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100 erste Tage an der Uni

Politikwissenschaftlerin oder Bundeskanzlerin?

„Was macht man eigentlich damit?“ ist eine Frage, die wohl jeder hin und wieder zu hören bekommt, der einen Studiengang an der Philosophischen Fakultät absolviert – zum Beispiel Komparatistik, Philosophie, Anglistik oder eben Soziologie und Politikwissenschaft. Bei Letzterem ist die nächste Frage meist noch: „Willst du etwa Bundeskanzlerin werden?“ Inzwischen muss ich mich da regelmäßig zusammenreißen, um nicht die Augen zu verdrehen. Ein wenig stellen wir Studierenden uns die Frage nach unserem künftigen Beruf wohl auch selbst, denn wie Karrieren für Politikwissenschaftler oder Soziologen aussehen, das kann man nicht einfach so googeln. Wer einen der besagten Studiengänge belegt, dem stehen unglaublich viele Optionen offen, aber der Berufsweg ist nicht so gerade wie etwa der von Juristen. Der eine möchte einmal in den Journalismus gehen, den anderen locken internationale Organisationen.
Aber was ist tatsächlich aus den Menschen geworden, die Sozialwissenschaften studiert haben? Ich fand es sehr hilfreich, dass meine Soziologiedozentin uns die Angst vor der Zukunft nehmen wollte und in einer Veranstaltung drei Menschen einlud, die mit ihr studiert hatten und die uns kurz präsentierten, wie es nach dem Studium für sie weitergegangen war. Eine von ihnen schrieb inzwischen ihre Doktorarbeit über soziale Ungleichheiten, eine andere arbeitete gerade in einem Bundesministerium und der Dritte hatte seine eigene Unternehmensberatung gegründet.
Mein Studiengang setzt sich aus Medien-, Politikwissenschaft und Soziologie zusammen, sodass ich meinen Master nicht zwingend in Soziologie machen und vielleicht beruflich gar nichts mehr mit dem Fach zu tun haben werde. Dennoch fand ich es schön, einmal so unterschiedliche Lebenswege zu sehen – da lässt sich die Frage danach, was man mit so einem Studium anfangen kann, ab jetzt viel einfacher beantworten!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  May 4, 2017
Autor: Marie
Rubrik: studium
May 4, 2017

100 erste Tage an der Hochschule

Von Referaten, Protokollen und Rezensionen

Wenn man von der Schule an die Uni wechselt, fällt einem zuerst einmal eines auf: Mündliche Noten gibt es hier nicht. Das bedeutet, dass es in den Vorlesungen nicht erwartet wird, selbst etwas zu sagen, und in den Übungen und Seminaren interessiert es auch niemanden, ob man mitarbeitet oder nicht – soweit zumindest die Theorie. In meinem Studium gibt es außerdem keine Anwesenheitspflicht. Ob wir zu den Veranstaltungen gehen, dürfen wir selbst entscheiden. Jeder Studierende muss allerdings für jede Übung und jedes Seminar, das er belegt, eine Studienleistung erbringen. Meist sind das Referate zu verschiedenen Themen, Protokolle, die den Ablauf der jeweiligen Veranstaltung dokumentieren, und Rezensionen zu Büchern, die zu dem Thema der Übung oder des Seminars passen. In der ersten Veranstaltung einer Übungsreihe wird verteilt, wer welche Studienleistung übernimmt.
Ich dachte mir, es könne nicht schaden, die Studienleistungen so schnell wie möglich hinter mich zu bringen, um am Ende des Semesters Zeit zum Lernen zu haben. Ob das geschickt war, wird sich vor den Klausuren noch zeigen. Für den Moment bedeutete es vor allem Folgendes: Ich hatte noch nie ein Referat in der Uni mitbekommen und keine Idee davon, wie meines, das ich gewählt hatte, aussehen wollte. Ich kannte den Unterschied zwischen Thesenpapier und Handout nicht und befürchtete, mein Referat würde eher eine Zusammenfassung der Pflichtlektüre als ein Überblick über das Thema sein. Studienleistungen haben aber zumindest einen Vorteil: Sie werden nicht benotet – müssen im Zweifelsfall aber erneut geleistet werden.
Im Nachhinein habe ich mir bei meinem ersten Referat viel zu viel Stress gemacht: Ich hätte ruhig auch mit weniger Hintergrundliteratur arbeiten und das Referat kürzer halten können. Aber die gründliche Vorbereitung hat einen Vorteil: Mein Referatsthema muss ich vor den Klausuren garantiert nicht noch einmal lernen!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Apr 28, 2017
Autor: Marie
Rubrik: studium
Apr 28, 2017

100 erste Tage an der Hochschule

Studenteninitiativen, Hochschulsport & Co.

Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich in meiner Schulzeit einmal gemeinsam mit Freunden vor dem Laptop saß und wir uns begeistert angesehen haben, wie unglaublich viele Sportarten beim Unisport angeboten werden – von Basketball über Bachata-Tanz bis Badminton ist alles dabei! Als das Semester anfing, hatte ich allerdings keinen Kopf dafür. Als ich dann von Freunden hörte, dass sie sich längst angemeldet hatten, lag die Anmeldefrist schon einige Tage zurück und die meisten Plätze waren belegt. Ich habe mir den Katalog mit Restplätzen angeschaut und war auf der Suche nach etwas mit Tanzen – was genau war mir egal. Ich fand den Kurs „Tänze der Welt“ und obwohl ich nicht so ganz wusste, was das überhaupt war, habe ich mich kurzerhand angemeldet. Habt ihr schon einmal Volkstanz ausprobiert? Ich habe zwar einige Jahre lang Ballett getanzt, aber bei Volkstänzen dachte ich an Walzer und Discofox, was ich ziemlich langweilig fand. Mein Unisportkurs entpuppte sich aber doch als sehr cool: Es werden Volkstänze aus verschiedenen Kulturen getanzt, mal im Kreis, mal mit Partner, mal jeder für sich. Der einzige Nachteil: Die Unisportstätten liegen so weit außerhalb, dass ich von meiner Wohnung bis zum Tanzraum fast 40 Minuten brauche. Ob ich dazu jede Woche Lust haben werde, bin ich mir noch nicht sicher.
Die Uni bietet aber noch viel mehr als Sport in der Freizeit: Vor allem gibt es tolle Hochschulinitiativen! Von Greenpeace über Amnesty bis zu Unicef – die meisten größeren Nichtregierungsorganisationen haben auch Hochschulgruppen. Außerdem lassen sich viele kleine Initiativen finden, wie Weltläden, Programme zum Unterstützen von internationalen Studierenden und mehr. Ich habe in meinen ersten Wochen an der Uni bei einem Treffen der Hochschulgruppe von Amnesty International vorbeigeschaut und fand es spannend, wie viele engagierte Studierende dort zu finden sind. Hoffentlich werde ich dazu in den nächsten Wochen auch noch Zeit finden.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Apr 13, 2017
Autor: Marie
Rubrik: studium
Apr 13, 2017