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Studentenleben live

Strauße in der Strauße?

Autor:
Rose

Rubrik:
studium

15.05.2013

Es ist, auch wenn es vom Wetter her nicht so aussieht, Spargelzeit. Und das ist nicht nur eine Freude für alle, die gerne Spargel essen, sondern auch für all diejenigen, die gerne Wein trinken. Warum? Die Straußenwirtschaften haben geöffnet. Leider gibt es dort keine großen Vögel, die ihren Kopf in den Sand stecken. Der Begriff Straußenwirtschaft leitet sich von einem Strauß Pflanzen ab. Der wird nämlich in allen Weinregionen Deutschlands – und zum Teil auch in Österreich und der Schweiz – vor die Tür von kleinen, urigen Lokalen gehängt, in denen die Winzer ihren eigenen Wein und ein paar einfache Gerichte und Brotzeiten verkaufen. In manchen Gegenden ist es auch ein (Hexen-)Besen, der das Lokal anzeigt, das dann natürlich Besenwirtschaft heißt. Leider haben diese traditionellen Schenken nur bis zu vier Monate im Jahr geöffnet, aber man kann sich umso mehr freuen, wenn sie dann endlich aufmachen. Damit eine Strauße nicht als Gastronomiebetrieb zählt, gibt es zahlreiche Auflagen. Wo kämen wir denn da sonst auch hin im gut geregelten Deutschland! Es dürfen von den Winzern zum Beispiel keine Räume angemietet werden. Das heißt also, die Straußen sind in Privaträumen (manchmal auch in einer ausgebauten Scheune) und es dürfen nur maximal 40 Gäste Platz haben.

Mit und traditionell auch ohne diese Regeln ist eine Strauße unbedingt einen Besuch wert, wenn man ein bisschen Weinbauertradition testen will. Auch für den kleinen Geldbeutel. Und für Nordlichter, bei denen es einfach keinen Weinanbau gibt, sogar ein richtiges Erlebnis!

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