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100 erste Tage an der Uni

Aller Anfang ist schwer

Mittlerweile studiere ich schon seit drei Wochen in Innsbruck. Zeit, ein kleines Fazit zu ziehen: Die Themen im Studium interessieren mich überwiegend, obwohl es natürlich immer Vorlesungen gibt, die weniger interessant sind. Allerdings habe ich mir das Studium ganz anders vorgestellt, als es ist. Zum Beispiel ging ich nicht davon aus, dass es so sehr der Schule ähnelt. So ist eine aktive Teilnahme in den Sprachkursen unbedingt nötig, um eine gute Note zu bekommen. Damit verbunden ist das Erledigen der Hausaufgaben und das Abgeben von schriftlichen Arbeiten per Mail. Da bei mir die Schule schon ein Jahr her ist, musste ich mich erst wieder daran gewöhnen. Es ist eben nicht so, dass man acht Stunden arbeitet und danach abschalten kann, wie es zuvor bei meinen Praktika der Fall war. Jetzt habe ich 14 Stunden Vorlesungen und Sprachkurse in der Woche. Doch der Großteil der Arbeit kommt danach zu Hause: In den meisten Fächern bekommen wir am Ende der Stunde ein Dossier mit beispielsweise einem Grammatikthema und Übungsblättern ausgeteilt. Diese werden dann in der nächsten Stunde besprochen, dann gibt es auch schon wieder das nächste Dossier. So hat sich also jetzt schon eine Art Routine eingespielt. Immer noch verwirren mich die drei verschiedenen Fächer, die man in jeder Sprache belegen muss. Es geht entweder um Texte, Grammatik oder um die Sprache an sich. Oft kommt es zu Überschneidungen der Themen und man blickt nicht mehr durch, in welchem Unterricht man eigentlich sitzt. In der Zwischenzeit bin ich auch im Studentenwohnheim besser angekommen und es haben sich Freundschaften entwickelt. Der einzige Nachteil ist das Zweibettzimmer, in dem ich schlafe. Leider kann ich mich zu zweit im Zimmer nicht so gut konzentrieren und man muss viele Kompromisse eingehen, was die Schlafenszeit anbelangt. Meistens verziehe ich mich in die Bibliothek, um dort ungestört lernen zu können.

100 erste Tage an der Uni

Erstiwoche

Vergangenen Dienstag war es so weit: Genau wie für weitere 2.400 neue Studierende begann für mich die Einführungswoche an der Universität Bamberg.
Während der ersten Tage war ich damit beschäftigt, meinen Stundenplan zu erstellen und zu verstehen, wie ich mich für welche Seminare anmelden muss. Schließlich nutzt die Universität Bamberg ganze drei verschiedene Onlineportale.
Dass wir uns trotzdem schnell zurechtfanden, ist vor allem unseren drei Studiengangstutoren aus den höheren Semestern zu verdanken, die uns in ihrem Vortrag gleich am ersten Tag viele ausführliche Informationen und Tipps mit auf den Weg gaben und uns auch als Kontaktpersonen zur Verfügung stehen.
Dieses Engagement finde ich besonders bewundernswert, weil die Tutoren stets per Whatsapp und E-Mail erreichbar sind und allein in unserem Gruppenchat jeden Tag eine Unmenge organisatorischer Fragen beantworten. Mindestens genauso wichtig wie Seminare, Vorlesungen und Stundenpläne war während der Einführungswoche aber natürlich auch das Kennenlernen der anderen Erstsemester. Eigens dazu wurden ein Frühstück, ein „Ersticafé“ und sogar eine Kneipentour organisiert.
Es war unheimlich spannend, sich mit den anderen Studierenden auszutauschen. Doch da natürlich viele Gespräche nach demselben Muster verliefen, vermischten sich schon bald verschiedenste Namen, Heimatsstädte und gewählte Fachrichtungen der anderen „Erstis“ in meinem Kopf. Nun hoffe ich, dass ich während der nächsten Wochen einige der anderen Studierenden besser kennenlerne, dass mir mein Studiengang – trotz des hohen Statistikanteils in den ersten Semestern – gut gefällt und ich mich hier gut einlebe. Gleichzeitig ist es beruhigend zu wissen, dass ich – anders als während meines Freiwilligendienstes – jederzeit in weniger als einer Stunde mit dem Zug nach Hause fahren kann, wenn ich meine Familie und Freunde sehen möchte.

100 erste Tage an der Uni

Neue WG, neue Stadt

Vor genau einer Woche bin ich ins schöne Bamberg gezogen, um mein Psychologiestudium zu beginnen. Nun sitze ich in meinem neuen Zimmer und freue mich, dass ich in eine nette WG in einer der schönsten Gegenden der Stadt einziehen durfte.
Denn selbst im beschaulichen Bamberg ist es nicht leicht, eine schöne Bleibe zu finden. Zudem schließen einige Wohngemeinschaften Erstsemester oder Studierende unter 20 Jahren bereits in der Anzeige grundsätzlich von der Bewerbung um ein Zimmer aus. So kam es, dass ich rund 25 WG‘s anschrieb und acht davon besichtigte, bis ich etwas Passendes fand. Nun freue ich mich auf das WG-Leben mit meinen beiden Mitbewohnerinnen, von denen eine ebenfalls Psychologie im ersten Semester studiert.
Einige Tage nach meinem Umzug lief ich zum ersten Mal von unserer Wohnung ins Zentrum. Und obwohl ich Bambergs wunderschöne Altstadt eigentlich kenne, war ich aufs Neue beeindruckt von den malerischen, verwinkelten Häusern und dem über der Stadt aufragenden Kaiserdom.
Ich finde die ersten Monate in einer neuen Stadt sind immer unglaublich spannend: Man lernt eine Stadt auf eine Art und Weise kennen, die eben nur möglich ist, wenn man dort wohnt. Am Anfang dauert alles unglaublich lange, selbst simple Dinge wie ein Wocheneinkauf nehmen oft viel Zeit in Anspruch, wenn man sich noch nicht auskennt. Gleichzeitig bedeutet eine neue Umgebung neue Bekanntschaften, neue Wege, neue Gewohnheiten. Und darauf freue ich mich.

Autor: Anna  |  Rubrik: studium  |  Oct 17, 2019