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Ausbildung live

Geeignet für die Ausbildung?

Autor:
Lydia

Rubrik:
ausbildung

08.04.2019

Vor zwei Wochen habe ich das erste Mal einen Fuß in die Neonatologie-Station gesetzt. Damals hatte ich kaum ein Neugeborenes oder gar Frühchen auf dem Arm gehabt. Und nun besucht mich in weniger als einer Stunde meine Dozentin aus der Pflegeschule auf meiner Station und begleitet mich in meinem Arbeitsalltag. Ob ich aufgeregt bin? Na klar!
Der Besuch ist kein normaler Praxisbesuch, sondern soll beurteilen, ob ich überhaupt für den Beruf geeignet bin oder nicht. Diese Beurteilung fällt stark in die Probezeitbewertung meines Arbeitgebers mit hinein und entscheidet, ob ich meine Ausbildung fortsetzen kann oder nicht.
Als meine Dozentin an diesem Tag vorbeikommt, wird mir ein Kind zugeteilt. Etwas erleichtert atme ich auf. Ich kenne das Kind bereits, habe es bereits die Tage zuvor versorgt und weiß, worauf ich achten muss. Eine kleine Gefolgschaft bestehend aus meiner Dozentin, einem anderen Prüfling, meiner Praxisanleitung und einer Pflegekraft, beobachtet mich nun bei jedem Handgriff.
Erstaunlicherweise bin ich unheimlich gefasst und ruhig, während ich vor mich hin arbeite. Kleinere Fehler mache ich, stelle sie aber selbst fest. Im späteren Reflektionsgespräch gebe ich die Fehler an, um zu zeigen, dass ich sie selbst erkannt und behoben habe. Dennoch nervt es mich, dass es Fehler sind, die ich normalerweise nie gemacht habe – so viel zum Thema Nervosität.
Schneller als gedacht ist die Prüfung vorbei und ich bekomme viel positives und konstruktives Feedback. Meine Dozentin ist ebenfalls erfreut, als sie mir mitteilt, dass ich für den Beruf geeignet bin.
Im Anschluss schreibe ich noch eine Pflegeplanung. Das heißt, dass ich eine Art Therapieplan erstelle, in dem ich Probleme anspreche, Ziele und geeignete Pflegemaßnahmen formuliere. Da wir das Thema noch nicht allzu intensiv besprochen haben, brauche ich schon ein wenig Zeit, das auf die Reihe zu bekommen. Doch am Ende bin ich mit meinem Ergebnis ziemlich zufrieden.
Im Nachhinein fand ich es sehr interessant, dass meine Kollegen alle total mitgefiebert haben und nervöser waren als wir Prüflinge selbst. Viele der Pflegekräfte haben an der gleichen Schule gelernt, an der ich nun meine Ausbildung absolviere, kennen sogar meine Dozentin und konnten daher sehr gut mitfühlen, wie es uns Prüflingen erging.

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