interaktiv

100 erste Tage an der Uni

Es leben die Flohmärkte!

Autor:
Marie

Rubrik:
studium

27.07.2017

Ich bin in einer Kleinstadt auf dem Land aufgewachsen. Wenn ich während meines Freiwilligendienstes in Spanien erzählt habe, dass diese tatsächlich so klein war, dass es erst in der Nachbarstadt ein Gymnasium gab, hat man mir meist kaum geglaubt. Kleidung einkaufen ist dort gar nicht so einfach, wenn man es als 14-Jährige nur auf die großen Ketten abgesehen hat, die aber im Umkreis der eigenen Stadt nicht vertreten sind. In der 8. Klasse haben sich meine Freunde und ich regelmäßig in den Zug gesetzt, sind eine knappe Stunde bis in die nächste Großstadt gefahren und dort zu H&M, Primark und all den anderen Läden gegangen. Etwas anprobieren, es mögen und dann doch nicht kaufen – das ging so gut wie gar nicht. Denn meist dauerte es einige Wochen, bis man überhaupt wieder fuhr. Dann blieb noch das Onlineshopping und deshalb bestellten wir fleißig viel mehr, als wir kaufen wollten, und probierten es zu Hause in Ruhe an.
Ich fand das alles ganz furchtbar. Ich möchte nicht mehr bei den großen Ketten kaufen und Konsum fühlte sich immer seltsam exzessiv an, wenn man nur jeden zweiten Monat einkaufen fuhr und so viel wie möglich mitzunehmen versuchte. Onlineshopping finde ich genauso nervig. Als ich nach meinem Abitur für meinen Freiwilligendienst nach Madrid zog, fand ich es super, stundenlang durch Läden zu bummeln, ohne etwas zu kaufen. Wiederkommen konnte man ja immer noch!
Erst seit ich in Bonn wohne, macht mir Shoppen jedoch erstmals wirklich Spaß und das hat einen Grund: Hier gibt es so wunderbar viele Flohmärkte und Second-Hand-Läden, in denen man stöbern kann! Zum einen finde ich es unfassbar traurig, wie oft Kleidung viel zu früh weggeworfen wird, und zum anderen mag ich es, mir vorzustellen, dass hinter den Stücken in meinem Kleiderschrank eine Geschichte steht. Deshalb mein Aufruf an alle: Schaut euch einmal in euren Städten um, wo ihr Kleidung aus zweiter Hand kaufen könnt! Das ist nicht nur eine tolle Möglichkeit, mal wieder auszumisten, sondern füllt auch den eigenen Kleiderschrank ganz schnell mit neuen Stücken, die mit Sicherheit nicht jeder besitzt!

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