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Ausbildung live

Pendlerlifestyle

Autor:
Lydia

Rubrik:
orientieren

24.10.2019

Neben der Medizin habe ich eine weitere große Leidenschaft – die Kinderbetreuung!
Jahrelang habe ich in Feriencamps als Betreuer gearbeitet und die Leitung übernommen. Schweren Herzens gebe ich diese Leidenschaft zum Ende des Jahres auf. Doch bevor das geschieht, bin ich nochmal mit ins Ferienlager gefahren. Glücklicherweise liegt das Feriencamp in der Nähe des Krankenhauses, in dem ich meine Ausbildung absolviere. So war es möglich, das Team wenigstens in den Abendstunden zu unterstützen. Um Hauptamt und Ehrenamt unter einen Hut zu bekommen, habe ich eine Woche lang das Pendlerdasein erlebt. Für mich als Stadtkind war das ziemlich herausfordernd – So bin ich tatsächlich zum ersten Mal mit der Regionalbahn gefahren, habe erkannt , dass es in vielen Dörfern wirklich nur eine einzige Bushaltestelle gibt und dort der Bus sehr häufig kommt, wenn er in einem Drei-Stunden-Rhythmus fährt. Gleichzeitig habe ich auch noch gelernt, dass man bei einem 15-minütigen Fußmarsch durch den Wald, erstens keine Straßenbeleuchtung hat und zweitens doch das ein oder andere Mal auf die Waldbewohner wie beispielsweise Rehe und Füchse trifft. Nachdem ich eine Woche lang diese Herausforderungen gemeistert habe, finde ich das Pendeln tatsächlich gar nicht mehr so schlimm und kann mir gut vorstellen meinen Wunsch, später in ein Dorf zu ziehen, zu verwirklichen. Allerdings bin ich dann auf den Bus angewiesen oder muss mir ein Auto besorgen – sonst kann ich meine Arbeit im Krankenhaus nicht pünktlich antreten. In ein Schwesternwohnheim zu ziehen, kann ich mir hingegen beim besten Willen nicht vorstellen.

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