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Luxusleben eines Azubis

Autor:
Lydia

Rubrik:
ausbildung

03.07.2019

Ich mag Praxiseinsätze unglaublich gern. Ich kann nicht immer ewig still sitzen, sondern brauche Bewegung. Und außerdem nehme ich in der Praxis unglaublich viel Wissen mit. Nur manchmal ist das nicht immer so einfach, wie ich es gern hätte.
Der bekannte Pflegenotstand und die dauerhafte Unterbesetzung führen verstärkt dazu, dass die praktische Ausbildung zu kurz kommt. Auf Fragen bekomme ich häufig nur eine genervte Antwort. Wenn ich bei einer Aufgabe Anleitung von einer examinierten Pflegekraft haben möchte, macht sie es lieber selbst. Kostet weniger Zeit und geht schneller, wenn sie das macht. Doch auf diese Weise lerne ich nichts.
Es geht sogar so weit, dass ich mich nicht mehr traue nachzufragen, wenn mir etwas unklar ist.
Aktuell erlebe ich das komplette Gegenteil. Die Pflegekräfte auf meiner derzeitigen Einsatzstation sind alle sehr hilfsbereit und zeigen mir gerne etwas. Ich darf Fragen stellen und alle bemühen sich um Antworten. Hier haben die Pflegekräfte verstanden, dass sie Nachwuchskräfte nicht vergraulen dürfen, wenn sich die Situation verbessern soll.
Ich frage mich, warum das nicht überall machbar ist und warum es so viele Stationen gibt, bei denen man jeden einzelnen Dienst zählt, bis man sie wieder verlässt. Ist das der Sinn unserer praktischen Ausbildung? Nach und nach Stationen von der Liste streichen, bei denen man nach dem Examen auf keinen Fall anfängt? Ich glaube nicht. Und ich hoffe, dass noch mehr schülerfreundliche Stationen auf mich warten.

 

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