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100 erste Tage an der Uni

Ein Professor am DJ-Pult

Im ersten Semester sind einem die Professoren noch etwas fremd. Man kann die Person, die einem jede Woche versucht etwas Neues beizubringen noch nicht richtig einschätzen oder gar eine Bindung aufbauen. Aber es gibt immer wieder Momente, bei denen man die Professoren näher kennenlernt. So hat „Studieren ohne Grenzen“ ein Event in einem großen Club in Konstanz organisiert – das Thema war: Dein Prof legt auf. Sofort wusste ich, dass ich dort hin musste, denn mein Professor, der bei mir die Vorlesung Personal und Organisation hält, stand dort hinter dem DJ-Pult. Meine Freunde und ich wollten wissen, welche Musik er auflegt. Deshalb kauften wir uns Karten, von denen sogar Teile der Einnahmen gespendet wurden. Als wir am Club ankamen, wussten wir direkt, dass wir „Powalter –, so nennen wir uns selbst in unserem Studiengang – klar in der Überzahl waren. Das merkte man auch akustisch, denn von Beginn an gab es Fanrufe für unseren Professor. Insgesamt traten fünf Professoren an, und jeder von ihnen hatte seinen ganz eigenen Stil. Ein knapp 60 Jahre alter Psychologie-Professor spielte Lady Gaga und Rammstein. Eine Professorin der Wirtschaftswissenschaften ging in die elektronische Richtung und unserer spielte vor allem Hip-Hop. Am Ende zählte der lauteste Applaus und die gesamte Fachschaft und Politik- und Verwaltungswissenschaften schrie sich die Kehle aus dem Leib und somit gewann unser Professor mit 2,6 Dezibel Vorsprung und sicherte damit unserer Fachschaft vier Kästen Bier. Ich bin normalerweise kein Fan von dunkeln, lauten Clubs, aber dieses Event hat mir sehr Spaß gemacht. 

Autor: Noah   |  Rubrik: studium  |  Dec 19, 2019
Autor: Noah
Rubrik: studium
Dec 19, 2019

100 erste Tage an der Uni

Ab ins Ausland?

Gerade erst habe ich mit dem Studium angefangen und schon fand die erste Veranstaltung zu Auslandsaufenthalten im Rahmen von Erasmus oder auch anderen Projekten statt. Zuerst waren meine Kommilitonen und ich überrascht, dass es bereits so früh Infos dazu gibt. Beim Infoabend wurde uns dann ein Erasmusaufenthalt im dritten oder vierten Semester empfohlen. Am Ende des Studiums sei es nicht mehr so gut möglich ins Ausland zu gehen, da bestimmte Kurse in Innsbruck absolviert werden müssen. Bei dem Vortrag wurden zahlreiche Vorteile eines Auslandssemesters erläutert, immer wieder fiel dabei der Begriff Erasmusbaby. Dieser soll auf internationale Partnerschaften und Familien, die durch Erasmus entstanden sind, hinweisen. Am spannendsten fand ich die Berichte der Studierenden, die selbst über ihre Erfahrungen in Paris und Russland erzählten. Sie alle empfahlen uns ein Auslandssemester.. Mittlerweile hat mich auch das Fernweh gepackt und ich überlege mir im dritten Semester nach Frankreich oder Belgien zu gehen. Der erste Schritt zum Stipendium ist die Kontaktaufnahme mit der jeweiligen Ansprechperson vom Institut. Über die Beantragung werde ich euch selbstverständlich auf dem Laufenden halten. Da ich mir darüber hinaus gut vorstellen kann, ein weiteres Praktikum im Ausland zu absolvieren, ließ ich mich im International Relations Office zum Erasmus plus Praktikum beraten. Es kann zwischen zwei und zwölf Monaten dauern. Wichtig zu beachten ist allerdings, dass man pro Studienzyklus (Bachelor, Master oder Doktorstudium) nur 12 Monate lang mit Erasmus gefördert werden kann. Demnach kann ich höchstens ein Auslandssemester machen, wenn ich danach noch ein Praktikum anstrebe. Da ich Sprachen studiere, würde ich gerne zwei Mal ins Ausland gehen. Das einzige Problem ist, dass bestimmte Kurse im Studium lediglich jährlich und nicht jedes Semester angeboten werden. Somit müsste ich ein Jahr länger als die Regelstudienzeit studieren.

Autor: Tobias  |  Rubrik: studium  |  Dec 18, 2019

100 erste Tage an der Uni

Versuchskaninchen

Psychologie im ersten Semester zu studieren bedeutet, regelmäßig als Versuchsperson an verschiedenen Experimenten teilzunehmen. Denn für unser Studium müssen wir 30 sogenannte „Versuchspersonenstunden“ absolvieren – also insgesamt 30 Zeitstunden als Versuchsperson zur Verfügung zu stellen. Bei den „Versuchen“ handelt es sich meist um Studien oder Befragungen Studierender für ihre Bachelor- oder Masterarbeit in höheren Semestern. Die Themen können vielfältig sein –von Reaktionsgeschwindigkeitsmessung über Befragungen zu Erziehungsstilen, das eigene Verhalten in bedrohlichen Situationen bis hin zu Prüfungsangst. Oft lässt sich die Teilnahme bequem durch das Ausfüllen von Online-Fragebögen erledigen, die interessanteren Studien finden jedoch immer vor Ort in der Universität statt. Kürzlich habe ich zum Beispiel fast drei Stunden lang an einer EEG-Studie teilgenommen, bei der meine Hirnströme in Reaktion auf bestimmte am Computer zu lösende Aufgaben gemessen wurden.
Am spannendsten ist es meist, anschließend vom Versuchsleiter zu erfahren, worum es in der Studie genau ging und welche psychologische Fragestellung hinter den Erhebungen steckt. Andererseits kann eine Studienteilnahme auch sehr anstrengend sein – an einem langen Unitag eine Stunde im Labor vor dem PC zu sitzen und beim Erscheinen bestimmter Buchstaben oder Farben auf dem Bildschirm möglichst schnell und mit nur wenigen Pausen bestimmte Tasten zu drücken, ist doch ermüdend und erfordert Disziplin und Durchhaltevermögen.
Trotzdem haben die Versuchspersonenstunden natürlich ihre Berechtigung, denn sonst wäre es schier unmöglich, genügend freiwillige Teilnehmer für die Studien Studierender von höheren Semestern zu finden. Wichtig ist auch, dass wir als Versuchspersonen in der ersten Zeit unseres Studiums lernen, wie Studien aufgebaut sein können und erleben, wie es sich anfühlt, an einem Versuch teilzunehmen – eine gute Erfahrung, wenn man bedenkt, dass viele Psychologen auf täglicher Basis Tests durchführen.
Insgesamt habe ich trotzdem erst sieben meiner Versuchspersonenstunden abgeleistet – es bleiben also noch 23! Zum Glück können wir uns ja aussuchen, an welchen Studien wir teilnehmen möchten, ich hoffe also auf viele spannende Versuche!

Autor: Anna  |  Rubrik: studium  |  Dec 17, 2019
Autor: Anna
Rubrik: studium
Dec 17, 2019