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100 erste Tage an der Uni

Politikwissenschaftlerin oder Bundeskanzlerin?

Autor:
Marie

Rubrik:
studium

04.05.2017

„Was macht man eigentlich damit?“ ist eine Frage, die wohl jeder hin und wieder zu hören bekommt, der einen Studiengang an der Philosophischen Fakultät absolviert – zum Beispiel Komparatistik, Philosophie, Anglistik oder eben Soziologie und Politikwissenschaft. Bei Letzterem ist die nächste Frage meist noch: „Willst du etwa Bundeskanzlerin werden?“ Inzwischen muss ich mich da regelmäßig zusammenreißen, um nicht die Augen zu verdrehen. Ein wenig stellen wir Studierenden uns die Frage nach unserem künftigen Beruf wohl auch selbst, denn wie Karrieren für Politikwissenschaftler oder Soziologen aussehen, das kann man nicht einfach so googeln. Wer einen der besagten Studiengänge belegt, dem stehen unglaublich viele Optionen offen, aber der Berufsweg ist nicht so gerade wie etwa der von Juristen. Der eine möchte einmal in den Journalismus gehen, den anderen locken internationale Organisationen.
Aber was ist tatsächlich aus den Menschen geworden, die Sozialwissenschaften studiert haben? Ich fand es sehr hilfreich, dass meine Soziologiedozentin uns die Angst vor der Zukunft nehmen wollte und in einer Veranstaltung drei Menschen einlud, die mit ihr studiert hatten und die uns kurz präsentierten, wie es nach dem Studium für sie weitergegangen war. Eine von ihnen schrieb inzwischen ihre Doktorarbeit über soziale Ungleichheiten, eine andere arbeitete gerade in einem Bundesministerium und der Dritte hatte seine eigene Unternehmensberatung gegründet.
Mein Studiengang setzt sich aus Medien-, Politikwissenschaft und Soziologie zusammen, sodass ich meinen Master nicht zwingend in Soziologie machen und vielleicht beruflich gar nichts mehr mit dem Fach zu tun haben werde. Dennoch fand ich es schön, einmal so unterschiedliche Lebenswege zu sehen – da lässt sich die Frage danach, was man mit so einem Studium anfangen kann, ab jetzt viel einfacher beantworten!

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