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Das Ding mit dem Lernen...

Autor:
Lee-Ceshia

Rubrik:
ausbildung

23.08.2018

Lange Zeit dachte ich, dass ich fürs Lernen nicht geschaffen sei. Mich hinzusetzen und zu lernen, war nicht meine Welt. Ich war schon als Kind eher praktisch veranlagt – ich mache einfach. In meiner Ausbildung ist das sehr hilfreich. Doch als ich das erste Mal vor zwei Jahren in den ersten von zwei achtwöchigen Berufsschulblöcken saß, fiel mir auf, dass mir die Theorie fehlte und ich aktiver lernen musste.
Ich habe viele Lernmethoden ausprobiert, zum Beispiel habe ich es mit Lernzetteln und mit Audioaufnahmen versucht. Doch Ich durchdrang den Lernstoff nicht und vergaß alles wieder schnell. Aber warum fiel es den anderen so einfach? Bin ich nicht schlau genug? Nun bin ich reifer geworden und weiß, dass jeder Mensch unterschiedlich ist – auch beim Lernen. Daher beschloss ich nachhaltiger und langfristiger für meine nächsten Schulblock zu büffeln. Ich bin praktisch veranlagt, kreativ und brauche Wiederholungen. Das war mir jetzt bewusst.
Der zweite Schulblock stand nun bevor, schnell füllte sich mein Ordner mit Skripten und Übungsaufgaben. Der frühe Vogel fängt den Wurm, dachte ich, deshalb schrieb ich mir in der zweiten Woche Karteikarten mit Stichpunkten. Das war der praktische Part. Ich malte mir zu jedem Stichpunkt ein kleines Bild als Eselsbrücke und beschäftigte mich kreativ mit dem Inhalt. Ich teilte mir den Unterrichtsstoff in einzelne Etappen auf und begann dann mit Wiederholungen – jeden Tag, mehrere Wochen lang. Nach jeder erfolgreichen Etappe belohnte ich mich mit Spaziergängen und bemerkte, dass ich unterbewusst an die Karteikarten dachte. Beim nächsten Spaziergang nahm ich sie mit und verknüpfte den Inhalt mit den Orten, zu denen ich ging. Zu guter Letzt besprach ich ausführlich mit einem Mitschüler, was ich gelernt hatte und wiederholte es erneut. Die neun Klausuren nach den zwei Monaten? Liefen wie geschmiert!

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