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Bachelor live

London

Autor:
Pia

Rubrik:
studium

12.05.2020

In den Semesterferien flog ich mit fünf Freunden nach London. Wir wollten einen ähnlichen Urlaub erleben, wie vor einem Jahr in Paris. Die Idee kam von einer Freundin und mir, da wir es letztes Jahr sehr genossen hatten, ein paar Tage Abwechslung zu bekommen. Wir fragten in unserem Freundeskreis herum, suchten nach Reiseangeboten, fanden günstige Flüge nach London und ebenso eine preiswerte Unterkunft für alle. Wir hatten Glück – Corona war noch kein Thema und auch der Brexit war für uns kein Problem. Für uns änderte sich trotz des Austritts erstmal nichts, sogar unsere EU-Internetflatrate war gültig, was uns das Navigieren in London deutlich vereinfachte.
Unsere Unterkunft lag direkt über einem urigen Pub, recht zentral in der Stadt. Von dort aus erforschten wir London größtenteils zu Fuß und mit der Tube.
Wir legten Wert darauf, uns nicht zu viel vorzunehmen. Wir klapperten zwar die größten Sehenswürdigkeiten der Stadt ab, genossen aber auch einige gemütliche Stunden in Restaurants, Cafés und Bars. Für zwei Sehenswürdigkeiten nahmen wir uns jedoch ausgesprochen viel Zeit. Zum einen das Museum für moderne Kunst „Tate Modern“, zum anderen das eher unbekannte Gebiet Barbican. Letzteres interessierte uns als Architekturstudenten besonders, da der riesige Gebäudekomplex wie ein eigenes Stadtviertel ist und sehr spannende Räume erzeugt, die sich architektonisch völlig vom Rest Londons abgrenzen. Das Barbican ist wie eine Blase, in der eine eigene Zeit läuft und in der man die pulsierende Großstadt London vergisst.
Im Tate Modern legten wir eine lange Pause in einem der ehemaligen Öltanks ein. Der Raum war von drei Meter dicken Betonwänden umgeben und etwa dreißig Meter breit, dadurch hallte es darin unglaublich. Im Museum liefen sehr viele Schulklassen herum, die jedoch aus den beiden ehemaligen Öltanks herausgeschickt wurden, da sie die anderen Besucher nicht stören sollten. So saßen wir dort und konnten nahezu ungestört Langzeitaufnahmen mit den Kameras machen. Anschließend wollten wir auf der Panorama-Terrasse einen Kaffee trinken. Wir gingen nach oben und genossen den 360-Grad-Ausblick über London. Da dort oben sehr viel Wind war, beschlossen wir eine Etage darunter in das Restaurant zu gehen. Nach kritischen Blicken der Kellner, setzten wir uns an die Bar, wo wir Cocktails und Kaffee orderten. Mit unseren Outfits wären wir nicht in das noble Restaurant gekommen, das direkt nebenan war. Wir konnten uns aber an das Fensterband setzen, das wie die Panoramaterrasse einen wunderbaren Blick auf die Stadt frei gab und uns vor dem einsetzenden Regen schützte.

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