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(Kein) Alltag im Krankenhaus

Autor:
Lydia

Rubrik:
ausbildung

23.09.2019

Im Schichtsystem arbeite ich nicht nur Früh-, Spät- oder Nachtschichten. Ich arbeite auch an Wochentagen, Wochenenden oder Feiertagen – sprich; ich bin eigentlich immer irgendwie im Krankenhaus. Doch nicht immer ist gleich viel los.
In der Regel sind die Frühdienste am stressigsten. Bei jedem Patient muss Blutdruck gemessen werden, Tabletten werden verteilt und die Grundpflege wird durchgezogen. Zwischendurch werden immer wieder Patienten zur Untersuchung oder Operation abgerufen. Es kommen Neuaufnahmen oder es werden Leute entlassen. Dazwischen darf ich die Dokumentation eines jeden Einzelnen nicht vergessen.
Zum Spätdienst kommen meist Aufnahmen und Notfälle aus der Rettungsstelle und viele Angehörige verlangen nach einem kurzen Update bezüglich ihres Familienmitgliedes.
Im Nachtdienst werden Medikamente verteilt und für den nächsten Tag vorbereitet.
Alles in allem klingt das sehr routiniert, doch weit gefehlt. Manchmal weiß auch ich nicht, wo mir der Kopf steht und wünsche mir zwei weitere Hände. Vor allem, wenn ich neu auf eine Station komme und die Abläufe noch nicht kenne beziehungsweise Material suchen muss, wird es anstrengend.
Aber jeder stressige Dienst geht vorüber und es kommen auch Dienste, die deutlich entspannter sind. Meine letzten Wochenenddienste waren zum Beispiel recht angenehm. Fast schon zu entspannt, sodass es auch schon vorkam, dass ich einfach mal die Küche aufgeräumt habe – Arbeit die im normalen Stationsalltag untergeht und nicht geschafft wird.
Schon lange habe ich mir abgewöhnt, mit bestimmten Vorstellungen in einen Dienst zu gehen. Am Ende kommt doch alles anders als geplant. Will ich Pause machen, kommen dann doch noch drei Aufnahmepatienten oder es klingelt permanent das Telefon. Alltag in einem Krankenhaus eben.

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