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Ausflug in die Endoskopie

Autor:
Lydia

Rubrik:
orientieren

28.06.2019

Im Rahmen meines Einsatzes in der Gastroenterologie konnte ich einen Tag lang in der Endoskopie meines Lehrkrankenhauses hospitieren.
Die Endoskopie zählt zur Funktionsdiagnostik und führt Untersuchungen, wie Bronchioskopien, Magen- oder Darmspiegelungen durch. In der Endoskopie verläuft alles sehr zügig. In drei Räumen laufen gleichzeitig unterschiedliche Untersuchungen ab.
Ich dachte immer, dass solche endoskopischen Untersuchungen sehr lange andauern, doch länger als eine Viertelstunde dauert es meistens nicht. Der Patient wird anschließend in den Aufwachraum gebracht und dort in der Aufwachphase begleitet. Der Untersuchungsraum wird währenddessen schon wieder für den nächsten Patienten hergerichtet. Es ist schon sehr faszinierend, wie routiniert und perfekt das Team zusammen arbeitet. Jeder weiß, was zu tun ist. Der Zeitplan ist streng getaktet. Kommt ein Patient später oder kommt es zu Komplikationen, verschiebt sich alles nach hinten.
Zudem habe ich die Möglichkeit, mir die Verdauungsorgane durch die Kamera im Endoskop von innen anzusehen. Zu den gezeichneten Skizzen im Lehrbuch ist keinerlei Ähnlichkeit erkennbar und sowohl die Pflegekräfte als auch der Arzt erklären mir sehr viel Detailwissen.
Ich bin unglaublich dankbar, diese Möglichkeit gehabt zu haben. Doch auch, wenn ich diesen Tag sehr spannend und interessant fand, könnte ich mir nicht vorstellen, als Endoskopiekraft zu arbeiten. Die Untersuchungen unterscheiden sich kaum voneinander uns es gibt wenig Abwechslung. Für mich fehlt wohl etwas Action. Aber es ist trotzdem gut, den Horizont wieder einmal erweitert zu haben.

 

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