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Ausbildung live

Rückblick

Nur noch ein Praxisblock von sechs Wochen, dann bin ich kein Erstie mehr. Ich zähle zwar immer noch nicht zu den Großen, bin aber auch kein Küken mehr. Wenn ich jetzt was gefragt werde, wird Sicherheit und Kompetenz erwartet. Manchmal frage ich mich, ob ich das wirklich bieten kann.
Zurückblickend ist dieses Jahr unglaublich schnell vergangen. Block für Block wird der Unterricht durchgezogen. Klausur um Klausur geschrieben. Jede Herausforderung, die anfangs unüberwindbar scheint, wird am Ende doch bezwungen, nur um vor anderen Herausforderungen zu stehen.
In sechs Wochen soll ich die neuen Kursteilnehmer über unseren Campus führen, ihnen Tipps für die Ausbildung geben und ihnen beratend zur Seite stehen. Ich habe noch keinen Plan, was ich ihnen erzählen soll. Die Tipps, die ich damals bekommen habe, haben mir nicht viel gebracht. Vielleicht weil meine Vorgänger selbst noch ziemlich unsicher waren. Klar könnte ich Standardsachen sagen wie: Fang früh genug an zu lernen. Aber wirklich zu Herzen nehmen sich das die wenigsten. Ich glaube, was ich vermitteln kann, ist ungefähr folgendes:
Jeder Mensch ist und lernt anders.
Sei nicht naiv.
Sei selbstsicher, aber nicht überheblich.
Über- und unterschätze dich nicht.
Lass dir nicht alles gefallen!
Such dir Unterstützung!
Klar, kann man die drei Jahre Ausbildung auch im Alleingang absolvieren. Aber schöner ist es, Freunde zu finden. Die Ausbildung ist eine gute Möglichkeit dafür. 25 verschiedene Menschen werden für drei Jahre zusammengeworfen. Einige gehen, andere kommen neu dazu und viele bleiben. Es steht eine intensive Zeit bevor und jede Hürde lässt sich gemeinsam leichter überwinden als alleine. Ich bin echt dankbar, meine Truppe gefunden zu haben. Und das sollten die neuen auch tun.

Autor: Lydia  |  Rubrik: orientieren  |  Aug 29, 2019
Autor: Lydia
Rubrik: orientieren
Aug 29, 2019

Ausbildung live

Ein dankbarer Sommer

Keine Stimme. Kaputte Füße. Augen, die immer wieder zufallen. Muskelkater in allen Ecken und Enden des Körpers. Schlafmangel. Und trotzdem ein Lächeln im Gesicht.
Das alles sind Zeichen für einen genialen Sommer.
Vor Monaten habe ich angefangen, mit meinen Freunden Ferienfreizeiten zu planen. Etliche freie Tage und Wochenenden sind drauf gegangen, bis wir vor sechs Wochen alles ins Auto geladen haben und losgefahren sind.
Aufbau, Abbau, Umbau. Jeden Tag ist volles Programm, dazwischen gibt es ab und an doch ein paar Erholungspausen, um mal durchzuatmen.
Ich sehe Kinder wieder, die ich schon jahrelang betreue.
Ich lerne neue Leute kennen und schließe neue Freundschaften.
Ich muss Streitigkeiten und Diskussionen schlichten und ab und an auch mal eine Ansage machen. Alles ist dabei.
Ich finde diese Sommer so unglaublich prägend. Für die Kids und Teens, für die Mitarbeiter, für die Eltern und auch für mich. Täglich lerne ich eine Million Dinge und entwickle mich stetig weiter. Klar, es gibt immer mal Stolpersteine und Situationen, die ich im Nachhinein anders lösen würde, aber es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.
Mit den Wochen sinkt so langsam meine Energierate und ich frage mich, warum ich mir das eigentlich jedes Jahr aufs Neue antue. Es gibt so viele Opfer, die ich bringe, nur um dabei zu sein. Wenig Schlaf, Parties, die ich verpasse.
Ja, ich bin müde und mein Körper will einfach nur schlafen. Ich bin kaputt ohne Ende. Aber seelisch war ich lange nicht mehr so fit und ausgeruht, wie nach diesem Sommer!
Ach könnte er nur länger gehen!

Autor: Lydia  |  Rubrik: orientieren  |  Aug 23, 2019
Autor: Lydia
Rubrik: orientieren
Aug 23, 2019

Ausbildung live

Über Glück und glücklich sein

Wenn die finanziellen und rechtlichen Aspekte keine Rolle spielen würden, was würdest du tun, um glücklich zu sein?
Diese Frage stelle ich mir alle paar Jahre. In meiner Abiturzeit war ich sehr unzufrieden. Unzufrieden, weil meine Noten nicht für meinen Traumstudiengang reichen würden, frustriert, weil ich nicht wusste, was ich stattdessen machen wollte und generell mochte ich die Schule wenig, weil ich mit manchen Fächern einfach nichts anfangen konnte.
Damals wusste ich sofort, was ich ändern würde. Ins Ausland reisen und Erfahrungen sammeln. Neue Leute kennenlernen. Und dann Medizin studieren.
Jetzt, zwei Jahre später, stelle ich mir die Frage wieder. Dabei kam aber eine ganz andere Antwort raus. Klar, würde ich gerne immer noch ins Ausland und auch immer noch studieren. Doch heute bin ich mit meinem Leben mehr als zufrieden, ja fast sogar traurig, dass meine Ausbildungszeit nur noch zwei Jahre dauert. Ich habe so viele neue tolle Menschen kennengelernt. Bewege mich immer wieder aus meiner persönlichen Komfortzone heraus und wachse über mich selbst hinaus. Also, was würde ich tun, um glücklich zu sein?
Ich glaube, aktuell so gut wie gar nichts. Vielleicht den Tag auf 36 Stunden ausdehnen, um mehr zu schaffen. Aber insgesamt genieße ich aktuell jeden einzelnen Tag. Und selbst, wenn es mit der Uni noch nicht geklappt hat, habe ich jede Menge Gründe, um glücklich und vor allem dankbar zu sein. Ich hab ein Dach über den Kopf. Ich hab ausreichend zu essen. Ich habe wunderbare Menschen an meiner Seite. Ich habe die Möglichkeit, einen der coolsten und schönsten Berufe zu erlernen. Ich habe die Möglichkeit, meine Meinung zu sagen, ohne Angst vor Verfolgung haben zu müssen.
Ich könnte die Liste ewig fortsetzen. Vielleicht regt das ja den einen oder anderen an, über das eigene Glück nachzudenken. Ich bin gespannt, was ich in zwei Jahren zu meinem Glücksstatus sagen kann.

Autor: Lydia  |  Rubrik: ausbildung  |  Aug 9, 2019