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Geschichte und Philosophie

Im Zauberwald

Autor:

Rubrik:
studium

21.12.2009

Mitten im Wald eine kleine Hütte. Am Freitag brach ich mit ein paar Freunden auf, am Abend waren wir da. Es gab dort weder Strom noch Wasser. Ein großer Kachelofen spendete uns Wärme – nachdem wir Holz gesammelt und ein Feuer darin entzündet hatten. Bis es warm war, vergingen ein paar Stunden. Derweil zündeten wir ein paar Kerzen an – in jedem Raum ein kleines Licht – und suchten uns in der Dunkelheit einen Weg zu unserer Wasserquelle – einem glucksenden Bach.

Als wir wiederkamen, waren alle Fensterscheiben von innen beschlagen, warm schimmerte das Licht der Kerzen hindurch. Wir setzten einen Wasserkessel auf die eine Kochstelle des Ofens und warteten, bis er pfiff. Der Tee zog in der Glaskanne und färbte das dampfende Wasser in Schwaden. Der frisch geriebene Ingwer darin duftete und auch das frische Kiefernholz mit dem manch morsche Stelle der Hütte ausgebessert wurde.

Ich breitete ein feines Tuch über den alten Holztisch und schnitt ein paar Scheiben Brot. Dazu aßen wir Käse und Wurst. Die Wände der Hütte waren kahl, das Holz aber hatte sein eigenes Muster. Am Samstag durchstreiften wir den Wald, der sich schlafen legte. Am Sonntag war es vorbei. Zuhause elektrisches Licht, warmes Wasser und Alltag.

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