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Ausbildung live

Freundschaften und Schichtdienst

Das Schöne am Schichtdienst: ich bin oft flexibel.
Das Unschöne am Schichtdienst: ich bin nicht sehr flexibel.
Flexibel bin ich, wenn ich mal einen Arzttermin an einem Vormittag habe oder spontan für ein paar Tage in den Urlaub möchte. Ich kann Wünsche für den Dienstplan abgeben, die meist auch berücksichtigt werden. Bei einem normalen Nine-to-five-Job ginge das nicht.
Durch den Schichtdienst kann ich allerdings nicht immer auf jeder Party mitmischen oder ewig lange bei Spieleabenden bleiben. Nicht immer kann ich auf Wochenendtrips mitfahren oder nachmittags an den See. Weil ich arbeite. Dadurch kann ich nicht immer so viel Zeit mit meinen Freunden verbringen wie ich möchte.
Meine Schichtdienstlerfreunde verstehen das. Sie haben mit der gleichen Problematik zu kämpfen und gerade mit ihnen ist es schwer, einen Tag zu finden, an denen alle von uns Zeit haben. Oft sind unsere Dienstpläne genau gegensätzlich und das macht es nicht so einfach.
Bei meinen Freunden, die nicht im Schichtdienst arbeiten, stoße ich leider mit meinen Arbeitszeiten oft auf Unverständnis. Manchmal sieht man sich wochen- oder tagelang nicht. Natürlich geht mit meinem Job auch ein großer Teil Spontanität verloren.
Leider gehen Freundschaften und auch Beziehungen manchmal daran zugrunde, weil das Gegenüber nicht mit dem Schichtsystem klarkommt. Langfristige Planungen sind nicht möglich und manchmal muss man seine Pläne kurzfristig ändern, da ich dann doch für jemanden einspringen muss.
Ich kann von Niemanden verlangen, diese Arbeitszeiten zu akzeptieren, aber ändern kann ich eben auch nichts.

Autor: Lydia  |  Rubrik: ausbildung  |  Oct 4, 2019

Ausbildung live

Fazit Neurochirurgie

Trotz meiner Ausbildung als Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin, bin ich verpflichtet einen Teil meiner Ausbildungsstunden in der Erwachsenenpflege zu verbringen. Nach meinem Freiwilligem Sozialen Jahr in der Neurologie hatte ich für mich beschlossen, dass ich der Erwachsenenpflege auf lange Sicht den Rücken kehren möchte. Doch mittlerweile sehe ich das anders. Zum Abschluss des ersten Ausbildungsjahres hatte ich nochmal einen Erwachseneneinsatz, diesmal in der Neurochirurgie – sehr spannend. Fünf lange Wochen sind an mir vorbeigezogen wie nichts. Und ich konnte so viel mitnehmen! Neben ganz vielen Pflegekonzepten und Therapieübungen durfte ich mit in den OP und mir viele Sachen anschauen. Das Team hat mich unglaublich ermutigt und ich habe mehr und mehr an Selbstvertrauen gewonnen. Ich gehe unheimlich gestärkt aus dem Einsatz heraus, aber auch mit unglaublichen Zweifeln. Schließlich habe ich mich bewusst für die Kinderkrankenpflege entschieden. Nach den ersten Einsätzen in der Kinderklinik, habe ich jedoch nicht das Gefühl, dass ich dort Fuß fassen werde. Irgendwas fehlt mir dort. Etwas was ich in der Neurochirurgie gefunden habe. Und so kommt es, dass ich sehr hin und her gerissen bin, welchen Weg ich weiter verfolgen will. Natürlich werde ich die Ausbildung in der Kinderkrankenpflege abschließen. Schließlich kann ich auch als Kinderkrankenpflegerin auf einer Erwachsenenstation arbeiten. Und abgesehen davon, habe ich auch noch ein paar Kindereinsätze, die mich meine Entscheidung vielleicht noch überdenken lassen. Immerhin sind es noch zwei Jahre bis zum Examen. In dieser Zeit kann sehr viel passieren. Und dennoch bin ich gespannt, wo ich am Ende landen werde.

Autor: Lydia  |  Rubrik: ausbildung  |  Sep 27, 2019
Autor: Lydia
Rubrik: ausbildung
Sep 27, 2019

Ausbildung live

(Kein) Alltag im Krankenhaus

Im Schichtsystem arbeite ich nicht nur Früh-, Spät- oder Nachtschichten. Ich arbeite auch an Wochentagen, Wochenenden oder Feiertagen – sprich; ich bin eigentlich immer irgendwie im Krankenhaus. Doch nicht immer ist gleich viel los.
In der Regel sind die Frühdienste am stressigsten. Bei jedem Patient muss Blutdruck gemessen werden, Tabletten werden verteilt und die Grundpflege wird durchgezogen. Zwischendurch werden immer wieder Patienten zur Untersuchung oder Operation abgerufen. Es kommen Neuaufnahmen oder es werden Leute entlassen. Dazwischen darf ich die Dokumentation eines jeden Einzelnen nicht vergessen.
Zum Spätdienst kommen meist Aufnahmen und Notfälle aus der Rettungsstelle und viele Angehörige verlangen nach einem kurzen Update bezüglich ihres Familienmitgliedes.
Im Nachtdienst werden Medikamente verteilt und für den nächsten Tag vorbereitet.
Alles in allem klingt das sehr routiniert, doch weit gefehlt. Manchmal weiß auch ich nicht, wo mir der Kopf steht und wünsche mir zwei weitere Hände. Vor allem, wenn ich neu auf eine Station komme und die Abläufe noch nicht kenne beziehungsweise Material suchen muss, wird es anstrengend.
Aber jeder stressige Dienst geht vorüber und es kommen auch Dienste, die deutlich entspannter sind. Meine letzten Wochenenddienste waren zum Beispiel recht angenehm. Fast schon zu entspannt, sodass es auch schon vorkam, dass ich einfach mal die Küche aufgeräumt habe – Arbeit die im normalen Stationsalltag untergeht und nicht geschafft wird.
Schon lange habe ich mir abgewöhnt, mit bestimmten Vorstellungen in einen Dienst zu gehen. Am Ende kommt doch alles anders als geplant. Will ich Pause machen, kommen dann doch noch drei Aufnahmepatienten oder es klingelt permanent das Telefon. Alltag in einem Krankenhaus eben.