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Geschichte und Philosophie

Kairos am Schopf packen — kostenlose Antiquitäten

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Rubrik:
arbeitsmarkt

09.10.2009

Gestern hing in der Uni an einer der vielen informationsbeklebten Wände eine kleine Postkarte. Darauf das Foto eines schönen Schranks, dazu der Hinweis, er sei zu verschenken und eine Telefonnummer. Meine Augen weiteten sich, erhellten sich. Ich nahm die Postkarte mit, rief gleich an. Ja, er sei noch da. Ich jubelte innerlich ganz leise. Ich würde ihn auf jeden Fall abholen, versprach ich.

Das tat ich heute mit der Hilfe meines Mitbewohners Arian. Er hat zufällig den Wagen seines Vaters für ein paar Tage mit nach Leipzig nehmen dürfen. Gerade so passte dieser tolle, sicher schon antike Schrank in den Kombi. Jetzt steht er in meinem Zimmer - wunderbar.

Ein schönes warmes Holz, die Einlegeböden und die beiden Schubladen nicht aus Pressspan, sondern aus massivem Holz. Er bietet, was ich brauche - viel Platz für lauter Schuhkartons, Unterhosen, Socken, Handtücher, Papierkrams und mehr. Es ist nicht das erste Mal, dass ich über eine Anzeige „Möbel zu verschenken" an alte, aber stilvolle Möbel gelange - Möbel mit Geschichte, Möbel, deren Halbwertszeit nicht zwei Jahreszeiten beträgt, Möbel, die aus einer anderen Sphäre stammen, so dass sie nicht dem Ikea-Diktat unterworfen sind.

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