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Bachelor live

Schicksalsschlag

Inzwischen bin ich offiziell Studentin an der Philipps-Universität Marburg für Sprache und Kommunikation. Ich habe hochmotiviert mit dem Studium angefangen, doch vermutlich kennen es viele, dass das Schicksal einem einen Strich durch die Rechnung machen kann, wenn man es am wenigsten erwartet. Denn kaum war ich in Marburg angekommen, traf mich ein familiärer Schicksalsschlag. Viele Krankenhausaufenthalte, Nervenzusammenbrüche und der eisige Winterblues durchschlugen meine Pläne.
Ich möchte nicht ins Detail gehen, aber ich möchte einen Tipp geben, der mir geholfen hat, weiter zu machen und nach vorne zu blicken. Es war nicht leicht, denn ich war neu in der Stadt und kannte meine Kommilitonen erst seit drei Wochen. Meine Freunde waren hunderte von Kilometern weit weg und ich fühlte mich allein.
Also vertraute ich mein Schicksal einigen Kommilitonen an. Ich sagte, dass ich eine schwere Zeit durchmache und bat um Hilfe. Ich erwartete nicht viel, bekam jedoch bedingungslose Unterstützung. Und das ist der Moment, in dem ich lernte, über meinen Schatten zu springen und erkannte, dass dies die Grundsteine meines Studiums sein werden: um Hilfe bitten, Freunde treffen, ehrliche Gespräche und schwarzer Humor.
Letzten Endes sind wir alle nur Menschen und unser Leben ist nicht immer blendend, sondern eine Achterbahnfahrt. Doch die Hochs und Tiefs fallen mit Freunden immer leichter als im Alleingang.

Autor: Lee-Ceshia   |  Rubrik: studium  |  Jan 16, 2020

Bachelor live

Gruppenarbeiten

Nachdem im neuen Semester neue Kurse hinzukamen, gab es ein Wirrwarr an Gruppen – da wir nahezu in allen Kursen nun in Gruppen arbeiten. Von Zweier- bis Sechsergruppen ist alles dabei. Da ist es mindestens genauso schwierig, einen Termin zu finden, an dem alle sechs können und alle Gruppen zu koordinieren, wie die Aufgaben an sich.
Dann bringt das Fach, in dem wir in Sechser-Gruppen arbeiten (Städtebau) aber noch ein weiteres "Problem" mit sich und das ist ein richtiges Luxusproblem: das Fach ist cool. Das sehen wir alle so und haben dementsprechend auch Lust ständig darüber zu diskutieren. Und eben dies ist dann das besagte Luxusproblem: mit sechs Leuten zu diskutieren kann sich sehr in die Länge ziehen, sodass wir häufiger mal von der Bearbeitung der Aufgabe abweichen, was dann auf die Zeit der anderen Projekte schlägt. Das ist mir aber deutlich lieber als unmotivierte Projektpartner, denn dann ist man schnell mal unproduktiv.
Insgesamt arbeiten wir gut auf die Endpräsentationen und Klausuren zu. In einem Fach hat der Professor sogar die Prüfung vorgezogen, damit die nicht zeitgleich mit den anderen stattfindet. Durch diese noble Entscheidung des Professors habe ich das Fach schon vor Weihnachten abhaken können und kann mich ab jetzt auf die anderen Projekte konzentrieren und habe dadurch nun eine Gruppenarbeit weniger.
Momentan macht das Studium echt Spaß und sogar das Tief, das ich in einem Fach hatte, habe ich überwunden und freue mich, an dem Projekt mit neuen Ideen weiter arbeiten zu können. Das Tief kam daher, dass meine Partnerin und ich zwar Ideen hatten, jedoch haben diese Ideen nicht die Vorstellungen unserer Professorin getroffen. Nachdem wir uns nun verschiedene Varianten mithilfe vieler Bücher angeschaut haben, fanden wir einen Kompromiss, der perfekt passt. Nun macht auch das Fach wieder Spaß und wir können in die Endplanung für die immer näher rückende Prüfung einsteigen.

Autor: Pia  |  Rubrik: orientieren  |  Jan 13, 2020
Autor: Pia
Rubrik: orientieren
Jan 13, 2020

Bachelor live

Technik vs. Medienwissenschaft

In meinem Diplomstudium an der Filmhochschule in München belege ich neben meinen studiengangspezifischen Seminaren auch Grundlagenkurse, die für alle verbindlich sind. Das ist zum einen die Abteilung Medienwissenschaften, bei der man vor allem Vorlesungen zur Filmgeschichte und zu Medientheorie besucht. Und zum anderen gibt es Kurse von der Abteilung Technik. Hier erhalten wir sowohl theoretischen als auch praktischen Input, zum Beispiel in den Bereichen Kamera, Licht, Ton, Schnitt. In den ersten beiden Jahren bis zum Vordiplom, im sogenannten Grundstudium, müssen wir beides verpflichtend besuchen. Dies hat den Sinn, allen Studierenden egal welchen Fachs, Grundkenntnisse in beiden Bereichen zu vermitteln. Eine gewisse Basis in Theorie und Technik ist beim Filmemachen nie von Nachteil.
Mein Vordiplom habe ich nun im fünften Semester erhalten und bin damit im Hauptstudium angekommen - Halbzeit! Einen großen Vorteil, den das mit sich bringt ist, dass ich ab jetzt weniger Lehrveranstaltungen habe und mir diese auch freier aussuchen darf. Unter anderem müssen wir uns nun auf eine der beiden Grundlagenabteilungen spezialisieren: Technik oder Medienwissenschaften Meine Entscheidung habe ich mir nicht leicht gemacht und sie bis auf den letzten Tag hinausgezögert. Mich hätte beides sehr interessiert. Was die Technik angeht habe ich auf jeden Fall noch Ausbaumöglichkeiten, auch wenn meine Leistungen bisher ziemlich gut waren. Beim Abschluss ist man in der Technik relativ frei, denn man kann ihn durch verschiedene technische Experimente und Projekte erreichen. Im Bereich der Medienwissenschaften müssen wir eine wissenschaftliche Arbeit schreiben. Das Thema ist hier frei wählbar, dazu gibt es dann Exkursionen und Seminare. Ich entschied mich letztendlich für Medienwissenschaften.
Über das Filme schauen bin ich zum Filmemachen gekommen und schätze die Inspiration aus den Filmen und der Literatur, die wir behandeln, sehr. Die Spezialisierungsseminare beginnen erst im Frühjahr, aber ich bin jetzt schon sehr gespannt darauf, was mich dort erwartet.

Autor: Conny   |  Rubrik: studium  |  Jan 9, 2020