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100 erste Tage an der Uni

Studieren in Leipzig I

Autor:

Rubrik:
studium

31.10.2008

In Leipzig steht die zweitälteste Universität Deutschlands. Entsprechend stolz ist man hier auch auf diese lange Tradition und die vielen großen Namen, die man mit ihr verbindet: Goethe und Schiller, Schumann, Nietzsche, Kästner und Merkel. Das klingt gut, doch von diesen Alumni hab ich heute natürlich nichts.

Im Moment sind meine Vorlesungen auf ein Dutzend Gebäude in der ganzen Stadt verteilt, dabei habe ich ja gerade mal ein Dutzend Vorlesungen, Seminare und Übungen pro Woche. Von Interims-, also Zwischenlösung spricht man hier. Dass dies tatsächlich nicht mein ganzes Studium über so sein wird, scheint sogar realistisch. Seit ein paar Jahren wird in der Innenstadt an einem Gebäudekomplex gearbeitet, der das ehemalige Universitätsgebäude, das im Krieg stark beschädigt und unter der SED gesprengt wurde, ersetzen soll. Die Gebäude sollen im nächsten Jahr, wenn die Universität ihr 600jähriges Bestehen feiert, eingeweiht und bezogen werden. Dann werden Leipziger Studenten tatsächlich in für viele beneidenswerten Räumlichkeiten studieren.

Doch wie sieht es mit der Lehre aus? Ich studiere Geschichte. Die Professoren und Dozenten scheinen mir ganz kompetent, doch sind wir so viele, dass man für die Vorlesungen in die größten Hörsäle muss und auch die Seminare und Übungen in relativ großen Gruppen von nicht selten 40, 50 Studenten abgehalten werden. Die zuletzt Gekommen müssen sich dann auf den Boden setzen oder Stühle aus Nachbarräumen organisieren. Meine begründete Hoffnung ist, dass sich in den höheren Semestern die Zahl der Studenten verringern und damit das Betreuungsverhältnis verbessern wird.

Bild der Uni-Baustelle in LeipzigFoto: Privat

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