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Geschichte und Philosophie

Will ich überhaupt studieren?

Autor:

Rubrik:
studium

17.12.2009

Abitur zu machen und danach zu studieren, war für mich immer klar. Das macht man halt, wenn man ein bisschen Grips hat – so bin ich aufgewachsen. Aber bringt mir ein Studium, welches auch immer, überhaupt was ich will?

Studium – studere – lat. „sich bemühen“. Bemühen will ich mich sicherlich, aber das Studium ist sicher nicht der einzige Ort dafür. Es ist bestimmt nicht das Vorrecht der Studenten, sich zu bemühen – manchmal denke ich, es ist das Gegenteil. Besonders jetzt, da einige meiner Kommilitonen das Studium als eine Fortführung der Schule betrachten und ihren Bachelor-Stundenplan, der zugegeben nicht selten gut gefüllt ist, aussitzen, also nur der Anwesenheit wegen anwesend sind. Nicht, weil es sie unbedingt interessiert, nicht, weil sie ein größeres Ziel vor Augen haben. Mehr ein: „Abitur habe ich – ach, was studiere ich denn mal?... Das klingt nett … das auch … oder soll ich doch lieber das … oder beides?“

Mein Ziel war immer, den Menschen und die Menschen zu verstehen, um das Spiel der Gesellschaft mitspielen zu können. Ein Gerechtigkeitsgefühl in mir und der Eindruck von Ungerechtigkeiten bei mir. Die Gewissheit, dass es schon so viele verschiedene Formen der Gesellschaft und Gemeinschaft gab und auch jetzt noch gibt, dass manche sogar nur gedacht und nicht umgesetzt wurden. Die Ansicht, dass das Studium dieser Lebensformen und Lebensvorstellungen Lösungsansätze für die Probleme von heute bietet. Aber lerne ich nicht viel mehr – und viel schöner – im Tun?!

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