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Geschichte und Philosophie

Russisch lernen — Wodka trinken

Ja gawarju pa russkie – Ich spreche Russisch. Na ja, noch nicht ganz – mehr als ein paar Sätze kann ich noch nicht. Aber Freude bereitet es – ja, wunderbar! Wie toll es war, die erste Hürde zu nehmen und die kyrillische Schrift zu entziffern. Jedes Mal, wenn ich ein Wort entziffert hatte, aussprach und dann feststellte, dass ich das Wort schon kenne, wie zum Beispiel Kaffee, Universität und Wodka, gab es ein kleines schönes Aha-Erlebnis. Inzwischen hat Olga, unsere Lehrerin, uns schon das Handwerkszeug für ein paar einfache Sätze beigebracht und es macht Spaß, mit diesem begrenzten Wortschatz ein wenig zu spielen, neue Sätze zu kombinieren.

Aber nicht nur die Sprache lernen wir. Letzten Sonntag waren wir in der russisch-orthodoxen Kirche und haben staunend einem Gottesdienst beigewohnt. Und heute – ich komme gerade davon zurück – haben wir in gemütlicher Runde mit ein paar Freunden unserer Lehrerin den Nachmittag verbracht. Da für Christlich-orthodoxe gerade die Fastenzeit begonnen hat, haben wir uns mit Wein begnügt, haben aber doch mehr getrunken, als ich es gewohnt bin. Nächstes Mal nimmt sie uns mit in die „Vodkaria“ und ich spiele mit Mischa und Viktor eine Partie Schach.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Dec 10, 2009
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Rubrik: studium
Dec 10, 2009

Geschichte und Philosophie

Äpfel pflücken, Äpfel beißen, Äpfel klauen, Äpfel schmeißen

Äpfel pflücken, Äpfel beißen, Äpfel klauen, Äpfel schmeißen – ich liebe Äpfel! Und gestern bot sich mir eine wunderbare Gelegenheit. Ich fuhr von einer Radtour zurückkommend an einem Schrebergarten im Süden der Stadt vorbei. Darin ein prächtiger Apfelbaum, darunter ein Mann mit Rechen. Das Laub interessierte ihn, die Äpfel wohl nicht – nur dann, wenn sie im Laub lagen und beim Rechen störten. Ich war schon halb an ihm vorbeigefahren, als mir der Einfall kam. Ich kehrte um und fragte, ob die Äpfel schmeckten. Das wisse er gar nicht – er sei so mit dem Laub beschäftigt. Ob ich mal probieren dürfe. Ja, kein Problem. Ich stieg von meinem Rad, lehnte es an den Zaun, pflückte einen dieser Riesen, biss schmatzend hinein und genoss den frischen Apfelsaft, wie er meine Zähne umspülte, meinen Gaumen füllte und mir das Kinn hinunter lief.

Dann wachte ich auf, öffnete meine Augen wieder und fragte, ob ich ein paar Äpfel pflücken dürfe. Nur zu, war die Antwort. Geschickt überwand ich den Zaun und hatte schnell die Hände voll. In meinem Rucksack war nicht mehr viel Platz. Ob ich am nächsten Tage wieder kommen dürfe. Ja, aber bitte am Morgen. Das tat ich auch heute Morgen, kam mit einem großen, leeren Rucksack und füllte ihn, so dass ich ihn kaum noch tragen mochte.

Man muss als Student mit knappen Budget manchmal erfinderisch sein und forsch und freundlich. Dann stehen einem mehr Türen und Tore offen, als man denkt.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Dec 7, 2009
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Dec 7, 2009

Geschichte und Philosophie

Meine Schweinegrippe

15.000 Neuerkrankungen pro Woche meldet das Robert Koch Institut für Deutschland. Nicht schlecht. Ich freue mich ein wenig – vielleicht habe ich sie ja auch! Zumindest habe ich etwas Grippeähnliches seit letztem Donnerstag. Wie ein armes Schwein oder hundselend fühle ich mich jedoch nicht. Ja, Kopfschmerzen, eine mal triefende und dann wieder verstopfte Nase, vom vielen Schnäuzen etwas gerötet und so weiter.

Aber auf einmal habe ich viel Zeit – Zeit über Dinge nachzudenken, Gedanken aufzuschreiben und Bücher zu lesen. Da ich nicht nur schlafe, nutze ich die andere Zeit auch zum Lernen für die Uni. Ich habe ein paar interessante Bücher zu meinen Geschichts- und Philosophieveranstaltungen zusammen getragen und lese sie mit erstaunlicher Aufmerksamkeit und Ruhe.

Schweinegrippe klingt so schlimm. Aber manchmal ist es gut, aus dem termin- und pünktlichkeitsgetriebenen Alltag herausgerissen zu werden.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Nov 26, 2009
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Rubrik: studium
Nov 26, 2009