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100 erste Tage an der Uni

Eingezogen!

Autor:

Rubrik:
studium

16.10.2008

Gestern bin ich umgezogen. Das klingt banal, aber es beinhaltet doch so viel - für mich und viele Studienanfänger zumindest: Beim Packen überlegte ich mir, was mir wichtig ist, was ich wirklich brauche und was ich im „Kinderzimmer" zurücklassen konnte, was ich vielleicht noch verscherbeln sollte oder in die Altkleidersammlung tragen. Gleichzeitig verließ ich den Komfort von Hotel Mama. Selbst wenn ich noch so selbstständig bin und selber kochen, Wäsche waschen und einkaufen kann, so haben meine Eltern mir doch immer vieles abgenommen, besonders in den letzten Monaten vor dem Abi, als ich mich doch mehr mit der Schule beschäftigte. Und auch wenn ich das letzte Jahr in den USA verbracht habe, ist es jetzt definitiv, dass ich von zuhause ausziehe, mit dem Wissen, nur noch zu Besuch im trauten Elternhaus zu erscheinen.

Immerhin waren meine Eltern so nett, mir ihren geräumigen Volvo zur einmaligen Fahrt zur Verfügung zu stellen. Da Leipzig von meinem Elternhaus kein Katzensprung ist, war mir klar, dass ich all mein Hab und Gut auf einmal transportieren musste. So hab ich dann gestern in der elterlichen Kutsche die Sitze umgeklappt, mein Fahrrad und einen Tisch zerlegt und eingeladen. Dazwischen fanden zwei Koffer, zwei Bananenkisten, eine Gitarre und ein Haufen Schuhkartons platz.

Als ich mich vor einem Monat in Leipzig in einem Backpacker-Hostel einquartiert hatte, um eine Wohnung zu suchen, da war ich auch an der so genannten Einraumwohnung interessiert. Schnell merkte ich jedoch, wie viel günstiger eine WG ist und wie schön es auch sein kann, in eine Gemeinschaft einzuziehen, wo man das Rad nicht aufs Neue erfinden muss, sondern vieles für das studentische Leben eingerichtet ist. Zum Beispiel das Internet. So habe ich mir heute Morgen mein Pult - unser Küchentisch von anno dazumal - zusammengebaut, mir zwei Bananenkisten zum Stuhl gestapelt, meinen Laptop darauf gestellt und mich in das kabellose Internet der WG eingeloggt.

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