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Praxiseinsatz in der Gastroenterologie

Autor:
Lydia

Rubrik:
ausbildung

21.06.2019

Schlag auf Schlag vergehen die Blockeinsätze in meiner Ausbildung. Nach vier Wochen auf der Schulbank bin nun wieder auf Station zu finden. Diesmal in der Gastroenterologie und Diabetologie, also alles rund um das Verdauungssystem. Wie praktisch, dass ich gerade im Theorieblock alles zum Verdauungssystem und dem Diabetes mellitus gelernt habe und nun die Theorie mit der Praxis verbinden kann.
Es ist außerdem einer meiner wenigen Erwachseneneinsätze. Ich habe zwar mein Freiwilliges Soziales Jahr in der Erwachsenenklinik gemacht, aber meine Ausbildung absolviere ich in der Kinderklinik. Dennoch darf ich einige Stunden in der Erwachsenenpflege verbringen. Es ist schließlich ein gewaltiger Unterschied, einen 80-jährigen Patienten oder ein Neugeborenes zu behandeln.
Entgegen meiner Erwartungen gefällt mir die Innere von Tag zu Tag mehr. Es ist eine extrem lehrreiche Station und ich nehme sehr viel Wissen als auch Erfahrungen mit nach Hause. Dennoch bestätigt mir dieser Einsatz, dass es für mich die richtige Entscheidung war, in die Kinderkrankenpflege zu gehen. Als ich den Ausbildungsplatz bekommen habe, lag meine Motivation darin, dass ich gerne mit Kindern arbeite und schon lange im Gesundheitswesen tätig sein wollte. Daher war der Beruf der Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin die perfekte Kombination für mich.
Jetzt wird erst bewusst, warum ich für die Erwachsenenpflege nicht geeignet wäre: Patienten mit Demenz. Das ist für mich persönlich ein Aspekt, mit dem ich nur sehr wenig klarkomme. Ich habe vor jedem Menschen Respekt, der mit dieser Krankheit umgehen kann. Ich kann es nicht. Und da es häufig vorkommt, dass Menschen mit dieser Krankheit im Krankenhaus sind, ist die Erwachsenenklinik auf Dauer nichts für mich. Das geht vielleicht für ein paar Wochen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass mein ganzes Leben zu machen. Das ist der Punkt, an dem ich kaputt gehen würde. Umgekehrt höre ich viele Stimmen, die sagen, dass sie niemals in der Kinderkrankenpflege arbeiten könnten. Die Grenzen liegen bei jedem Menschen woanders.

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