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Code für die Bundestagswahl 2017

Autor:
Nadine

Rubrik:
studium

25.04.2018

Im dritten Semester meines Publizistik-Studiums hatte ich ein Seminar mit dem Titel „Inhaltsanalyse“. Ziel dessen war es, im Laufe des Semesters Forschungsfragen zum Thema Bundestagswahl 2017 aufzustellen und diese in einem Codebuch festzuhalten. Auf dieser Basis sollten wir Facebook-Posts von Politikern, Parteien und Medienanstalten codieren, die während der heißen Wahlkampfphase publiziert wurden. Unser Dozent legte dabei großen Wert darauf, in dem Seminar nicht nur – wie er es nannte – „Fingerübung“ zu machen, sondern richtig empirisch zu forschen. Dies schloss eine ausreichend große Stichprobe mit ein – und bedeutete viel Aufwand. Die codierten Daten mussten wir später in Gruppenarbeit zu spezifischen Themen auswerten. Hierfür nahmen wir das Statistikprogramm SPSS zur Hilfe.
Das Thema meiner Gruppe war „Die Personalisierung während der Bundestagswahl 2017“. Dabei ging es, grob gesagt, um die Annahme, der Fokus in der Berichterstattung habe sich von den Parteien hin zu den Spitzenkandidaten verschoben. Außerdem wird vermutet, dass rollenferne Eigenschaften der Spitzenkandidaten – etwa die Frisur von Angela Merkel – zunehmend in den Fokus der Berichterstattung rücken, während politische Sachthemen vernachlässigt werden. Wir untersuchten beispielsweise, ob die Personalisierung im Wahlverlauf zunahm und ob das möglicherweise mit dem TV-Duell zusammenhing. Außerdem verglichen wir verschiedene Urheber der Personalisierung, sprich, wer personalisierte am häufigsten und am stärksten, gab es Unterschiede zwischen Boulevard- und Qualitätszeitungen und vieles mehr.
Das Aufwendigste am Forschungsprojekt war der Projektbericht. Zu fünft mussten wir an einer Hausarbeit arbeiten, was in meiner Gruppe zum Glück recht harmonisch ablief. Trotzdem haben wir bis zum letzten Tag vor der Abgabe geackert. Einen Einblick in den Ablauf einer richtigen repräsentativen empirischen Forschung zu gewinnen, war zwar wahnsinnig aufwendig, aber auch spannend.

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