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100 erste Tage an der Uni

Medienwissenschaft ist nicht gleich Medienwissenschaft

Autor:
Marie

Rubrik:
studium

17.05.2017

Was machen eigentlich Medienwissenschaftler? Es gibt unglaublich viele, die den Studiengang studieren möchten, aber gleichzeitig ist es schwierig herauszufinden, was man in diesem Studium tatsächlich lernt. So ganz wusste ich das auch nicht, bevor ich angefangen habe, es zu studieren. Ich liebe Bücher, Zeitschriften, Serien, Songtexte, soziale Netzwerke und Co. – da erschien es mir naheliegend, Medienwissenschaften zu studieren.
Inzwischen weiß ich, dass es in diesem Bereich ganz unterschiedliche Studiengänge gibt: Wenn zwei Universitäten einen Studiengang in Medienwissenschaften anbieten, heißt das noch lange nicht, dass sich die Studiengänge ähneln. In Medienmanagement geht es zum Beispiel viel mehr um wirtschaftliche Aspekte, in Medienrecht fließt Jura mit ein und in Medienwissenschaften viele Inhalte aus den Sozialwissenschaften. Neben inhaltlichen Vorlesungen und Seminaren haben wir deshalb zum Beispiel einige Veranstaltungen, in denen wir lernen, wie man forscht, das Konsumverhältnis von Menschen oder die Inhalte eines Zeitungsartikels untersucht.
„Ich dachte immer, in diesem Studiengang bringen sie euch bei, wie man Filme schneidet“, hat mir vor Kurzem jemand gesagt. Da musste ich etwas schmunzeln, nachdem ich nun schon in einigen Vorlesungen gesessen habe, in denen sie uns vieles beigebracht haben, aber nicht, wie man einen Film schneidet. In meinem Studiengang gibt es einige wenige Praxiskurse, in denen wir dies lernen können. Und das ist auch mein Tipp für alle, die etwas mit Medien machen wollen: Sucht euch einen Studiengang, in denen es zumindest einige Praxiskurse gibt!
Ansonsten geht es aber viel um die Wissenschaft dahinter: Wir haben zum Beispiel besprochen, wie die Anfänge der Medienwirkungsforschung aussahen, also untersucht, welchen Einfluss Medien zum Beispiel auf das Verhalten oder die politische Meinung von Menschen haben. Außerdem ging es um die Geschichte der Medien, welche Theorien über sie in ihren Ursprungsjahren aufgestellt wurden und ähnliches. Staubig oder spannend? Das muss wohl jeder für sich entscheiden – mir macht es jedenfalls Spaß!

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