der Fakultäten, in denen du studierst, organisieren Stadtrallyes, Brunches und mehr. Einige meiner Freunde, die im selben Jahr wie ich aber an anderen Hochschulen ihr Studium begannen, hatten weniger Glück, weil nicht viele ihrer Kommilitonen mitmachten. Bei uns dagegen war es eine total schöne Woche! Ich kann jedem Erstsemester raten, an der Erstiwoche teilzunehmen! Es ist wirklich eine super Möglichkeit, die Menschen, mit denen man später in den Vorlesungen sitzt, kennenzulernen und erste Freundschaften zu knüpfen. Mein Tipp: Vergesst zwischen Stadtrallye, Brunch und Co. nicht, euch von der Fachschaft beim Belegen der Veranstaltungen helfen zu lassen. Je nachdem wie frei euer Modulplan ist, ist das nämlich mitunter gar nicht so einfach!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Apr 5, 2017
Autor: Marie
Rubrik: studium
Apr 5, 2017