Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

100 erste Tage an der Uni

Medienwissenschaft ist nicht gleich Medienwissenschaft

Was machen eigentlich Medienwissenschaftler? Es gibt unglaublich viele, die den Studiengang studieren möchten, aber gleichzeitig ist es schwierig herauszufinden, was man in diesem Studium tatsächlich lernt. So ganz wusste ich das auch nicht, bevor ich angefangen habe, es zu studieren. Ich liebe Bücher, Zeitschriften, Serien, Songtexte, soziale Netzwerke und Co. – da erschien es mir naheliegend, Medienwissenschaften zu studieren.
Inzwischen weiß ich, dass es in diesem Bereich ganz unterschiedliche Studiengänge gibt: Wenn zwei Universitäten einen Studiengang in Medienwissenschaften anbieten, heißt das noch lange nicht, dass sich die Studiengänge ähneln. In Medienmanagement geht es zum Beispiel viel mehr um wirtschaftliche Aspekte, in Medienrecht fließt Jura mit ein und in Medienwissenschaften viele Inhalte aus den Sozialwissenschaften. Neben inhaltlichen Vorlesungen und Seminaren haben wir deshalb zum Beispiel einige Veranstaltungen, in denen wir lernen, wie man forscht, das Konsumverhältnis von Menschen oder die Inhalte eines Zeitungsartikels untersucht.
„Ich dachte immer, in diesem Studiengang bringen sie euch bei, wie man Filme schneidet“, hat mir vor Kurzem jemand gesagt. Da musste ich etwas schmunzeln, nachdem ich nun schon in einigen Vorlesungen gesessen habe, in denen sie uns vieles beigebracht haben, aber nicht, wie man einen Film schneidet. In meinem Studiengang gibt es einige wenige Praxiskurse, in denen wir dies lernen können. Und das ist auch mein Tipp für alle, die etwas mit Medien machen wollen: Sucht euch einen Studiengang, in denen es zumindest einige Praxiskurse gibt!
Ansonsten geht es aber viel um die Wissenschaft dahinter: Wir haben zum Beispiel besprochen, wie die Anfänge der Medienwirkungsforschung aussahen, also untersucht, welchen Einfluss Medien zum Beispiel auf das Verhalten oder die politische Meinung von Menschen haben. Außerdem ging es um die Geschichte der Medien, welche Theorien über sie in ihren Ursprungsjahren aufgestellt wurden und ähnliches. Staubig oder spannend? Das muss wohl jeder für sich entscheiden – mir macht es jedenfalls Spaß!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  May 17, 2017
Autor: Marie
Rubrik: studium
May 17, 2017

100 erste Tage an der Uni

Muss man da eigentlich mitschreiben?

Als ich das erste Mal in einer Vorlesung in der Uni saß, hatte ich keine Ahnung, was ich machen sollte. Um mich herum saßen lauter nicht minder Ahnungslose mit Collegeblöcken vor sich und Kugelschreibern in der Hand, aber keiner regte sich. Muss man hier mitschreiben? Ich fand es gerade am Anfang total schwierig, möglichst schnell zu entscheiden, was man sich notieren sollte und was man getrost weglassen konnte.
Wenn ich mir heute meine Notizen aus den ersten Wochen an der Uni anschaue, fällt mir auf, dass ich vor allem eines getan habe: die Präsentationen der Dozenten abgeschrieben, obwohl ich diese auch im Internet hätte finden können. Weil das Abschreiben der Powerpoint-Folien außerdem handschriftlich kaum möglich ist, bin ich bald dazu übergegangen, zu jedem Seminar und zu jeder Vorlesung meinen Laptop mitzubringen und fleißig mitzutippen. Abends hab‘ ich dann alles ausgedruckt, fein säuberlich sortiert und abgeheftet. Das würde ich heute nicht mehr machen: Meist weiß man ja doch erst am Ende des ersten Semesters einzuschätzen, was man für die Klausuren lernen sollte und ob man dafür alle Notizen ausdrucken muss.
Um die Umwelt zu schonen, habe ich daher anfangs darauf verzichtet, Texte auszudrucken, die wir zur Vorbereitung lesen mussten. Warum auch: Man kann sie ja ebenso gut am Laptop oder auf dem E-Reader lesen, oder? Das mache ich nun anders – ich drucke wieder aus. Ich habe einen Kugelschreiber und einen Marker in der Hand, wenn ich einen Text lese, um Notizen zu machen und wichtige Passagen hervorzuheben. Und das geht eben nur, wenn ich den Text vor mir liegen habe.
Würde ich im Nachhinein anders mit all den Präsentationen, Notizen und Texten umgehen, wenn ich noch einmal Studienanfängerin wäre? Wohl kaum, aber schlau wäre es. Vor allem habe ich daraus gelernt, dass es voll okay ist, anfangs zuerst einmal gar nichts zu machen und einfach abzuwarten, bis man selbst merkt, wie es sich am besten lernt – und das tut man früher oder später mit Sicherheit!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  May 11, 2017
Autor: Marie
Rubrik: studium
May 11, 2017

100 erste Tage an der Uni

Politikwissenschaftlerin oder Bundeskanzlerin?

„Was macht man eigentlich damit?“ ist eine Frage, die wohl jeder hin und wieder zu hören bekommt, der einen Studiengang an der Philosophischen Fakultät absolviert – zum Beispiel Komparatistik, Philosophie, Anglistik oder eben Soziologie und Politikwissenschaft. Bei Letzterem ist die nächste Frage meist noch: „Willst du etwa Bundeskanzlerin werden?“ Inzwischen muss ich mich da regelmäßig zusammenreißen, um nicht die Augen zu verdrehen. Ein wenig stellen wir Studierenden uns die Frage nach unserem künftigen Beruf wohl auch selbst, denn wie Karrieren für Politikwissenschaftler oder Soziologen aussehen, das kann man nicht einfach so googeln. Wer einen der besagten Studiengänge belegt, dem stehen unglaublich viele Optionen offen, aber der Berufsweg ist nicht so gerade wie etwa der von Juristen. Der eine möchte einmal in den Journalismus gehen, den anderen locken internationale Organisationen.
Aber was ist tatsächlich aus den Menschen geworden, die Sozialwissenschaften studiert haben? Ich fand es sehr hilfreich, dass meine Soziologiedozentin uns die Angst vor der Zukunft nehmen wollte und in einer Veranstaltung drei Menschen einlud, die mit ihr studiert hatten und die uns kurz präsentierten, wie es nach dem Studium für sie weitergegangen war. Eine von ihnen schrieb inzwischen ihre Doktorarbeit über soziale Ungleichheiten, eine andere arbeitete gerade in einem Bundesministerium und der Dritte hatte seine eigene Unternehmensberatung gegründet.
Mein Studiengang setzt sich aus Medien-, Politikwissenschaft und Soziologie zusammen, sodass ich meinen Master nicht zwingend in Soziologie machen und vielleicht beruflich gar nichts mehr mit dem Fach zu tun haben werde. Dennoch fand ich es schön, einmal so unterschiedliche Lebenswege zu sehen – da lässt sich die Frage danach, was man mit so einem Studium anfangen kann, ab jetzt viel einfacher beantworten!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  May 4, 2017
Autor: Marie
Rubrik: studium
May 4, 2017