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Ausbildung live

Buchhandel

Ich höre immer wieder: Buchhandel ist Einzelhandel. Ich sage: Mitnichten!
Was meine Arbeitsmethoden betrifft, würde es keinen Unterschied machen, das stimmt. Aber ob ich nun Bücher oder eine Kaffeemaschine verkaufe, macht für mich einen großen Unterschied! Mir ist es wichtig, mich mit dem, was ich verkaufe, identifizieren zu können.
Ich werde in einer Fachbuchhandlung für Recht, Wirtschaft und Steuern ausgebildet. Diese Themen interessieren mich persönlich zwar nicht so sehr, aber ich kann mit dem Medium Buch arbeiten – und darauf kommt es an. Der Vorteil an meinem Berufszweig ist die Vielfältigkeit. Ich kann mich auch mit technischen Medien wie E-Books, Datenbanken und anderen Onlineartikeln beschäftigen.
Mein Ausbildungsberuf ist kaufmännisch ausgerichtet, doch ich berate auch Kunden und präsentiere Bücher. Auf diesem Weg kann ich mich mit Kunden austauschen, aber auch betriebswirtschaftlich handeln, disponieren und einkaufen. Da es die Ausbildung zur reinen Fachbuchhändlerin nicht gibt, muss ich auch alles zum allgemeinen Sortiment wissen. Welcher Krimi steht grade auf der Bestseller-Liste? Welches Sachbuch ist ein Dauerbrenner? Wer ist der Top-Autor eines Genres?
Von Kunden höre ich oft: „Ich suche dieses eine Buch, es ist rot.“ Davon bleibe auch ich als Fachbuchhändlerin nicht verschont und muss hier kompetent weiterhelfen können.
In der Berufsschule gibt es viel zu lernen, was über meine Ausbildung in der Fachbuchhandlung hinausgeht. Doch wenn ich jeden Morgen in einen Raum voller Bücher kommen darf, ist es den Aufwand wert. Und weil ich Gesetzestexte und Kommentare an Studierende und Anwälte verkaufe, freue ich mich umso mehr, in meiner Freizeit in andere Buchhandlungen zu gehen und in Romanen zu stöbern.

Autor: Lee-Ceshia   |  Rubrik: orientieren  |  Aug 13, 2018
Autor: Lee-Ceshia
Rubrik: orientieren
Aug 13, 2018

Ausbildung live

Ein Neuanfang nach einem Neuanfang

Als ich vor knapp vier Jahren von meinem „Work & Travel“-Aufenthalt in Australien zurück nach Deutschland kam, holte mich meine Mutter am Flughafen in Hamburg ab. Auf der Autobahn nahm sie die vermeintlich falsche Ausfahrt: „Mama, wir müssen doch nach Bremen“, meinte ich, doch sie sagte: „Nein, wir wohnen nicht mehr in Bremen.“ Meine Eltern hatten sich getrennt.
Da saß ich nun, war ein Jahr lang weggewesen und statt in das allzu vertraute Dorfleben zurückzukehren, hatte sich alles radikal verändert. Ich zog zu meiner Mutter nach Hannover und stand vor einigen Entscheidungen und völlig neuen Aufgaben. Ich kannte weder die Stadt, noch Leute. Doch wie sich herausstellte, studiert eine Freundin von früher zufälligerweise hier und lud mich öfter zu sich ein, wodurch ich immer mehr Leute kennenlernte. Ich meldete mich außerdem im Volleyball-Verein an und versuchte, möglichst viele Touren mit dem Fahrrad zu erledigen, um mich mit der Stadt vertraut zu machen.
Doch es stand noch eine der wichtigsten Fragen offen: Was will ich beruflich machen? Damals sagte ich meinen Eltern: „Ich werde meine Passion im Ausland finden.“ Doch letztendlich stimmte das nur zum Teil. Ich wollte nicht schon wieder in die Fremde, um auf einer Farm oder einem Bauernhof zu arbeiten– damit hatte ich in Australien genügend Erfahrung gesammelt. Zum Studieren fühlte ich mich aber auch noch nicht bereit. Meine Lösung: eine Ausbildung.
Doch welche? Zuhause und auf meinen Reisen hatte mich immer eines begleitet: ein gutes Buch, beziehungsweise mehrere. Ich tauschte sie in Hostels, mit Backpackern, im Flugzeug, mit Einheimischen und konnte kaum an einer Buchhandlung vorbeigehen, ohne zu stöbern. Das Lesen ist meine Leidenschaft – deshalb war meine Wahl am Ende naheliegend: die Ausbildung zur Buchhändlerin sollte es sein.

Autor: Lee-Ceshia   |  Rubrik: ausbildung  |  Aug 7, 2018
Autor: Lee-Ceshia
Rubrik: ausbildung
Aug 7, 2018

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