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Studentenleben live

Planlos

Autor:
Noelle

Rubrik:
studium

27.08.2014

Manchmal braucht es gar nicht viel, um vollkommen aus der Bahn geworfen zu werden. So geht es sicher nicht nur mir sondern auch zahlreichen anderen Studierende.

Ich glaube, es gibt zwei Arten von Studierenden. Erstere fangen einfach mit dem Studium an, weil sie nicht wissen, was sie sonst machen sollen, und harren der Dinge, die da auf sie zukommen. Aber um diese Sorte geht es mir heute nicht. Ich meine die anderen, die von Anfang an einen ungefähren Plan davon im Kopf haben, wieso sie das studieren, was sie studieren, und wo sie damit hin wollen. Das Problem mit Plänen ist aber, dass sie oft nicht so funktionieren, wie man sich das vorstellt.

Ich kann nicht behaupten, dass mein Studium vom ersten Tag bis jetzt vollkommen geradlinig verlaufen ist, aber ich finde, so lange ich dabei eine Idee im Kopf habe, wie das alles aufgehen kann, ist das auch nicht weiter schlimm. So fing ich zum Beispiel meinen Bachelor mit dem Hauptfach Germanistik und dem Nebenfach Anglistik zum Wintersemester 2012/13 in Bonn an. Aus persönlichen Gründen wechselte ich dann ein Jahr später an die Uni Göttingen. Das Blöde ist nur, dass dieses Fächersystem hier nicht angeboten wird, weshalb ich zum 2-Fach-Bachelor wechselte. Wäre ich in Bonn geblieben, hätte ich nun also vielleicht gar nicht das Problem, vor dem ich nun stehe: der praktischen Prüfung in Englisch. Von Anfang an hatte ich großen Respekt vor dem „Oral Competence Exam“ und trotz wochenlanger Lernerei bin ich durchgefallen. Halb so wild, würde ich mir denken, wenn es einfach daran gelegen hätte, dass ich zu faul zum Lernen war, und außerdem gibt’s ja immer noch den Zweittermin. Doch Pustekuchen! In Wahrheit habe ich nämlich gelernt wie eine Irre und auch einen Nachschreibetermin gibt es in diesem Modul nicht. Das bedeutet, wenn man durchfällt, muss man den ganzen verdammten Kurs noch einmal machen. Herzlichen Glückwunsch, Noelle!

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