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Bachelor live

Erkundungstouren

Es hat Vorteile, in einer Stadt zu studieren, die man noch nicht gut kennt. Denn besonders, wenn man in einer so wunderschönen Stadt wie Bamberg wohnt, bietet es sich ständig an, etwas zu unternehmen.
Ich liebe es, neue Teile Bambergs zu erkunden und habe mir in den vergangenen Wochen vor den Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Krise, oft zusammen mit Freundinnen, immer wieder kleinere Ziele für Erkundungstouren gesucht. Oft muss es gar nichts großes sein, selbst ein ausgiebiger Spaziergang bringt Bewegung und Ausgleich zum Lernalltag.
Mein persönliches Highlight bisher war eine kleine Wanderung zur Altenburg, die auf dem höchsten der sieben Hügel rund um Bamberg liegt. Der Aufstieg dauerte eineinhalb Stunden und machte mir und der Freundin, mit der ich unterwegs war, viel Spaß.
Nach einem besonders anstrengenden Unitag fuhr ich einmal mit dem Bus den Michaelsberg hinauf, umrundete das dortige Kloster sowie den anschließenden Garten und lief an Klein Venedig, einer ehemaligen kleinen Fischersiedlung direkt am Wasser, vorbei in die Stadt zurück. Natürlich sind auch der Dom und die Altstadt immer wieder wunderschön anzusehen.
Doch wenn ich Ruhe brauche, genieße ich es am meisten, im Hainpark unterwegs zu sein. Dort trennen sich linker und rechter Regnitzarm, um wenige Kilometer später wieder mit dem Main-Donau-Kanal zusammenzufließen. Läuft man entgegen der Fließrichtung, so beginnen die Hügel und Felder der fränkischen Landschaft.
Es macht mir immer wieder Spaß, diese schöne Gegend zu Fuß und mit dem Fahrrad zu erkunden.
Da meine Prüfungen nun alle vorbei sind, werde ich den Rest der vorlesungsfreien Zeit zu Hause bei meinen Eltern verbringen, doch für das Sommersemester habe ich schon eine Menge neuer Ziele in der Umgebung Bambergs im Blick!

 

Autor: Anna  |  Rubrik: studium  |  Mar 27, 2020
Autor: Anna
Rubrik: studium
Mar 27, 2020

Bachelor live

Polen - Teil 2

Ich war mit Henrik schon fast eine Woche lang auf Tour in Polen, als wir Kattowitz erreichten. Ich erhoffte mir wenig von der Stadt, hatte wenig von ihr gehört und war noch voller Impressionen von Breslau.
Wir liefen zunächst durch die Altstadt: Über einen Marktplatz, an einer Kathedrale vorbei, an der wohl Papst Johannes Paul II. einst gepredigt hatte. Bis dahin beeindruckte uns die Stadt nicht sonderlich, bis wir ins Stadtzentrum kamen. Waren wir bislang nicht vielen Menschen begegnet, umgaben uns nun mehr und mehr Menschen. Es war Freitagabend und scheinbar strotze die Stadt nur so von Nachtschwärmern. Von der Menge getrieben, erreichten wir schließlich das, was wir als große Kneipenstraße erkannten. Hier vibrierte die Stadt, trotz der frühlingshaften Temperaturen saßen und standen überall Menschen, die Lichter der Lokale lockten mit Behaglichkeit und kalten Getränken.
Am nächsten Tag zogen wir weiter. Krakau war jetzt das Ziel. Angefüllt mit den Eindrücken aus Breslau und Kattowitz erschien uns die zweitgrößte Stadt Polens plump und touristisch, alles war irgendwie hübsch und voller Menschen, trotzdem kamen uns die Straßen fad vor. Wir beschlossen, keinen weiteren Tag hier zu verbringen, uns zog es in die Natur. Polen hat viele Nationalparks, doch wie es der Zufall so wollte, gerieten wir in den kleinsten und unspektakulärsten, der wenig zu bieten hatte.
Ganz anders Warschau, das wir am nächsten Tag erreichten. Die Gebäude im Zentrum waren imposant und altehrwürdig, ganz wie es einer europäischen Hauptstadt gerecht wird. Das beeindruckendste Gebäude war der Kulturpalast, ein Hochhaus, was auf Anweisung Stalins errichtet wurde und mehr an eine Kirche als an einen Wolkenkratzer erinnert. Da uns das schlechte Wetter aus Deutschland jetzt doch einholte, legten wir einen Museumstag ein, den wir durch einen gemütlichen Abend im Kneipenviertel ausklingen ließen.
Zwei Wochen waren Henrik und ich jetzt in Polen unterwegs gewesen und der Heimweg stand an. Fast zehn Stunden sollte die Fahrt aus dem Osten Europas zurück nach Deutschland dauern, es kam nochmal echtes Roadtrip-Feeling auf. Mit aufgedrehten Boxen glitten wir über die Autobahn, hielten nur an, um uns am Lenkrad abzuwechseln. Abends fielen wir erschöpft, aber zufrieden in die heimischen Betten.

Zwei Tage nachdem wir aus Polen zurück waren, schloss sich die Grenze: Corona hatte Europa erreicht.

Autor: Hannes  |  Rubrik: studium  |  Mar 27, 2020
Autor: Hannes
Rubrik: studium
Mar 27, 2020

Bachelor live

Europäische Perspektiven

Seit ich mein Studium begonnen habe, engagiere ich mich in der Onlineredaktion von treffpunkteuropa.de. Einer der Gründe: Ich glaube, dass wir aktuelle Politik viel öfter aus einer europäischen Perspektive betrachten sollten. Das kann bedeuten, dass wir uns fragen, ob die EU eine Rolle in dem, was wir politisch erreichen möchten, spielt oder spielen kann. Das kann aber auch bedeuten, dass wir uns überlegen, ob Dinge, die passieren, Auswirkungen auf Nachbarländer haben oder ob in ihnen anders über manche Themen gesprochen wird.
Nach dem Abitur habe ich ein Jahr in Spanien im Rahmen eines Europäischen Freiwilligendiensts verbracht und hatte dabei mit jungen Freiwilligen aus ganz Europa zu tun. Damals war die Griechenlandkrise ein großes Thema in Deutschland. Damals ist mir aufgefallen, wie unterschiedlich die Wahrnehmung darüber in den einzelnen Ländern war. Es fehlte eine Brücke, die zwischen den Ländern vermittelte. Das hat mich motiviert, bei treffpunkteuropa.de mitzumachen, weil dort Beiträge aus verschiedenen Sprachen übersetzt werden.
So einen Moment wie damals während der Griechenlandkrise hatte ich vor kurzem noch einmal: Ich wollte gerne ein Format organisieren, das wir „Europäische Perspektive“ nennen. Dabei wird ein Thema festgelegt, über das junge Menschen aus sechs bis zwölf EU-Mitgliedsländern aus ihrer individuellen Perspektive schreiben.
Als Thema wählte ich den Mauerfall 1989. Als ich mich auf der Suche nach weiteren Autoren aus unserem Team gemacht haben, habe ich aber viel Kritik für meinen Aufruf erhalten: Viele der Autoren gerade aus Osteuropa verbinden das Jahr 1989 eher mit revolutionären Ereignissen in ihren eigenen Ländern. Der Mauerfall, der für mich im Zentrum stand, war für sie nur eines von vielen Ereignissen. Ich habe dadurch ein weiteres Mal gelernt, meine nationale Perspektive zu hinterfragen und über die deutschen Grenzen hinaus zu denken.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Mar 25, 2020
Autor: Marie
Rubrik: studium
Mar 25, 2020