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Bachelor live

Alles Neu

Am Ende kommt immer alles anders als man denkt – dieses Sprichwort nehme ich aus dem letzten halben Jahr mit. Nachdem ich die Klausuren im ersten Semester Physik erfolgreich ablegte, hatte ich die Bestätigung, dass ich intellektuell dazu fähig bin, so einen anspruchsvollen Studiengang zu studieren. Auf dieser Erkenntnis aufbauend, schmiedete ich also neue Pläne. Meine WG, in der ich bislang nur zur Zwischenmiete gewohnt hatte, bot mir einen richtigen Mietvertrag an, den ich annahm. Der Stromvertrag, der bislang auf meinen Vormieter angemeldet war, ging nun auf mich über. Und Überlegungen, mich ehrenamtlich zu engagieren, begann ich allmählich in die Tat umzusetzen.
Kurzum: Ich begann mich in Jena wohnlich einzurichten und mich auf längere Sicht zu binden. Als das neue Semester begann, kamen wieder die altbekannten Sorgen des Studierens. Wie soll ich das jemals alles verstehen? Wann mache ich all meine Hausarbeiten? Und in welche Vorlesung lohnt es sich zu gehen? Im ersten Semester konnte ich diese Fragen noch mit dem Schwung des Ersti-Daseins beantworten: So lange durchlesen, bis es verstanden ist und zur Not in der Nacht noch Übungen rechnen. Doch jetzt, im zweiten Semester, sorgte meine schwindende Motivation dafür, dass ich diese Fragen nicht mehr so voller Elan beantworten konnte. Ich erwischte mich immer öfter dabei, mich in Vorlesungen nur noch berieseln zu lassen, statt das Gesagte wirklich zu hinterfragen und verstehen zu wollen. Je weiter das Semester vorrückte, desto weniger verstand ich. Selbst wenn ich Aufgaben jetzt selbst hätte lösen wollen, wäre es mir nicht gelungen. Ich befand mich also in einer ziemlichen Zwickmühle. Einerseits hatte ich mich in Jena jetzt erst so richtig eingelebt, andererseits würde ich mit meiner derzeitigen Motivation in den Prüfungen scheitern. In der Mitte des Semesters zog ich also die Reißleine. Zum Glück hatte ich in meinem Hinterkopf noch einen Plan B und dieser lautete: Forstwissenschaften. Ich weihte meine Freunde, meine Eltern und meine Vermieterin (der ich eigentlich unterschrieben hatte, mindestens ein Jahr ihre Wohnung zu mieten) in meine Entscheidung ein. Auch wenn mein Plan B nicht bei jedem auf Begeisterung stieß, sicherten mir am Ende alle ihre Unterstützung zu. Ein neuer Abschnitt konnte beginnen.

Autor: Hannes  |  Rubrik: orientieren  |  Oct 23, 2019
Autor: Hannes
Rubrik: orientieren
Oct 23, 2019

Bachelor live

Der neue Mitbewohner

Im August hatten wir ein WG-Casting für unser freies Zimmer. Alle Bewerber waren sehr nett und die Entscheidung fiel uns wirklich nicht leicht. Trotz der anstehenden Renovierung und der Befristung der Mietzeit auf ein halbes Jahr, hatten alle großes Interesse an dem Zimmer.
Für die Entscheidung setzten wir uns selbst eine Frist von einer Woche, was auch daran lag, dass wir uns relativ spät um eine Wohnungsanzeige gekümmert haben. Relativ schnell kristallisierten sich zwei Favoriten heraus – aber einigen konnten wir uns untereinander nicht sofort. Wichtig war mir vor allem, dass es jemand wird, der etwa in unserem Alter ist und die Wohnung auch wirklich braucht. Denn ein paar Leute suchten ein Zimmer, um von zu Hause auszuziehen, wohnten aber mit ihren Eltern bereits in München. Nach ein paar Überlegungen fanden wir einen Konsens und entschieden uns für einen 20-Jährigen, der nicht aus München kommt und in der Stadt ein halbjähriges Praxissemester absolviert. Er passte also genau in unser Schema! Danach mussten alle Formalitäten erledigt werden: Mietvertrag, Bürgschaft und Haftpflichtversicherung für unsere Vermieterin. Außerdem wollte sie den neuen Bewohner vorab kennenlernen, weil ihr der persönliche Kontakt zu den Mietern wichtig ist. Während ich mich vor allem um die Besichtigungen kümmerte, übernahm meine Mitbewohnerin die vertragliche Organisation, wofür ich sehr dankbar war. Wann genau er einziehen will, wusste er noch nicht, kündigte aber bereits an, dass er vermutlich die ersten Wochen noch nicht dauerhaft in dem Zimmer bleiben würde. Für uns war das in Ordnung.
Kurze Zeit später kam er auf einen geselligen Abend bei uns vorbei. Ein paar seiner Sachen hatte er bereits mitgebracht, um sie gleich in seinem Zimmer zu verstauen. Das war eine schöne Gelegenheit, um sich nochmal besser kennenzulernen, Nach dem Abend, dachte ich mir, dass es definitiv keine Fehlentscheidung war und freue mich nun auf seinen finalen Einzug bei uns. Ein gutes Gefühl habe ich bisher allemal.

Autor: Conny   |  Rubrik: orientieren  |  Oct 21, 2019
Autor: Conny
Rubrik: orientieren
Oct 21, 2019

Bachelor live

Ein neues Kapitel

Ein bisschen ehrfürchtig betrete ich den Campus der Goethe-Universität Frankfurt – es ist die Woche vor Vorlesungsbeginn. Zuvor war ich erst ein einziges Mal hier um meinen neuen Studierendenausweis abzuholen. Noch habe ich keine Ahnung, was sich in den ganzen Gebäuden befindet, doch es gefällt mir gut. Die Gebäude sind umgeben von Grünflächen, Bäumen und Beeten, die den Unicampus fast wie einen Park aussehen lassen. Auf dem Campus herrscht bereits reges Treiben, die meisten Sitzgelegenheiten sind belegt und viele Studierende laufen in kleinen Gruppen über das Gelände. Die meisten Studenten, die sich jetzt schon auf dem Campus befinden, sind vermutlich Erstsemester, die an den Orientierungsveranstaltungen teilnehmen. Das ist nämlich auch der Grund, warum ich hier bin. Heute beginnt ein neues Kapitel! Das Gebäude, das ich suche, finde ich zum Glück schnell: Das Hörsaalzentrum befindet sich in der Mitte des Campus. Als ich den Hörsaal betrete, in dem die Begrüßung für alle Master-Erstsemester des Fachbereichs der Gesellschaftswissenschaften stattfindet, schaue ich mich um. Keines der Gesichter kommt mir bekannt vor, aber damit habe ich schon gerechnet. Nach der zentralen Begrüßung werden wir in Kleingruppen eingeteilt. Mit meiner Gruppe werde ich in den folgenden Tagen das Programm der Orientierungswoche gemeinsam absolvieren. So wird es uns zum Glück sehr einfach gemacht, neue Bekannt- und Freundschaften zu knüpfen! Wir spielen Kennenlernspiele, werden über den Campus und durch die Fachbereichsbibliothek geführt, erstellen gemeinsam unsere Stundenpläne, trinken zwischendurch in der Caféteria einen Kaffee und essen mittags zusammen in der Mensa. Außerdem gibt es verschiedene Infoveranstaltungen und Fragerunden mit Mentoren aus den höheren Semestern, die sehr hilfreich und informativ sind. Daneben findet eine Messe statt, bei der sich sämtliche Institutionen, Initiativen und Einrichtungen der Uni und in Frankfurt vorstellen. Die Abende verbringen wir ganz entspannt in den Frankfurter Kneipen oder dem Studierendencafé auf dem Campus. Nach der Orientierungswoche freue ich mich richtig auf das neue Semester! Ich bin gespannt, was mich an der neuen Uni noch erwartet.

Autor: Franziska  |  Rubrik: orientieren  |  Oct 21, 2019
Autor: Franziska
Rubrik: orientieren
Oct 21, 2019