interaktiv

100 erste Tage an der Hochschule

Von Referaten, Protokollen und Rezensionen

Autor:
Marie

Rubrik:
studium

28.04.2017

Wenn man von der Schule an die Uni wechselt, fällt einem zuerst einmal eines auf: Mündliche Noten gibt es hier nicht. Das bedeutet, dass es in den Vorlesungen nicht erwartet wird, selbst etwas zu sagen, und in den Übungen und Seminaren interessiert es auch niemanden, ob man mitarbeitet oder nicht – soweit zumindest die Theorie. In meinem Studium gibt es außerdem keine Anwesenheitspflicht. Ob wir zu den Veranstaltungen gehen, dürfen wir selbst entscheiden. Jeder Studierende muss allerdings für jede Übung und jedes Seminar, das er belegt, eine Studienleistung erbringen. Meist sind das Referate zu verschiedenen Themen, Protokolle, die den Ablauf der jeweiligen Veranstaltung dokumentieren, und Rezensionen zu Büchern, die zu dem Thema der Übung oder des Seminars passen. In der ersten Veranstaltung einer Übungsreihe wird verteilt, wer welche Studienleistung übernimmt.
Ich dachte mir, es könne nicht schaden, die Studienleistungen so schnell wie möglich hinter mich zu bringen, um am Ende des Semesters Zeit zum Lernen zu haben. Ob das geschickt war, wird sich vor den Klausuren noch zeigen. Für den Moment bedeutete es vor allem Folgendes: Ich hatte noch nie ein Referat in der Uni mitbekommen und keine Idee davon, wie meines, das ich gewählt hatte, aussehen wollte. Ich kannte den Unterschied zwischen Thesenpapier und Handout nicht und befürchtete, mein Referat würde eher eine Zusammenfassung der Pflichtlektüre als ein Überblick über das Thema sein. Studienleistungen haben aber zumindest einen Vorteil: Sie werden nicht benotet – müssen im Zweifelsfall aber erneut geleistet werden.
Im Nachhinein habe ich mir bei meinem ersten Referat viel zu viel Stress gemacht: Ich hätte ruhig auch mit weniger Hintergrundliteratur arbeiten und das Referat kürzer halten können. Aber die gründliche Vorbereitung hat einen Vorteil: Mein Referatsthema muss ich vor den Klausuren garantiert nicht noch einmal lernen!

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